Marketing-Glossar & Textbegriffe: von Zwischenköpfen und anderen Kuriositäten

Marketing-Glossar & Textbegriffe: von Zwischenköpfen und anderen Kuriositäten

Hat dich schon mal ein Kunde freundlich darauf hingewiesen, dass er dein Fach-Kauderwelsch nicht versteht? Manchmal stecken wir so in unserer Expertisensprache drin, dass wir gar nicht merken, dass Laien dabei das Stirnrunzeln kriegen. Das betrifft bei mir vor allem Begriffe aus Werbung und Marketing – Schlagwörter wie „Hurensohn“ kennt halt niemand :-D.

Wenn du dich fürs Texten und Online Marketing interessierst und schon immer mal merkwürdige Begriffe wie „Störer“ in einem Glossar nachschlagen wolltest, kannst du das hier tun: In meinem Mini-Marketing-Lexikon erkläre ich dir alle Schlagwörter, die ich als Texterin täglich benutze.

Natürlich decke ich hier nicht sämtliche Stichworte ab. Wenn dir im Glossar bestimmte Marketing-Begriffe fehlen, sag mir gern Bescheid. Ich werde mein Lexikon nach und nach erweitern.

Ad

Der Begriff für Online-Anzeigen. „Ad“ ist englisch und die Abkürzung für „Advertisement“, also „Werbung“. Mit Ads bei Google oder Facebook/Instagram kannst du deinen Content und deine Angebote sichtbarer machen. Nur auf organisches Wachstum zu setzen ist deutlich langwieriger.

Alliteration

Bitte ein Bit!“ , „Actimel aktiviert Abwehrkräfte“ –  kennt jeder, merkt sich jeder. Diese Slogans sind deshalb so griffig, weil sie eine Alliteration beinhalten.

Der Gleichklang der Wörter bewirkt im Kopf, dass sie als Kette zusammengehöriger Laute abgespeichert und erinnert werden. Das lässt sich super auf Headlines und Texteinstiege anwenden. Der Text wirkt sofort geschmeidig und in sich rund.

Branding

Kommt von „Brand“ = „Marke“ und meint die Markenführung, mit der du deine -> Positionierung ausdrückst. Du bietest also a b an für Zielgruppe x y und zeigst das, indem du dich auf ein bestimmtes Verhalten, ein bestimmtes Design und eine bestimmte Art zu texten festlegst.

Damit erzielst du einen Wiedererkennungseffekt bei deiner Zielgruppe, machst dich zur Marke und grenzt dich vom Wettbewerb ab.

Benefit

Der Nutzen, den der Kunde von deinem Produkt oder deiner Dienstleistung hat. Stell den Benefit immer in den Mittelpunkt, bevor du lang und breit über dich selbst redest – meiner Meinung nach der größte Fehler auf Unternehmer-Websites.

Briefing

Da kriegen Texter sofort ein nervöses Zucken am Auge: Wenn Kunden einen Text in Auftrag geben und zur Erklärung sagen, na ja, er solle sich halt knackig lesen. Könnte ich ein Wort auf dem Scheiterhaufen verbrennen, dann wäre es „knackig“. Ein richtiges Briefing („Informationsgespräch“) dagegen teilt dem Texter Folgendes mit:

  • Worum geht’s im Text?
  • Wo soll er erscheinen?
  • Wer ist die -> Zielgruppe?
  • Was ist das Ziel des Textes?
  • Wie lang soll der Text sein und bis wann muss er fertig sein?
  • Was für eine ->Tonalität soll er haben?

Haben Kunden all diese Fragen schon vorbereitet, schwebe ich natürlich im siebten Texter-Himmel. Gibt es noch Unsicherheiten, können wir die auch gemeinsam klären. Aber bitte, bitte: Sag nicht „knackig“. Schluchz.

    Bullet

    Hast du schon den Text unter „Briefing“ gelesen? Dort siehst du “Bullets”, englisch für „Kugeln“. Gemeint sind die Pünktchen, die wir für Aufzählungen verwenden. Sie bringen Struktur in den Text und machen die Inhalte leichter erfassbar.

    Call to Action

    Potentielle Kunden sind wie kleine Kinder: Du musst sie an die Hand nehmen und ihnen erklären, was sie machen sollen. Sonst nicken sie womöglich, sagen „Das war ein schöner Text“ und verschwinden wieder im Web-Nirwana, ohne was gekauft oder gebucht zu haben.

    Deshalb brauchst du einen Call to Action, also eine Handlungsaufforderung.

    Meistens steht der Call to Action am Ende eines Textes und klingt so:

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    Copy

    Die englische Bezeichnung für “Text” oder auch “Fließtext“. Es gibt auch noch „Long Copy“, also ein langer Text. Und „Texter“ ist im Englischen ein „Copywriter“.

    Dach-Metapher

    Kann man machen, muss man aber nicht: Sich ein bestimmtes Thema oder einen Aufhänger raussuchen und dann den Text darauf abstimmen. Stell dir vor, du bist Berater auf Sylt und nimmst deshalb als Dach-Metapher „maritim“.

    Dann lesen sich deine Texte so:

    „Mit unserem Coaching-Kompass segeln Sie immer in die richtige Richtung, bis Sie sicher im Hafen ankommen. Auch wenn es mal starken Gegenwind gibt und kein Land in Sicht….“ usw.

    Wie gesagt: Das kann man machen, geht aber auch schnell in die Hose, wenn man’s übertreibt.

    Emotionen

    Kein Marketing-Lexikon ohne Emotionen! Denn sie sind der wahre Trigger, über den sich Produkte über Dienstleistungen wirklich verkaufen. Stell dir vor, du bist Kosmetikerin und behandelst Kundinnen mit Akne.

    Nun könntest du also sagen: „Am Ende der Behandlungen haben Sie wieder reine Haut“. Das wäre der ->Benefit. Aber mit welchem Gefühl ist diese reine Haut für die Kundinnen verbunden?

    Mit dem Gefühl, sich endlich wieder selbstbewusst und schön fühlen. Vielleicht verliebt sich sogar jemand in sie, weil sie so toll aussieht. Das sind die Emotionen, die in deine Texte müssen. Also immer einen Schritt weiter denken!

    Fetten

    Traurig, aber wahr: Leser scannen deinen Text nur ab, statt ihn sorgfältig und Wort für Wort durchzugehen. Du kannst ihnen aber Ankerpunkte fürs Auge bieten, die ihnen quasi entgegenspringen, Orientierung geben und die wichtigsten Infos liefern.

    Ich mache das in diesem Text mal beispielhaft, bin aber eigentlich kein Fett-Fan. Zwischen-Headlines und Absätze helfen ja auch.

    Floskel

    Wörter, die so oft benutzt worden und so nichtssagend sind, dass sie Leser eher abschrecken als überzeugen. Das hier sind die schlimmsten, wie ich finde:

    • Flexibilität
    • Innovation
    • Kompetenz
    • Leistung
    • Leidenschaft
    • Professionalität
    • Qualität
    • Service
    • Tradition

    Benutze die bitte nur, wenn du sie im nächsten Satz auch erklärst. Sonst bleibt‘s ne leere Worthülse.

    h1 – h6

    Die Überschriftenhierarchie auf Websites. Das h steht für „heading“ = „Überschrift“. Die h1 ist die oberste und wichtigste Ebene, die h6 die niedrigste und kleinste. Bei welcher h du welchen Text einbaust, spielt für -> Keywords eine wichtige Rolle. So sollte es die h1 idealerweise nur einmal geben und sie muss unbedingt das Keyword enthalten.

    Headline

    Englisch für „Überschrift“. Siehe dazu auch -> h1. Es gibt eine Haupt-Überschrift und innerhalb des Textes Zwischenheadlines, kurz Zwischenhead. In der Agentur brüllte mir mal ein Grafiker aus dem Nebenzimmer rüber, dass die Zwischenhead im Text noch fehle. Der Mensch kürzt halt ab, wo er kann. Zwischenheads lockern den Text auf, führen den Leser und sagen ihm beim Überfliegen, was er thematisch an welcher Stelle findet.

    Homepage

    Die Startseite einer -> Website. Und NUR die Startseite. Das ist so einer der Begriffe, die im Marketing gern verwechselt werden: Viele sagen Homepage und meinen damit die ganze Website. Ist okay, wenn man Steuerfachangestellter oder Yoga-Lehrerin ist. Aber wer im Online-Marketing unterwegs ist, sollte den Unterschied schon kennen.

    Keyword

    Keywords sind in der Print-Kommunikation egal, bei Online-Texten aber überlebenswichtig. Denn sie sorgen dafür, dass deine Website gefunden wird. Du kennst das ja, wenn du etwas bei Google suchst, zum Beispiel „Bio-Hundeseife“.

    Google bietet dir dann Suchergebnisse an. Es gibt im Web sicher mehrere hundert Websites, die Bio-Hundeseife verkaufen. Aber du wirst höchstwahrscheinlich auf einen der ersten Vorschläge klicken. Denen kaufst du dann die Hundeseife ab. Nicht aber den Suchergebnissen ( -> Metadescription) von Seite 2, denn so weit klickt keiner.

    Damit Websites also auf Seite 1 bei Google landen und mehr Kunden gewinnen, werden Keywords, „Schlüsselwörter“, in den Text eingebaut. Derjenige also, der besonders oft und geschickt „Bio-Hundeseife“ in den Text einbaut, hat gute Chancen, weit oben zu ranken.

    Soweit die Kurzfassung. Jetzt könnte ich noch Seiten über Keywords schreiben. Aber hier muss die Übersicht reichen.

    Metadescription

    Das, was User als erstes von einer Website sehen, wenn sie einen Suchbegriff bei Google eingeben. Google zeigt dir Suchergebnisse von Websites an, die zu deinem Suchbegriff passen. Das sind dann Seitenbeschreibungen, die du als Website-Betreiber vorher texten und im Backend hinterlegen kannst.

    Manchmal kannst du sehen, dass diese Seitenbeschreibungen wegen der Zeichenbegrenzung mitten im Satz aufhören. Und auch nicht unbedingt eine attraktive Zusammenfassung vom Inhalt der jeweiligen Seite bieten. Deshalb solltest du Meta Descriptions unbedingt sorgsam texten, wenn du eine neue Seite veröffentlichst – sei es vom Blog oder Startseite.

    Positionierung

    Einer der wichtigsten Begriffe überhaupt in der Werbung. Denn mit der Positionierung beginnt jeder Unternehmer, bevor er Texte, Website oder Ads veröffentlicht. Sich positionieren bedeutet, dass du definierst, was genau du anbietest, für wen, für was du stehst und für was nicht. Und davon leitest du dann Design, Text, Bildwelt und Ads ab.

    SEO

    Englisch für „Search engine optimization“, zu deutsch Suchmaschinenoptimierung. Dazu zählen alle Maßnahmen, die dazu führen, dass deine Website gut bei Google rankt. Die wichtigsten Faktoren dabei sind der Text und ->Keywords.

    Störer

    Der Störer heißt Störer, weil er stört. Im Blickfeld. In ihm steht etwas, was der Leser unbedingt sehen soll. Im Print ist das vielleicht ein leuchtend roter Kreis, in dem „Sonderangebot“ steht. Auf einer Website kann das ein Pop up mit einem Aufruf zur Newsletter-Anmeldung sein. Auf jeden Fall fällt der Blick dort hin und der Leser registriert den Text.

    Storytelling

    Eins meiner liebsten Schlagwörter aus der Werbung.  Die Idee: Menschen mit Geschichten bzw. detailliertem Erzählen kriegen. Denn jeder liest gern Geschichten, die Empathie und Emotionen transportieren.

    Ich könnte dir z. B. sagen, dass ich dieses Jahr regelmäßig Feed-Beiträge bei Instagram gepostet habe.

    Oder aber ich sage:

    In diesem Jahr habe ich 60 Posts veröffentlicht, dafür 150 Stunden bei Canva rumgebastelt, literweise Melitta Auslese getrunken und bei jedem neuen Like einen kleinen Satz in meinem Stuhl gemacht.

    Positiver und vor allem stärker in Erinnerung bleiben wird natürlich die letzte, ausführliche Version.

    Tonalität / Tone of Voice

    Wenn du Verkaufstexte schreibst, dann stimmst du nicht nur den Inhalt, sondern auch den Klang des Textes auf deine -> Zielgruppe ab, sodass die sich dann auch angesprochen fühlt. Das ist die Tonalität. Willst du beispielsweise Jugendliche erreichen, brauchst du dafür

    top Skills, denn das ist der schwierigste Job ever.

    Oder

    möchten Sie bei uns eine schwarze Kreditkarte beantragen? Ihr Anliegen wird selbstverständlich unsere ganze Aufmerksamkeit finden.

    USP

    Eines der häufigsten Begriffe aus der Werbung: „Unique selling proposition“, zu deutsch etwa „Alleinstellungsmerkmal“. Also das, was man als Unternehmer unbedingt hervorheben soll, um sich von der Konkurrenz abzuheben. Du lieferst schneller als alle anderen oder deine Produkte halten 30 Jahre, bis sie kaputt gehen? Glückwunsch, dann hast du ein USP. Mittlerweile rücken aber immer mehr Marketer von dieser Idee ab. Wie soll auch jeder Friseur und jeder Virtual Assistent in Deutschland ein USP haben? Das ist schlichtweg nicht leistbar.

    Webseite

    Eine Unterseite der -> Website, also zum Beispiel Leistungen oder Über mich. Bitte immer scharf abgrenzen von der Website und der -> Homepage.

    Website

    Darf im Marketing Glossar natürlich nicht fehlen: die Website. Mit Betonung auf S I T E . Die Website ist die Gesamtheit deiner Online-Präsenz, zusammengesetzt aus Startseite/Homepage und den anderen WebSEITEN, also Unterseiten.

    Werbetexter

    Ein junger, kreativer Mensch mit Hoodie und kaputter Jeans, der in einer Werbeagentur angestellt ist. Dort schiebt er mit Vorliebe Überstunden am Kicker und ernährt sich von Smileys Pizza, um sich Kampagnen für einen Witz von Gehalt auszudenken.

    Das waren jetzt etwas viele Klischees auf einmal. Aber auch an Klischees ist eventuell was dran;-).

    Zielgruppe

    Die Summe von Personen, für die du einen Text schreibst. Sie grenzt sich von anderen ab durch

    • das Geschlecht,
    • das Alter,
    • die Situation/Herausforderung,
    • den sozialen Stand,
    • die politische / religiöse Einstellung
    • und die Berufszugehörigkeit.

    Um eine bestimmte Zielgruppe zu erreichen, musst du ihre Wünsche und Pain Points („Schmerzpunkte“) kennen und die ->Tonalität auf sie abstimmen.

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    Lektor, Korrektor oder Texter: Wer ist zuständig für fehlerfreie Texte?

    Vor ein paar Tagen war es mal wieder soweit: „Bügel doch erstmal den Fehler da aus“, schrieb mir jemand unter einen Post auf Instagram.

    Derbst uncharmant. Ich hasse solche Leute. Haben die nichts zu tun? Allerdings hatte er inhaltlich Recht. Da klatschten auf der Folie zwei Wörter aneinander, und ich hatte das erst nach dem Hochladen und vielen Likes entdeckt. Korrigieren unmöglich. Blöd.

    Sollten Texter das nicht besser können?

     

    Dazu fällt mir immer die Postkarte aus Agenturzeiten ein, die eine Textkollegin an ihrem Mac hängen hatte: „Ich bin Kreative, keine Lektorin!“ Diese Kollegin stampfte ganze Kampagnenkonzepte an einem Tag aus dem Boden, war wortwitzig und eine Expertin im Dialogmarketing. Trotzdem butterte sie regelmäßig Fehler in ihre Texte.

    Das fand aber niemand weiter schlimm. Denn in der Agentur war klar: Kreative Skills sind etwas anderes als Rechtschreib-Skills. Bevor ein Text gedruckt bzw. veröffentlicht wird, guckt ein externes Lektorat drauf. Das wussten auch die Kunden. Keiner der Texter musste die Verantwortung für fehlerhafte Texte tragen.

    Wir Texter mussten sehr oft Gutscheine ausformulieren, und es war ein Running Gag, dass wir uns nie merken konnten, ob es Gratis Packung, Gratis-Packung oder gratis Packung heißen musste. Um ehrlich zu sein, ich weiß es immer noch nicht und müsste wieder nachschauen.

    Aber wenn ein Texter nicht für fehlerfreie Texte zu sorgen hat, was kannst du dann von ihm erwarten?

     

    Dass er weiß, wie Texte verkaufen. Dass er sich mit Verkaufspsychologie, (Dialog-) Marketing, Zielgruppen und SEO auskennt, und daraus einen Text formt, der natürlich möglichst fehlerfrei ist. Aber nicht zu 100 Prozent. Das ist nicht sein Job, sondern der eines Lektors beziehungsweise Korrektors.

    Ein Korrektor prüft Texte hinsichtlich Rechtschreibung, Grammatik, Typografie und Interpunktion. Und wenn er was findet, zeichnet er Fehler zur Korrektur an und schickt dir den Text zurück. Ein Lektor hingegen bezieht auch Stilistisches mit ein.

    Oder er liest gleich ganze Romane in Verlagen gegen. Die Begriffe Lektor und Korrektor werden gern mal miteinander verwechselt, aber gemeint ist meistens, dass jemand „da nochmal drüberschaut“.

    Und was, wenn doch mal Fehler durchflutschen?

     

    Dann ist das zunächst mal sehr menschlich. Jeder macht Fehler. Ich mache Fehler. Immer die gleichen (oder dieselben?), fürchte ich. Als Faustregel gilt:

    Je größer dein Unternehmen, desto eher wird absolute Fehlerlosigkeit erwartet. Bist du aber beispielsweise Solo-Preneur und fabrizierst einen Buchstabendreher in einem Instagram-Post – ja nun, so what.

    Außerdem: Wenn du Texte schreibst, mit denen du verkaufen willst, kommt es nicht darauf an, ob du zu Fehlern tendierst. Sondern wie du damit umgehst.

    Hier ein Satz, den ich neulich auf einer Website gesehen habe:

    In der Blog Kategorie Kundenakqise warten Tips und Tricks rund um die Kundengewinung als Freelancen auf dich.

    Vielleicht ist der Verfasser einfach nicht so gut im Schreiben, vielleicht ist er Legastheniker, vielleicht hatte er Zeitdruck. Alles gute Gründe.

    Aber:

    Wenn ich mit meinen Texten überzeugen und bei potentiellen Kunden den bestmöglichen Eindruck machen will, dann sorge ich doch irgendwie dafür, dass die Texte fehlerfrei sind. Notfalls durch Bezahlung eines Korrektors. Es gibt so viele freiberufliche Korrektoren da draußen, die das zeitnah und zu fairen Preisen erledigen.

    Wenn die Texte eines Dienstleisters nur so von Fehlern wimmeln, dann ziehe ich daraus Rückschlüsse zur Zusammenarbeit. Wie sorgfältig und gewissenhaft agiert wohl jemand, dem die eigenen Texte und deren Wirkung egal sind? Hat der denn keinen Respekt vor seinen Lesern?

    Ich finde: Mal ein Fehler ist okay. Viele sind ein Grund, zurück zur Google-Suche zu gehen.

    Was du tun kannst, um Fehler in deinen Texten zu vermeiden:

     

    Natürlich gibt es da zuerst mal das klassische Vier-Augen-Prinzip, du lässt also jemand anderen über deinen fertigen Text drüberschauen. Denn manchmal sieht man den eigenen Text bzw. Wald vor lauter Bäumen nicht mehr.

    Was du sonst noch machen kannst:

    • Die Rechtschreibüberprüfung von Word nutzen
    • Tools wie www.rechtschreibpruefung24.de hinzuziehen
    • Wenn du ganz, ganz sichergehen willst: ein professionelles Lektorat engagieren

    Selbst wenn du zu vielen Fehlern beim Schreiben neigst – du kannst mit diesen Hilfen ganz autodidaktisch dafür sorgen, dass dir nichts durchflutscht. Und deine Texte dann auch professionell wirken.

    So. Jetzt bin ich mit dem Text hier fertig. Ich lasse ihn mindestens bis morgen unveröffentlicht, und dann lese ich ihn nochmal sehr gründlich durch, bevor ich ihn hochlade. Auf dass er möglichst wenig Fehler enthalten möge ;-).

     

     

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    Werbetexterin: trotzdem mein Traumjob

    Ich bin Texterin, oder auch Werbetexterin. Ich hab nie was anderes gemacht und bleibe auch gern bis zum Rentenalter dabei. Manche denken bei diesem Schlagwort an Angestellte, die 60-Stunden-Wochen schieben, auf dem Agenturklo koksen und umso kreativer sind, je zerrissener die Jeans ist.

    Aber welches Berufsbild hat nicht mit Klischees zu kämpfen? 😉

    Wenn ich mich mit jemandem unterhalte, der sich in seinem Job unwohl fühlt und nicht weiß, wie er da rauskommen soll, bin ich im Stillen immer dankbar für meine Situation.

    Denn ich stehe morgens gern auf für meinen Job. Das war früher anders.

     

    Geschrieben habe ich schon immer gern. Ich glaube, auf diesen Satz können sich alle Texter einigen – dass sie schon immer Freude daran hatten, sich schriftlich auszudrücken.

    Wenn ich im Teenageralter Streit mit meiner besten Freundin hatte, schrieb ich ihr einen langen Brief, anstatt den Anlass persönlich mit ihr auszudiskutieren. Beim Schreiben konnte mir keiner reinfunken, und ich feilte so lange an den Texten, bis sie exakt das aussagten, was ich vermitteln wollte. Satzmelodien, Rhythmus und Sprachwitz zu kreieren, fand ich toll.

    Dementsprechend belegte ich Deutsch als Leistungskurs, schrieb an der Abi-Zeitung mit und suchte mir danach Geisteswissenschaften zum Studieren aus.

    Literatur, Geschichte und Kunstgeschichte gelten nicht gerade als Fächer, die dir später im Beruf ein tolles Gehalt bescheren – hier schwingt also schon der Idealismus mit, den man als Werbetexterin gut brauchen kann.

    Nebenbei besorgte ich mir in den Semesterferien ein schreiblastiges Praktikum nach dem anderen.

     

    Aber nie in Werbeagenturen, sondern im journalistischen Bereich. Texter werden, darüber habe ich nie nachgedacht. Deshalb schrieb ich lieber was über Hamburgs beste Pflaumenkuchen in der BILD-Zeitung (ja, ich weiß), verfasste Buchrezensionen in einem Geschichtsmagazin, schaute beim NDR und dem ZDF rein und machte ein paar Jahre bei Kiel4kiel mit, einem Onlineportal in meiner Uni-Stadt.

    Das war eine tolle Zeit: Ich hatte eine Kolumne (wer möchte nicht in einer Parallelwelt schlagfertiger Kolumnist sein?!) und ging zu Veranstaltungen wie der Verleihung des Weltwirtschaftspreises, auf der ich Helmut Schmidt und den Ikea-Gründer Ingvar Kamprad traf.

    Mal lobte ich einen Helge-Schneider-Auftritt in den Himmel, ein anderes Mal fuhr ich im Polizeiwagen auf der Kieler Woche mit und berichtete darüber. So würde ich eine prima Journalistin werden. Dachte ich.

    Im September 2008 brach Lehman Brothers zusammen, drei Monate später schloss ich die Uni ab. Mitten in der Weltfinanzkrise ging ich auf Jobsuche und bewarb mich panisch in alle Richtungen und auf alle Anzeigen, die mir vors Auge kamen.

    Und ich nahm auch sofort den ersten Job an, bei dem ich eine Zusage bekam: einer Agentur, die Dialogmarketing für Energiekonzerne machte.

    Ich sag’s mal so: Das war keine schöne Zeit.

     

    Kundenmagazine für die Stadtwerke Schüttorf zu schreiben erfüllte mich überhaupt nicht. Mailings für E.on und RWE zu erstellen auch nicht. Nichtsdestotrotz lernte ich in dieser Agentur, wie man werblich textet. Direkte Kundenansprache, Benefits rausstellen, an Emotionen appellieren, Call to Action, Textstruktur, aktiv schreiben, all das.

    Lediglich SEO war damals noch niemandem ein Begriff.

    Wie heißt es doch so schön: Jede Erfahrung ist später mal für was gut. Blöd nur, wenn man das zu dem Zeitpunkt, wo man leidet, noch nicht weiß :-D.

    Aber letztendlich haben auch die Stadtwerke Schüttorf dazu beigetragen, dass ich heute eine zufriedene Werbetexterin bin.

    Aber erstmal ging es die nächsten Jahre nach diesem Schema weiter, in verschiedenen Agenturen: viel gelernt, aber nie mit dem Herzen dabei.

    Mittlerweile nannte ich mich selbst auch Werbetexterin. Dass ich werblich schrieb und nicht mehr redaktionell, war okay. Das Texten war zwar irgendwie immer noch meins, aber ob die Broschüre für barrierefreies Wohnen nun gut gelang oder nicht, war mir nicht wichtig.

    Freitagabend war meine Laune bestens, sonntags kippte sie bereits wieder in die andere Richtung.

    Meine letzte Werbeagentur vor der Selbständigkeit war in Hamburg und so eine Art von Laden, der viele Klischees erfüllt. Schlechtes Gehalt. Viele Überstunden, unbezahlt natürlich. Wenig Urlaubstage. Hoher Druck, hohes Tempo und Chefs, die sich bei Kununu selbst positive Bewertungen schrieben, um die vielen schlechten zu übertönen.

    Ironischerweise war meine Lernkurve in dieser Agentur am höchsten. Vielleicht, weil ich mir selbst so viel Druck machte.

    Trotzdem gefiel es mir immer noch, wenn ich mich mit Bekannten unterhielt und auf die Frage “Und was machst du so” sagen konnte, ich bin Werbetexterin.

    Zwei Kinder und einen Umzug nach Lüneburg später stellte ich mir dann die Frage aller Fragen:

    Wie viel Sinn macht es, in Teilzeit in die Agentur nach Hamburg zu pendeln?

     

    Genau.

    Irgendwas musste sich also verändern. Mich als Werbetexterin selbständig zu machen, fiel mir aber gar nicht ein. Meinem Mann hingegen schon. Am Anfang zeigte ich ihm einen Vogel, denn ich traute mir das Ganze nicht so richtig zu. Er kam aber immer wieder mit dieser Idee an. “Übernimmst du die Buchhaltung?” fragte ich irgendwann. Machte er.

    Also kündigte ich und machte mich selbständig. Nicht à la Los geht’s!, sondern mehr nach dem Motto Na gut.

    Die ersten Wochen und Monate vergingen. Ich schrieb Akquise-Briefe an meine Wunschkunden, erstellte einen Account bei Instagram und bekam über meine neue Website ein paar Anfragen rein.

    Kennst du dieses Gif von dem Faultier, das so große Augen macht? Ich meine das hier:

    Zootopia GIF - Find & Share on GIPHY

    So musst du dir mich vorstellen, als mir dämmerte, dass der Schritt in die Selbständigkeit genau der Richtige war. Denn plötzlich passierte etwas, was ich vorher nicht gekannt hatte: Ich war motiviert.

    Es ist ein Riesenunterschied, ob du für dich selbst arbeitest oder fremdbestimmt für irgendwelche Chefs. Seit ich eigenverantwortlich texte und die Arbeit nach meinen Vorstellungen gestalte, hat sich das Sonntagabend-Gefühl in Luft aufgelöst.

    Ich arbeite gern. Und viel. Ich coache Kunden auch direkt, suche Keywords raus und weiß, wie man einen Satz mit einem Wort interessanter macht. Oder hättest du auf meinen Beitrag geklickt, wenn dort einfach Warum es mein Traumjob ist gestanden hätte, ohne trotzdem?

    Toll ist auch, das Feedback der Kunden direkt zu erhalten, statt wie früher als Kreation von den Kunden abgeschnitten zu sein. Zwischen Textern und Kunden standen ja immer die Kundenberater. Von den Auftraggebern waren wir abgeschirmt. Persönlich mit Menschen zu arbeiten und zu hören, was sie sich erhoffen und wie sie sich über die Texte freuen, motiviert nochmal extra.

    Das Gesamtpaket als Werbetexterin stimmt jetzt einfach. Ich arbeite im Homeoffice, nachmittags ist Familienzeit. Wenn wenig zu tun ist, mache ich spontan einen Tag frei, wenn mehr los ist, arbeite ich auch mal abends oder am Wochenende. Meine Flexibilität würde ich für nichts auf der Welt wieder eintauschen.

    Und als Corona losging, habe ich Arbeit und Homeschooling nach meinem Gusto umeinander herumgebastelt. Ich weiß gar nicht, wie ich das als Angestellte hätte schaffen sollen. Ich weiß überhaupt nicht, wie Angestellte so viele Dinge schaffen, ehrlich gesagt.

    Natürlich hat der Job auch seine negativen Seiten. Daher das Trotzdem im Titel.

    Werbetexterin verbinden viele mit einem gewissen Shabby-Chic.

    Davon kann man doch nicht leben, kannst du mir nicht mal eben was texten, geht das auch für umme, du kriegst dafür auch Reichweite, sind beliebte Sätze. Und manchmal bekomme ich auch Anfragen, denen ich die geringe Wertschätzung meiner Dienstleistung sofort anmerke. Texten kann doch schließlich jeder.

    Aber das macht nichts. Ich würde nichts mehr an meiner Jobsituation verändern wollen. Ich glaube, das kann nicht jeder behaupten.

    Gibt es eigentlich einen Unterschied zwischen Texterin und Werbetexterin? Na ja, mit Werbetexten verbinde ich eher meine Arbeit in der Agentur. Aber als selbständige Texterin mache ich ja auch Werbung für andere, von daher ist es für mich dasselbe.

    Und wie schon Werbe-Ikone Karen Heumann sagte:

    „Ich mag schon das Wort – werben. Für eine Sache werben, für jemanden werben(…). Das Schöne in einer Sache zu finden und darüber zu reden: Das ist doch eigentlich ein sehr schöner Beruf.“

    Word.

     

     

     

     

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    Website-Texter: Warum es lohnt, einen zu buchen

    Klar kannst du deine Website auch selbst schreiben. Aber Website-Texter verfügen über ein Know-how, von dem die meisten nicht mal wissen, dass es einen Unterschied macht.

     

    Treffen sich ein Texter und Herr Mustermann. Sagt Herr Mustermann: „Ich brauche eine Website, und du bist doch Texter.“

    Der Texter: „Stimmt, wie kann ich dir denn helfen?“

    Mustermann: „Also die Texte sollen knackig sein.“

    Texter: „Hm.“

    Mustermann: „Und ich will bei Google gefunden werden.“

    Texter: „Okay.“

     

    So oder ähnlich finden jeden Tag Gespräche zwischen Textern und Kunden statt, und alle haben gemein, dass der Kunde schon mal von nötiger Reichweite gehört hat und die Texte „knackig“ sein sollen.

    Kommen dir die knackigen Wünsche nach digitaler Sichtbarkeit bekannt vor?

     

    Dann lass mich dir hier erzählen, was ich als Website-Texter wirklich für dich tun kann und wieso ich mich überhaupt so schimpfen darf.

     Ich dampfe dir meinen Lebenslauf mal in 3 Bullets ein:

    • Erst hab ich textnah studiert (Literatur),
    • dann mehrere Jahre in Werbeagenturen das Handwerk gelernt,
    • und irgendwann war ich damit so durch, dass ich wusste, okay, jetzt machst du dich selbständig.

     

    Jetzt bin ich also selbständige Texterin, weiß was über Marketing, Verkaufspsychologie, Branding, SEO und Tone of Voice, und du klopfst an und brauchst eine Website.

     

    Kennenlerngespräch

    Am Anfang steht bei mir immer das kostenlose Erstgespräch. Wir telefonieren oder treffen uns am Bildschirm und beschnuppern uns ein bisschen. Du erzählst, was dir vorschwebt, und ich sage dir, wie ich dir helfen kann.

    Du kannst danach entscheiden, ob ich als Texter für deine Website die richtige bin. So wie ich umgekehrt entscheide, ob ich mit dir zusammenzuarbeite ;-). Denn die richtige Chemie und Wertschätzung sind mir wichtig, und das ist eine Straße in zwei Richtungen. In seltenen Fällen habe ich schon mal einen Auftrag abgelehnt. Meist aufgrund solcher und ähnlicher Sätze:

    „Ich denke, ein Stundensatz für die Startseite sollte mal reichen.“

    „Ich möchte bei den Texten, dass du die nach der xy-Methode schreibst. Dazu gibt es bei Youtube auch eine Anleitung, hier der Link.“

     

    Hmmm…nee.

     

    Zusätzlich zum Gespräch erhältst du meine Preisliste und die AGB. Was ein Website-Texter für Preise nimmt? Dazu gibt es am Ende des Beitrags einen Absatz.

     

    Fragebogen

    Du hast beschlossen mit mir zusammenzuarbeiten? Sehr schön, dann fangen wir an. Und zwar mit meinem digitalen Fragebogen, den du von mir erhältst und der die Grundlage für deine Website-Texte bildet.

    Natürlich weiß ich durch das Erstgespräch schon viel über dich und dein Projekt. Aber das reicht nicht aus, um daraus Texte für Start, Leistungen, Über mich und so weiter zu schreiben.

    Hier musst du also ein bisschen mitarbeiten und dir Zeit zum Ausfüllen nehmen. Die meisten meiner Kunden nehmen sich diese Zeit gern, denn es kann ganz interessant sein, sich selbst beleuchten zu müssen:

    Was treibt dich an? Wen willst du ansprechen? Warum sollte jemand bei dir kaufen? Solltest du duzen/siezen/gendern/Preise nennen? Um nur mal ein paar Fragen zu nennen.

     

    Feedback zum Fragebogen

    Solltest du bei einer Frage nicht weiter wissen, macht das nichts, dann halten wir einfach nochmal Rücksprache und ich berate dich: Welche Schwerpunkte sind dir wichtig, wo bist du dir vielleicht noch unsicher?

    Ich prüfe anhand des Fragebogens, ob ich alle Infos habe, die ich brauche, und hake eventuell nochmal nach. Meistens fordere ich an der ein oder anderen Stelle noch mehr Input von dir ein.

     

    Keyword-Recherche

    Nach dem Fragebogen weiß ich, worum es dir geht, welche Ziele du hast und von wem du gefunden werden möchtest. Also die perfekte Grundlage, um mit der Suche nach Keywords zu beginnen. Als Website-Texter muss ich mich mit Suchmaschinenoptimierung auskennen, denn eine Website ohne SEO ist wie ein Fahrstuhl, der nicht hochfährt.

    Wie das geht? Ich nehme den Fragebogen als Grundlage und gehe dann zu ubersuggest.com und kwfinder.de. Dann sind zwei Tools, mit denen man Keywords, deren Suchvolumen und den Schwierigkeitsgrad recherchieren kann.

    Bei beiden Tools habe ich Accounts, für die ich zahle. Auf eins alleine will ich mich nicht verlassen, weil die Werte manchmal schwanken und ich meinen Kunden keine unrealistischen Angaben weitergeben möchte.

    Mit den richtigen Keywords in deinen Texten steigt die Wahrscheinlichkeit, dass du bei Google auf Seite 1 rankst und mehr Kunden zu deiner Website finden. Ich selbst mache das auch nicht anders. Deshalb steht hier zum Beispiel dauernd „Website-Texter“ und nicht „Website Texterin“.

    Denn „Website-Texter“ wird jeden Monat 260 mal bei Google eingegeben.

    „Website-Texterin“ hat dagegen nur ein Suchvolumen von 10.

    Der Feminimus-Engel auf meiner rechten Schulter fängt an zu heulen, das Was-soll’s-Teufelchen auf der linken winkt ab und passt sich an.

     

    Wenn ich für jede deiner Webseiten (nicht zu verwechseln mit Website, der Gesamtheit deiner Webpräsenz) ein paar mögliche Keywords gefunden habe, schicke ich dir dazu eine Liste, aus der wir dann Haupt- und Neben-Keywords aussuchen.

    Allein entscheiden tue ich darüber nicht. Du musst dich schließlich auch wohlfühlen mit den Keywords, die sich von der Headline bis zum Call to Action durch den ganzen Text ziehen.

    Und erst, wenn wir alle Keywords festgelegt haben, geht es ans Eingemachte – ans Austexten.

     

    Austexten

    Mit dem Fragebogen und den Keywords als Basis fange ich an, deine Texte zu erstellen. Dabei achte ich darauf, weniger über dich zu schreiben und mehr darauf einzugehen, was deine Kunden wollen. Denn das sind zwei große Unterschiede.

    Tatsache ist, dass sich deine potentiellen Kunden erstmal gar nicht für dich interessieren, sondern nur für das, was du für sie tun kannst. Und das sieht man eben auch den Texten an.

    Statt „Als Website-Texter habe ich schon 10 Jahre Erfahrung“ schreibe ich also „Dank meiner Erfahrung profitierst du von Texten, die aus Interessenten Kunden machen.“

    Im zweiten Satz haben wir einen Vorteil für den Kunden, im ersten geht es nur um den Absender  – buuh.

    Nebenbei teile ich den Text in gut verdauliche Abschnitte ein, achte auf die richtige Tonalität, genügend Call to Actions (Handlungsaufforderungen), Verlinkungen, Struktur durch Zwischenüberschriften, Bullets und kleine Absätze, nicht zu lange Sätze, Fettungen, Aktiv statt Passiv, Verben statt Substantive, einheitliche Sprechperspektive,…

     

    ….bist du noch bei mir?

     

    Weil ich meist mit der Startseite beginne, ist es auch diese Seite, die ich dir zuerst zuschicke. Dazu bekommst du noch einen SEO-Leitfaden, der dir hilft, die Stellschrauben an deiner Website zu drehen, auf die ich als Texterin keinen Einfluss habe, die aber trotzdem wichtig sind.

    Denn wär doch blöd, wenn du einen feinen SEO-Text erhältst, aber alles andere aus Unwissenheit vernachlässigt und dafür im Ranking einbüßt.

    Gefällt dir mein Text? Sehr schön. Oder gibt’s noch was zu verbessern? Dann ist eine Korrekturstufe inklusive. Beim großen Paket sogar zwei. Aber dazu gleich mehr unter Website-Texter und Preise.

    Kontroll-Check

    Wenn du möchtest, werfe ich nochmal einen Blick auf die Texte, wenn du sie eingepflegt hast. Das macht besonders Sinn, was die Struktur angeht – werden Zwischenheadlines und Absätze (versehentlich) ignoriert, klatscht der Text wie ein Klumpen aneinander und niemand mag ihn lesen.

    Meta-Descriptions

    Auch die Metadescriptions kann ich dir texten. Noch nie von gehört? Ich erklär’s dir: Wenn dir bei Google Suchergebnisse vorgeschlagen werden, sind das ja immer Websites, die mit einem kleinen Textauszug dargestellt werden.

    Das sieht dann zum Beispiel so aus:

     

    Dein superduper Website-Texter

    https://www.musterwebsite.de

    Nur ein gut formulierter Text ist auch ein guter SEO-Text. Tipps für gute Webtexte müssen also am besten 20 Herausforderungen …

     

    …und der Text bricht mittendrin ab, weil der Platz nicht reicht. Sieht blöd aus und lädt nicht gerade zum Draufklicken ein.

    Deshalb ist es sinnvoll, Metadescriptions präzise zu formulieren, sodass sie nicht abgehackt werden. Außerdem sollten auch noch die Keywords darin vorkommen.

     

    Was hat ein Website-Texter für Preise?

    Einige Website-Texter arbeiten mit Cent-pro-Wort-Preisen, andere mit einer Preisliste und Paketpreisen. Ich selbst halte nichts für von Cent-pro-Wort-Preisen. Da kann nichts Gutes bei rauskommen – außer einem schlechten, weil künstlich aufgeblasenen Text und wenig Wertschätzung.

    In meiner Preisliste habe ich momentan verschiedene Pakete für Websites. Es geht los mit € 699,- zzgl. MwSt. für das kleinste Paket, das sich – genau, für überschaubare Websites eignet.

    Wenn du mehr dazu wissen möchtest, kannst du mich gern kontaktieren. Aber ich bin mir sicher, dass du jetzt schon eine Menge über die Zusammenarbeit erfahren hast;-).

     

    Einige Zeit später. Treffen sich ein Texter und Herr Mustermann.

    Sagt Herr Mustermann: „Danke für die Texte, ich bekomm schon Anfragen über meine Website!“

    Der Texter: „Da freu ich mich gleich mal mit. Denn dann habe ich meinen Job wohl ganz gut gemacht.“

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    Slogan erstellen in 8 Steps – so geht’s

    Schau dir mal diese Sätze an. Ich wette mit dir, dass du jeden sofort vervollständigen kannst:

     

    Wohnst du noch oder…

    Quadratisch, praktisch,…

    Ich bin doch nicht….

    Come in and….

     

    Wer immer hier beim Slogan Erstellen mitgewirkt hat, hat alles richtig gemacht, denn diese Sätze haben sich ins kollektive Gedächtnis der Deutschen eingebrannt und ihrer Marke ein Gesicht verpasst.

    Denn das ist es, was Slogans machen sollen: Sie vermitteln schnell und in wenigen Worten, für welches Image, welchen Vorteil oder welches Gefühl der Absender stehen will.

    Ein Slogan kann deinen Kunden helfen, dich einzuordnen, und grenzt dich von der Konkurrenz ab.

    Aber muss eigentlich jeder einen Slogan erstellen?

    Nö. Es ist nicht kriegsentscheidend für dein Business, ob du einen Slogan hast oder nicht. Mittelgroße Unternehmen haben manchmal einen, große so gut wie immer.

    Aber je „kleiner“ du bist, desto weniger wird einer erwartet. Das gilt zum Beispiel für Solo-Selbständige. Ein Slogan für mein Textbüro käme mir ein bisschen übertrieben vor ;-).

    Wenn du aber einen Slogan hast, kann er dir viele Vorteile bringen. Slogans sagen Kunden sofort, worum es bei dir geht, und sorgen für einen Wiedererkennungseffekt; mit dir werden bestimmte Werte verbunden. So fängt jede Markenbildung an.

    Als ich noch als Texterin in einer Werbeagentur angestellt war, konnte ich mal einen Slogan für die Haushaltsreiniger-Marke Frosch entwerfen. Ich kreierte ein Wortspiel aus „Bio“ und „Pionier“ und machte „der Bionier“ draus.

    Eine Zeit lang lang prangte der Begriff auf jeder Citrusreiniger-Flasche. Dann aber kehrte Frosch doch lieber zurück zu „Bio-Qualität seit 1986“. Fand ich schade, war aber wohl zu experimentell.

    Einen Werbeslogan zu erstellen kann sich aber aus noch mehr Gründen lohnen.

     

    Zum Beispiel ist es eine gute Übung, um deine Positionierung noch besser herauszukristallisieren:

     

    Wofür willst du stehen?

    Was willst du deinen Kunden sagen?

    Kriegst du das in ein paar Worten zusammengefasst?

     

    Und so kannst du dir einen Slogan in 8 Schritten erstellen:

    1. Kläre: Info-Ebene oder Gefühlsebene?

    Überlege zu Beginn, was du vermitteln möchtest: Willst du dem Adressaten eine Information mit dem Slogan liefern, oder geht es dir um Emotionen?

    Falls du jetzt „Hä?“ denkst, hier ein Beispiel dazu:

    Du hast gerade ein Hotel eröffnet, das du jetzt bekannt machen willst.

    Du könntest also einen Slogan auf der Info-Ebene erstellen:

     

    Das charmante Hotel an der Nordsee

     

    Oder aber es ist dir wichtiger, ein Image zu vermitteln. Dass es um ein Hotel geht, werden die Kunden schon von selbst begreifen.

    Also textest du:

     

    Erinnerungen, die bleiben.

     

    Vom Hotel kein Wort mehr. Bei großen Marken kannst du das besonders gut beobachten:

     

    Ich liebe es (McDonalds)

    Just do it (Nike)

     

    Das Gefühl, das ausgelöst werden soll, steht ganz im Mittelpunkt. Nirgendwo wird erwähnt, dass es um Sport oder Fast Food geht. Andererseits, das weiß sowieso jeder. Deshalb haben große Marken auch den Vorteil, dass sie sich frei austoben können.

    Ob du die Gefühls- oder die Info-Ebene wählst, bleibt dir überlassen – es gibt kein pauschales Richtig oder Falsch. Emotionen verkaufen sich oft besser (Backen ist Liebe – Sanella ist Backen).

    Aber wenn du ein erklärungsbedürftiges Produkt oder eine seltene Dienstleistung hast, bist du mit einem Slogan auf der Info-Ebene besser bedient.

      

    2. Jetzt kommt das Brainstorming.

    Hast du für dich entschieden, welche Ebene du nimmst? Super, dann beginne jetzt mit dem Brainstorming.

    Schreibe alles auf, was du mit deinen Produkten oder deiner Dienstleistung sagen möchtest und was dir in den Sinn kommt. Und zwar wirklich alles. Auch, wenn es erstmal blöd und albern klingt. Trau dich, rumzuspinnen – es sieht ja keiner außer dir.

    Du kannst Stichwörter auf Papier schreiben oder eine Liste in Word anlegen – was dir lieber ist. Ich setze immer ein Stichwort unter das nächste in Word, bis ich wirklich lange scrollen muss. Jeder hat da seine eigene Methode.

    Dann sortiere, ergänze, streiche, stelle um und verfeinere. Ein Slogan entsteht selten innerhalb einer Stunde. Gib dem Ganzen etwas Zeit.

     

    Ein Brainstorming für das Hotel an der Nordsee könnte zum Beispiel so aussehen:

     

    Ausschlafen

    Erleben, Erlebnis

    Augen schließen, Strand sehen

    Nichts tun, Erholen

    Fotos Bilderrahmen Erinnern

    Gutes, Buchen, suchen, mehr suchen, Meer suchen,..

    Wir gönnen uns, gönn dir!

    Frische Brise, Wind(ig), wind-ich

    Ich tu mir was Gutes

    Wind, Watt, Wellness Wellen ness

    Endlich geht’s mal um mich, endlich (…) ich

    Service, lecker essen

    Am Wasser stehen + tief einatmen, salzig

    Sorgen wegpusten, Meer Zeit

     

    3. Halte den Slogan kurz

    Wer einen Slogan erstellen will, macht häufig den Fehler, ganz viel darin unterbringen zu wollen. Darum geht es aber gar nicht. Ein Slogan soll nicht aufzählen und erklären, sondern zusammenfassen – und das am besten in drei bis fünf Worten.

    Es gibt auch ein paar Marken, die nur zwei Worte schaffen, z. B.:

     

    Das flenst (Flensburger Pilsener)

    Das Auto (VW)

     

    Du musst nicht mal einen vollständigen Satz nehmen. Eine Ellipse tut‘s auch:

     

    Essen gut. Alles gut. (Knorr)

     

    Als vollständiger Satz müsste dort Das Essen ist gut. Alles ist gut. stehen. Du verstehst es aber auch verkürzt. Mehr noch, die Verkürzung verdichtet die Aussage.

     

    4. Finger weg von Floskeln und Substantiven

    Die Deutsche Bank hatte mal folgenden Slogan:

     

    Leistung aus Leidenschaft

     

    Autsch. Hier sind beim Slogan Entwerfen gleich zwei Fehler passiert: Erstens sind Substantive statt Verben genommen worden und zweitens sind Leistung und Leidenschaft auch noch 1a-Floskeln ohne jeglichen Aussagewert.

    Substantive klingen unnahbar, abstrakt und förmlich.

    Beispiel:

     

    Begleitung. Inspiration. Veränderung.

    Begleiten. Inspirieren. Verändern.

     

    Die zweite Variante ist die menschlichere, wärmere.

    Und Leistung und Leidenschaft kann jeder behaupten, ohne dass irgendjemand weiß, was genau denn damit gemeint ist. Diese Begriffe wurden schon so oft benutzt, dass sie einfach nur noch nerven.

    5. Achtung bei der Wortwahl

    Willst du einen Slogan für ein Unternehmen entwerfen, das etwas Kompliziertes oder Technisches herstellt? Dann formuliere ihn so, dass es unkompliziert und untechnisch klingt.

    Denn erstens versteht nicht jeder Konsument deine Fachsprache und zweitens ist eine einfache Wortwahl verständlicher – geht schneller ins Gehirn, bleibt drin (oh, klingt wie ein Slogan!).

    Oder hast du es eher mit Wortspielen? Kannst du machen. Aber hol dir dazu lieber den Rat deines Umfelds und lass dir ehrliches Feedback geben, ob der Witz auch wirklich zündet.

    6. Prüfe den Sprachrhythmus

    Erinnerst du dich an die Begriffe Jambus, Anapäst und Trochäus aus dem Deutschunterricht? Wer hätte gedacht, dass du die jemals wieder brauchst! Aber ein guter Slogan hängt eben auch von einem harmonischen Rhythmus ab.

    Schau mal hier:

     

    Haribo macht Kinder froh, und Erwachsene ebenso.

     

    Du kannst den Spruch richtig runterleiern. Er ist vollkommen gleichmäßig und damit umso einprägsamer. Das liegt an seinem gleichmäßigen Versfuß:

    Haribo macht Kinder froh, und Erwachsene ebenso.

    —◡—◡—◡—◡—◡—◡—◡—

    DA da DA da DA da DA, DA da DA da DA da DA.

     

    Dagegen hier ein unregelmäßiger Rhythmus:

     

    Actimel aktiviert Abwehrkräfte

    DA da da da da da DA da da da.

     

    Warum zieht dieser Slogan trotzdem? Weil er mit der Alliteration arbeitet, also gleichklingenden Anfangslauten (A – a – a). Was identisch und harmonisch klingt, wird im Gehirn als korrekt gemeldet, unterbewusst bejaht und länger abgespeichert.

    7. Textbausteine zur Inspiration

    Hast du ein paar Schlagwörter aufgeschrieben, die aber leider ohne zusammenhängenden Satz in der Luft hängen? Vielleicht helfen dir dann diese Slogan-Vorlagen:

     

    Der / die / das (…) mit / für (…)

    Wenn (…), dann….

    Einfach mal…

    Weil…

    (…) trifft (…)

    Je (…), desto (…)

    Und du wirst (…)

    8. Prüf nach, ob es deinen Slogan nicht schon gibt

    Du hast einen brillanten Slogan getextet? Dann Glückwunsch! Aber bitte prüf nochmal nach, ob nicht schon jemand anders vor dir auf den gleichen Satz gekommen ist.

    Das kannst du zum einen machen, indem du bei der Datenbank www.slogan.de schaust, ob er da schon eingetragen ist.

    Und zum anderen natürlich, indem du deine Kreation einfach googlest. Ist dir jemand beim Slogan Erstellen zuvorgekommen? Dann sichere dich ab, dass er nicht womöglich rechtlich geschützt ist.

    Denn Slogans sind als zusammengesetzte Wortmarken schutzfähig. Du darfst dein Business zum Beispiel nicht einfach mit Geiz ist Geil betiteln, denn dieser Saturn-Evergreen ist auch gesichert.

    Recherchiere dazu am besten auf der Markenschutz-Seite www.tmdb.eu .

    Und zum Schluss: der schlimmste Werbeslogan aller Zeiten

    Jetzt hast du dir eine Menge über Slogans durchgelesen und darfst dich zur Belohnung zurücklehnen und lachen – über den meiner Meinung nach schlechtesten Slogan aller Zeiten:

     

    For you. Vor Ort. (Schlecker)

     

    Wer weiß, vielleicht hat auch er dazu beigetragen, dass es Schlecker schon lange nicht mehr gibt ;-).

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    Füllwörter vermeiden? Warum das gar nicht nötig ist

    Vielleicht hast du über Füllwörter auch schon gelesen, dass sie einen Text nur aufblasen und du sie besser vermeiden solltest. Hier ein paar Beispiele, warum Füllwörter deinen Text sogar besser machen.

     

    Wenn du dir Texttipps im Web anschaust, wirst du einen Hinweis finden, der immer wieder auftaucht:

    Dass du die Finger von Füllwörtern lassen sollst, weil sie deinen Text schwammig machen und ihn vollstopfen.

    Fragt man Wikipedia, sind Füllwörter Worte „mit geringem Aussagewert, die zum Verständnis des Kontextes nicht notwendig sind. Typische Beispiele sind gar, jaalso und halt.

    Füllwörter können weggelassen werden, ohne die Aussage auf der Sachebene zu verändern. (…) In der gesprochenen Sprache können sie zur Verbesserung des Sprachflusses eingesetzt werden.“

    Auch viele Texter finden, dass Füllwörter nur gesprochen okay sind und liefern dann eine Liste mit Wörtern dazu, die man aus dem Satz streichen soll.

    Das ist so einer von diesen Texttipps, die einfach immer weiter durchgereicht werden, ohne dass jemand den Sinn hinterfragt.

    Denn so pauschal kannst du Füllwörter gar nicht vermeiden.

    Und das Lustige daran: Es hält sich ohnehin niemand an die Regel. Wenn ich mir die aktuelle Kolumne auf Spiegel online durchlese, sehe ich schon, womöglich, etwa, derzeit. Wenn ich auf die Websites von Textkollegen gehe, entdecke ich endlich, einfach, fast, schließlich.

    Woran sollst du dich also nun orientieren?

    Schauen wir uns mal die Füllwörter-Beispiele aus Wikipedia an:

     

    Kommst du um 9 oder 10 Uhr? – Ich komme gar nicht.

    Kommst du um 9 oder 10 Uhr? – Ich komme nicht.

     

    Das Wörtchen gar verdeutlicht, dass der Antwortende weder um 9 noch um 10 Uhr kommt.

    Ohne gar klänge der Satz komisch und unvollständig.

     

    Nächstes Beispiel:

    Du musst das allein schaffen, ich kann ja nicht.

    Du musst das allein schaffen, ich kann nicht.

     

    Ja drückt aus: Das nicht Können ist dem anderen bereits bekannt. „Du weißt das doch, ich habe dir das schon mal gesagt.“

    Weiter:

    Verkaufen funktioniert halt so.

    Verkaufen funktioniert so.

     

    Halt stellt die Aussage in einen gemeingültigen Zusammenhang und unterstützt die Argumentation: Das ist so üblich, nicht nur ich mach das so, das ist immer so.

     

    Und was ist mit also?

     

    Füllwörter blasen den Text auf – also besser vermeiden?

    Füllwörter blasen den Text auf – besser vermeiden?

     

    Das Wort also steht hier für eine Schlussfolgerung: Füllwörter blasen auf, folglich / daraus resultierend sollte man sie besser vermeiden. Wenn du also weglässt, merkt du dem Satz an, dass da irgendwas fehlt.

    Noch ein anderes Beispiel:

     

    Ich war mal in Barcelona. 

    Ich war in Barcelona.

     

    Nur durch das Wort mal kann der Leser die Aussage zeitlich einordnen und weiß, dass der Barcelona-Trip schon länger in der Vergangenheit liegt.

    Du merkst also: Durch Füllwörter kann sich die Aussage des Satzes ändern.

    Sie ohne Prüfung einfach zu streichen, wäre Quatsch.

    Jedes muss einzeln unter die Lupe genommen werden.

    Außerdem klingen viele Texte ohne die geschmeidigen Füllwörter roboterhaft und nach Beamtendeutsch. Subjekt, Prädikat, Objekt! Wie schroff. Erst Füllwörter geben dem Text eine Melodie, machen ihn menschlich und nahbar.

    Außerdem: Was für ein Krampf wäre das, wenn du beim Formulieren die ganze Zeit darauf achten würdest, Füllwörter zu vermeiden?

    Daher mein Tipp: Schreib erstmal so, wie es sich für dich natürlich anhört. Dann lies deinen Text am Ende durch. Hast du das Gefühl, dass einige Sätze zu lang sind oder nach Geschwaller klingen?

    Dann macht es Sinn, die Füllwörter genauer zu prüfen. Denn ein Zuviel davon lässt den Absender unsicher und laberig wirken. 

    Es gibt Füllwörter, die ich auch streichen würde – ein paar Beispiele:

     

    entsprechend

    letztendlich

    vergleichsweise

    zweifelsohne

    gänzlich

     

    Im Vergleich:

     

    Sie waren zweifelsohne ein schönes Paar.

    Sie waren ein schönes Paar.

     

    Zweifelsohne sorgt hier zwar für eine harmonische Satzmelodie, aber inhaltlich trägt das Wort nicht viel bei.

    Vielleicht hilft es dir, eine Liste der Füllwörter anzulegen, die du oft benutzt, deinem Text aber eher schaden. Klingt der Satz ohne Füllwort hingegen schroff? Dann lass es drin. Letztendlich ;-).

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    Texte besser formulieren: 7 Tipps, die du sofort umsetzen kannst

    Du wolltest gar nichts schreiben, aber jetzt musst du halt? Dann los! Damit sich das Ergebnis auch gut liest, zeige ich dir 7 einfache Hacks, wie du deine Texte besser formulieren und Leser überzeugen kannst.

    Website, Blog, Social Media oder Flyer – Texte folgen unterschiedlichen Kriterien, je nach Medium. Eins aber haben sie alle gemeinsam: Wenn du unsicher beim Schreiben bist, wird es schwer sein, andere mit deinem Text zu überzeugen.

    Woran du auch gerade sitzt: Mit diesen 7 Tipps kannst du alle Texte direkt besser formulieren.

     

    1. Beantworte alle W-Fragen

    Kennst du die „W-Fragen“? Das sind diese hier:

    Was, wer, warum, wie, wo, wann

    Manchmal stecken wir so in unserem eigenen Thema drin, dass wir vergessen, auch mal einen objektiven Blick von außen auf den Text zu werfen. Dein Leser hat null Vorwissen, braucht aber erstmal Orientierung, wo er da eigentlich bei dir gelandet ist. Dazu solltest du die W-Fragen direkt in den ersten Sätzen klären. Danach kannst du dann ins Detail gehen.

    Dabei musst du nicht zwingend alle Fragen abdecken. Nehmen wir als Beispiel mal meinen Teaser-Text:

    Was: Tipps, um Texte besser zu formulieren

    Wer: von mir, Lena Block, Texterin

    Warum: Damit du deine Leser überzeugst

    Wie: Indem du den Text durchliest

    Wo: Na, hier 😉

    Wann: Wann immer du willst 😀

     

    Du siehst: Das Wo und Wann kann hier gern mal vernachlässigt werden.

     

    2. Bring Struktur rein

    Wovor fürchtet sich das lesende Auge am meisten? Vor einer langen Textwurst. Marketer haben in Studien herausgefunden, dass wir erstmal nur querlesen und einen Text oberflächlich abscannen, wenn uns etwas Geschriebenes vors Auge kommt.

    Dazu musst du dem Leser visuelle Anker bieten, an denen er sich festhalten kann. Nutze dazu

    • Absätze,
    • Aufzählungen,
    • Fettungen
    • und Zwischenunterschriften.

    Schau mal hier. Vorher:

    Kommunikationsdesign – mehr als nur hübsche Bilder. Ein Kommunikationsdesigner kreiert visuell Medien, entwirft Wort-Bild-Marken und hat einen wesentlichen Einfluss auf die Gestaltung unserer Alltagskultur. Dabei muss er für jedes Publikum den richtigen Ton treffen. Suchst du einen Kommunikationsdesigner für deinen Unternehmensauftritt? Dann kontaktier mich gern unter 01234!

     

    Und jetzt das Ganze optisch entzerrt:

     

    Kommunikationsdesign – mehr als nur hübsche Bilder

    Ein Kommunikationsdesigner

    • kreiert visuell Medien,
    • entwirft Wort-Bild-Marken
    • und hat einen wesentlichen Einfluss auf die Gestaltung unserer Alltagskultur.

    Dabei muss er für jedes Publikum den richtigen Ton treffen.

    Suchst du einen Kommunikationsdesigner für deinen Unternehmensauftritt? Dann kontaktier mich gern unter 01234!

    Textwurst adé.

    3. Formuliere aus einem Guss

    Vielleicht hast du dir angewöhnt, erstmal stichpunktartig Satzfetzen aufzuschreiben, statt gleich einen geschmeidigen Text zu erstellen. Oder du kopierst einzelne Sätze aus dem Web, um deine eigenen Texte besser zu formulieren.

    Kannst du auch alles machen – aber aus diesen Fragmenten musst du jetzt einen einheitlichen Text formen, dem man das Zusammengeflicke nicht mehr ansieht. Sonst wirken die einzelnen Absätze abgehackt und haben keinen Textfluss.

    Wenn ein Satz ganz locker und flockig in den nächsten führt, liegt das vielleicht an Verbindungswörtern.

    Hier ein Beispiel ohne Verbindungswörter:

    2017 habe ich mich selbständig gemacht. Natürlich musste ich erstmal bei Null anfangen. Monat für Monat habe ich mehr Reichweite gewonnen. Ich habe kontinuierlich Content gepostet. Ich hatte einfach Spaß an der Sache. Jetzt sieht’s bei mir ziemlich gut aus, trotz der Unsicherheit zu Beginn.

     

    Jeder Satz eine einsame Insel. Und jetzt das Ganze nochmal mit Flow:

    2017 habe ich mich selbständig gemacht. Obwohl ich natürlich erstmal bei Null anfangen musste. Aber Monat für Monat habe ich mehr Reichweite gewonnen. Weil ich kontinuierlich Content gepostet habe. Und weil ich einfach Spaß an der Sache hatte. Deshalb sieht’s jetzt bei mir ziemlich gut aus, trotz der Unsicherheit zu Beginn.

     

    Typische Wörter, die die Sätze aneinanderkitten, sind:

     

    Und

    Außerdem

    Erst,…dann…

    Weil

    Oder

    Auch

    Denn

    Deshalb

    Trotzdem

    4. Schreibe kurz

    Diesen Tipp zu geben fällt mir schwer, denn ich halte mich selbst oft genug nicht dran: Lass die Finger von Bandwurmsätzen. Und auch von Beiträgen bis nach Timbuktu, wenn es nur wenig zu sagen gibt.

    Zu den Sätzen:

    Ich mag ja lange Sätze. Die meisten Leser aber leider nicht :-D. Gelesenes prägt sich besser ein, wenn Sätze nicht über mehrere Zeilen gehen. Sonst wird’s anstrengend. Die gute Nachricht: Kürzen geht immer. Um meine Texte besser zu formulieren, mache ich im Zweifelsfall aus einem Satz zwei oder drei:

    Im Gegensatz zu den meisten Lesern mag ich lange Sätze, obwohl sich Gelesenes besser einprägt, wenn Sätze nicht über mehrere Zeilen gehen.

     

    …Uff. Wie es auch anders geht, siehst du im vorigen Absatz.

     

    Zur Länge von Texten insgesamt:

    Sag, was du sagen möchtest, und dann ist gut. An diese Regel musst du dich halten, wenn du auf Social Media oder einen Flyer textest. Klar, denn der Platz ist begrenzt. Daran solltest du aber ebenso denken, wenn du einen Beitrag auf der Website schreibst.

    Moment, aber wegen der Suchmaschinenoptimierung,…wirfst du jetzt vielleicht ein. Nein, auch dann nicht! Oft liest man ja, dass die Texte lang und voller Keywords sein sollten, damit sie besser ranken. Das ist aber Asbach Uralt.

    User werden ja von Google zu deiner Website oder deinem Blog geleitet in der Hoffnung, dort die Antwort zu finden, nach der sie suchen. Sie lesen die Infos, die sie brauchen. Hören aber auf zu lesen, wenn sie merken, dass du schwallerst. Und springen ab. Google merkt sich das und stuft deinen Content daraufhin als nicht so relevant ein – das wiederum schadet deinem Ranking.

    Zieh deshalb den Text nicht unnötig in die Länge, sondern beende ihn, wenn du das Gefühl hast, dass alles gesagt ist.

     

    5. Mach mal locker

    Texte dürfen alles, nur nicht langweilen. Damit dir das nicht passiert, hier ein paar Ideen, die den Text ein bisschen aufmischen:

    Provozier ruhig mal oder schreib was, womit keiner rechnet:

    Bloggen ist doch für die Tonne.

    Du kannst es ja im nächsten Satz wieder aufweichen ;-):

    …wenn niemand deinen Content liest.

     

    Kreiere lebendige Geschichten!

    Also nicht:

    Ich blogge regelmäßig.

    Sondern:

    In diesem Jahr habe ich 12 Beiträge veröffentlicht, dafür 200 Stunden an meinem Rechner rumgefreggelt, literweise Kaffee getrunken und bei jedem positiven Feedback einen kleinen Satz in meinem Stuhl gemacht.

     

    Streue zwischendurch (rhetorische) Fragen ein:

    Wie oft ist dir das schon passiert?

    Bist du eher Team Facebook oder Team Instagram?

     

    Weg mit dem Passiv. Es macht Texte dröge.

    Also nicht:

    Hier werden Tipps gegeben, um Texte besser zu formulieren

    sondern

    Ich gebe dir Tipps, um Texte besser zu formulieren

     

    6. Sag es umgangssprachlich

    Lesen sich deine Texte manchmal gestelzt, aber du kannst gar nicht so richtig sagen, warum?

    Unnatürliche Texte passieren meist dann, wenn du dir eigentlich besondere Mühe geben willst und es dir wichtig ist, dass das, was du sagen willst, gut ankommt. Indem du es also genau richtig machen willst, machst du es falsch.

    Du kannst deinen Text immer mit der Frage überprüfen:

    Würde ich auch im direkten Gespräch so reden?

    Nein? Dann solltest du dir die Sätze nochmal vornehmen.

    Du musst Wörter nicht korrekt ausschreiben, wenn du nicht auch so sprichst:

    Nicht

    Jetzt kommt erst einmal das Briefing

    sondern

    Jetzt kommt erst mal das Briefing

     

    Achte außerdem auf eine natürliche Satzstellung.

    Also nicht

    Gern schicke ich dir ein Angebot

    Sondern

    Ich schick dir dazu gern ein Angebot

    Lustig übrigens: Manchmal sagen Kunden im Briefing zu mir, dass sie sich im „gehobenen Segment“ sehen und sich das auch in der Tonalität/ der Voice of Tone widerspiegeln soll. Also auch „gehobener Text“.

    Das geht aber oft nach hinten los. Auch als High-End-Unternehmen kannst du so klingen, dass es sich nicht näselnd anhört. Denn das schreckt potentielle Kunden eher ab, sie werden nicht warm mit dir.

    7. Und zum Schluss: Liegen lassen

    So! Du hast deinen Text fertig geschrieben? Dann ist das Beste, was du jetzt tun kannst, ihn noch nicht rauszuschicken/zu veröffentlichen, sondern liegenzulassen. Schließ Word und widme dich einer anderen Sache. Mindestens 5 Minuten, vielleicht auch einen Tag, wenn du kannst.

    Dann lies ihn dir erneut durch.

    Durch den Abstand und den frischen Blick wirst du

    • Unstimmigkeiten entdecken,
    • Flüchtigkeitsfehler sofort sehen,
    • merken, dass noch etwas fehlt
    • und den gesamten Text nochmal neu bewerten.

     

    Und dadurch kannst du deine Texte IMMER besser formulieren.

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    Marketing-Glossar & Textbegriffe: von Zwischenköpfen und anderen Kuriositäten

    Beispiele für Floskeln: Wie du sie beim Texten vermeidest

    Niemand schreibt absichtlich in Floskeln. Trotzdem passieren sie und machen den Text schwach. Nicht schlimm! Ich zeige dir hier ein paar Beispiele für Floskeln, wie du sie erkennst und was du stattdessen schreiben kannst.

    Erstmal zur Definition einer Floskel:

    Eine Floskel ist eine abgedroschene Formulierung, die jeder kennt, die schon tausend Mal benutzt wurde und die deshalb beim Leser nichts mehr auslöst. Beim Sprechen mit anderen ist das nicht so schlimm. Aber wenn du zu viele Floskeln in deine schriftliche Kundenkommunikation einbaust, langweilst du deine Zielgruppe und vergraulst sie im schlimmsten Fall.

    Beispiele für solche Floskeln sind:

    Service wird bei uns groß geschrieben

    Willkommen auf unserer Website

    Wir sind stets für Sie da

    …und so weiter.

    Es gibt sogar einzelne Wörter, die auch schon nichtssagende Floskeln geworden sind. Das hier sind die häufigsten:

    Flexibilität

    Innovation

    Kompetenz

    Leistung

    Leidenschaft

    Professionalität

    Qualität

    Service

    Tradition

    Jedes dieser Wörter klingt erstmal großartig und vielversprechend, aber auf den zweiten Blick steckt nichts dahinter. Was für ein Bild erzeugt Leistung vor deinem inneren Auge? Was siehst du, wenn du Professionalität liest?

    Nichts.

    Ich persönlich finde übrigens Leidenschaft furchtbar abgedroschen. Wenn mir jemand erzählt, dass er etwas aus ganz doller Leidenschaft macht, nehme ich die Beine in die Hand :-D.

    Trotzdem wirst du diesen Wörtern immer wieder begegnen, vor allem bei Slogans. Wie austauschbar sie sind, kannst du testen, wenn du immer zwei dieser Begriffe mit den Wörtern und, durch und aus kombinierst. Beispiele dieser Floskeln:

    Qualität durch Kompetenz

    Service aus Leidenschaft

    Innovation und Tradition

     

    …schnarch.

     

    Übrigens, Fun Fact:

    Einige User verstehen solch leere Phrasen auch gar nicht. Innovativ zum Beispiel wird oft benutzt. Aber die Keyword-Recherche hat mir gezeigt, dass viele Menschen überhaupt nicht wissen, was damit gemeint ist:

    Was heißt innovativ? -> wird 430 x im Monat bei Google eingegeben

    Innovativ Bedeutung -> 1200 x

    Was bedeutet innovativ -> 790 x

    Es gibt unzählige Websites, die in jedem vierten Satz nichtssagende Floskeln benutzen.

    Bestimmte Formulierungen hat man halt gelernt und verinnerlicht, und außerdem schreiben alle anderen das doch auch.

    Der User aber, aus dem ja im besten Fall ein zahlender Kunden werden soll, ist schnell gelangweilt und zieht weiter, um auf anderen Websites sein Glück zu finden.

    Aber irgendwas muss ich da doch hinschreiben, denkst du jetzt vielleicht. Wenn ich vermitteln will, dass mein Produkt eine hohe Qualität hat, dann schreibe ich auch Qualität!

    Bitte merke dir:

    Floskeln sind Überbegriffe, sie fassen etwas zusammen. Was du stattdessen tun musst, ist zeigen und erklären.

    Formulieren ohne Floskeln geht so:

    Innovative Lösungen

    kann jeder behaupten. Wenn du aber schreibst

    Unsere Handwerker sind innerhalb einer Stunde bei ihnen und geben direkt eine Fehlerdiagnose

    … dann weiß der Leser sofort, was mit diesen innovativen Lösungen gemeint ist, ohne dass du innovative Lösungen sagen musst.

     

    Wenn du schreibst

    Ihr starker Partner vor Ort

    hat keiner eine Ahnung, was denn da so stark ist.

    Aber wenn du sagst:

    Mehrstündige Beratung durch unsere Vermögensexperten

    …weiß der Leser, was genau ihn erwartet.

     

    Also: Werde konkret! Nicht labern, sondern informieren.

    Schreib statt

    Willkommen auf unserer Website

    lieber

    Endlich durchschlafen mit Schlafcoach Anna Mustermann.

    Brauchst du noch ein paar Beispiele für Floskeln oder war dir das innovativ und leidenschaftlich genug? 😉

    Eins noch: Verwechsle nichtssagende Floskeln nicht mit Füllwörtern.

    Ein Füllwort ist ein einzelnes Wort, das einfach wenig aussagt, wie gar, ja, also und halt. Meist kannst du es einfach löschen, ohne dass sich die Aussage des restlichen Satzes dadurch verändert.

    Eine Floskel aber ist ja meist der ganze Satz. Du kannst sie also nicht einfach ersatzlos streichen, sondern musst sie durch eine konkretere Aussage ersetzen.

    Und auch, wenn wir von Einzelwörtern wie Qualität oder Leistung reden, musst du sie durch etwas ersetzen.

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    Texte für Unternehmen: Warum du die nicht irgendeinem Mitarbeiter überlassen solltest

    Bist du grad am Überlegen, die Texte für dein Unternehmen einem professionellen Texter in die Hand zu drücken? Eine weise Entscheidung – denn es kann viel schief gehen, wenn die Kundenkommunikation dem Zufall überlassen wird.

    Aber fangen wir von vorne an.

    Vor ein paar Monaten bekam ich einen Anruf von einer Firma, die Verpackungen und Schachteln herstellt. Das Unternehmen wollte von mir ein paar Texte für Grußkarten, in der der Geschäftsführer Dankesworte an die Kunden richtet.

    Bevor ich anfange zu texten, mache ich mir immer erst ein Gesamtbild vom Kunden. Ich kann dem Geschäftsführer keine Worte in den Mund legen, wenn ich das Unternehmen nicht kenne.

    Deshalb ist ein Klick auf die Website auch selbstverständlich, denn sie ist das digitale Aushängeschild eines jeden Unternehmens.

    In diesem Fall sah ich Folgendes:

    “Willkommen auf unserer Homepage” auf der Startseite

    “Contact us” im Call-to-Action-Button

    Ein “Du” unter dem sonst durchgängigen Gesieze

    Ein paar Schenkelklopfer auf der Über-uns-Seite, aber ein bierernster Text bei “Leistungen”

    Ich hab also die Grußkarte getextet, hätte aber am liebsten einmal die ganze Website saniert. Denn mit diesen uneinheitlichen, verwirrenden Texten tat sich das Unternehmen keinen Gefallen (hab mich aber nicht getraut, das anzumerken). Kuddelmuddel, wie wir Norddeutschen sagen würden.

    Diese Website ist kein Einzelfall. Die Online-Präsenzen von unzähligen Unternehmen sehen so aus. Nur merken das viele nicht oder stören sich nicht daran, weil der Laden trotzdem läuft.

    Natürlich kann ein Unternehmen erfolgreich sein und die Kommunikation darüber vernachlässigen. Vielleicht ist es lokal gut verankert, stellt etwas her, was andere so nicht anbieten (Alleinstellungsmerkmal) oder hat langjährige treue Kunden.

    Trotzdem sollten Unternehmen immer einen Blick auf das Erscheinungsbild und die Kommunikation haben.

    Genauer: Sie sollten sich als Marke betrachten. Marke bedeutet: Festlegen, wofür man steht. Festlegen auf bestimmte Werte, auf ein Image, ein bestimmtes visuelles Erscheinungsbild und, ja, auf eine bestimmte Art der Kommunikation und der Schreibweise.

    Die Texte für ein Unternehmen sollten immer aus einem Guss sein.

    Denn das schafft Wiedererkennbarkeit, Orientierung und Vertrauen bei den Kunden und gleichzeitig das Abheben von der Konkurrenz.

    Marketer nennen das auch oft Corporate Text oder Corporate Language – also das Festlegen von Stil, Wortwahl, Tonalität, Schreibkultur, Ansprache. Auf diese Weise kannst du deine Inhalte passgenau an deine Zielgruppe transportieren und dich unverwechselbar machen.

    Ist dein Text nicht einheitlich, kann es passieren, dass du dich auf deiner Startseite mit einem zackigen Slogan präsentierst, aber gleichzeitig Mailings in steifstem Beamtendeutsch versendest. Deine Kunden merken diesen Bruch im Text  – bewusst oder unbewusst – und sind irritiert:

    Warum sprechen die in zwei verschiedenen Sprachen?

    Die Texte für das Unternehmen sind nicht aus einem Guss, Wiedererkennungswert und Glaubwürdigkeit leiden.

    Nun ist Text aber etwas, von dem viele Geschäftsführer immer noch denken, dass das doch irgendjemand aus der Firma machen kann, der sich ganz okay auszudrücken weiß.

    Daher ist es auch ein Running Gag unter Textern, wenn jemand sagt: „Ach, den Flyer kann doch der Malte aus dem Vertrieb texten, der schreibt immer so nette Emails.“

    Und Malte macht das dann auch. Weiß aber nichts von einheitlicher Schreibweise, Verkaufspsychologie oder gezielter Kundenansprache, denn er ist kein Texter. Die alten Stammkunden verprellt er damit nicht. Aber es werden eben auch keine neuen dazu gewonnen.

    Ich sage immer:

    Professionelle Texte sind nicht nur was für große Unternehmen.

    Auch kleine und mittelständische Unternehmen sollten in eine gute Kommunikation investieren. Viele wissen bereits um die Notwendigkeit eines ordentlichen Corporate Designs, aber der Text bleibt sehr oft ein Malte-Ding.

    Deshalb: Lass Malte den Vertrieb machen und gib die Texte für dein Unternehmen jemandem, der es als Marke betrachtet ;-). 

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