Webseitenerstellung mit Sarah und Lena: Deine Freelancer für Text und Design

Webseitenerstellung mit Sarah und Lena: Deine Freelancer für Text und Design

Bist du selbständig oder Unternehmer und brauchst eine neue Website? Überlass die Webseitenerstellung am besten einem Freelance-Team, dessen Design-Part in Frankfurt und Text-Teil in Lüneburg sitzt.

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Welche Dienstleister oder Freelancer brauchst du eigentlich, um eine komplette neue Webseite erstellen zu lassen? Das hängt davon ab, was du dir selbst zutraust und was du lieber auslagern möchtest.

Manche Unternehmer wollen ihre neue Website selbst texten, kennen sich aber nicht mit der Technik aus. Andere übernehmen die Webseitenerstellung und lassen dafür lieber einen SEO-Texter an die einzelnen Seiten.

Wenn du aber schon weißt, dass du alles an Dienstleister auslagern willst, lohnt es sich, ein Freelancer-Team an Text, Design und Erstellung ranzulassen. Und am besten natürlich eins, das sich schon lange kennt und quasi blind ergänzt!

Ich bin Lena Block, freiberufliche Texterin für Websites aus Lüneburg. Und ich arbeite als Team zusammen mit Sarah Heinemann, Dipl. Designerin und Webdesign-Expertin aus Frankfurt.

Falls du jetzt denkst, hä, müssten die sich nicht ein Büro teilen – nein, müssen wir nicht. Website-Texte und Webseitenerstellung sind heutzutage nichts mehr, was man von Angesicht zu Angesicht bewerkstelligen muss. Ich bin Sarah erst zweimal persönlich begegnet, aber wahrscheinlich schon zweihundertmal bei Zoom. Dort treffen wir uns auch gern zusammen mit dir, um deine neue Website zu besprechen.

Und dann werden wir für ein paar Wochen ein Dreier-Team und führen dich durch den ganzen Prozess der Webseitenerstellung:

Zuerst sprechen wir über dein Angebot, deine Werte und deine Zielgruppe.

Was zeichnet dich aus, wen willst du erreichen, was ist dir wichtig?

Dich von Grund auf kennenzulernen ist für uns Voraussetzung, um eine Website genau nach deinen Wünschen erstellen zu können.

Sarah überträgt deine Vorstellungen dann in Farben, Schriftarten und Bildwelten und kreiert dir ein Corporate Design, das dich und deine Marke 1:1 widerspiegelt. Dieses Design kann dann auf deine gesamte Geschäftsausstattung übertragen werden – und natürlich auch als Webdesign auf deine Onlinepräsenz. Sarah kümmert sich sowohl um das Corporate Design als auch um das Webdesign.

Ich mach quasi das Gleiche, nur eben auf Textebene. Ich berate dich zum Website-Aufbau, der Menüstruktur, welche Inhalte wo Sinn machen und wie du dich von deiner besten Seite präsentierst.

Außerdem optimiere ich deine Texte auch für Google, damit deine neue Website auch gefunden wird.

Und so fügt sich Schritt für Schritt ein Internetauftritt zusammen, der genau zu dir passt. Sarah bekommt die fertigen Texte von mir und baut daraus und aus deinem neuen Corporate Design die komplette Website.

Du bist natürlich während des Projekts in die Abstimmung involviert und kannst dich von uns beraten lassen, brauchst dir aber zu Technikkram, SEO, Links einrichten oder was immer dir schlaflose Nächte bereitet, keinen Kopf zu machen. Wir führen dich da durch!

Oder wie Sarah es so treffend auf Ihrer Website sagt:

Von der Beratung über die Konzeption bis zur Realisation.

So wie eine Werbeagentur, nur in netter und persönlicher. Und du kannst dich währenddessen auf dein Business konzentrieren.

Wenn du auch noch die Unterstützung von anderen Dienstleistern brauchst, – z. B. Fotografen für Website-Fotos – frag uns einfach. Wir greifen dann auf unser Netzwerk zurück und verkuppeln dich mit jemandem, der sein Handwerk draufhat. Sarah sagt dir vorher gern, worauf du beim Shooting achten musst.

Was kostet eine neue Website bei uns?

Sarah und ich machen keine gemeinsamen Preise. Wir kalkulieren jede individuell und besprechen das mit dir separat. Und wenn du merkst, dass du außer der Webseitenerstellung noch mehr Text und Design brauchst, sind wir auch hier für dich da:

Sarah gestaltet deinen Social-Media-Feed genauso wie deinen Flyer, und ich kreiere dir auch gern einen Slogan oder schreibe für dich Blogs, um deine Reichweite im Web zu vergrößern.

Hast du dich beim Lesen gefragt, wie wir überhaupt zusammengefunden haben?

Das war 2019. Sarah hat mich damals bei Instagram entdeckt und mich spontan angerufen, als sie eine Texterin für einen Kunden von ihr suchte. Weil wir gleich einen Draht zueinander hatten, erstellten wir die neue Webseite für die Frankfurter Kanzlei also gemeinsam.

Davon abgesehen merkte ich schnell, dass es mir guttat, mich mit jemandem aus der Branche auszutauschen. Zu dem Zeitpunkt war ich erst seit zwei Jahren selbständig und tüftelte in meinem Homeoffice so vor mich hin. Aber mir fehlte das Reden und das Feedback von und mit anderen Dienstleistern aus dem Medienbereich. Ohne Input von außen versumpft man schnell in seiner eigenen Bubble.

Sarah hat mir neue Impulse und Ratschläge gegeben und auch gleich meine eigene Website relauncht, denn die war hoffnungslos veraltet. Außerdem treffen wir uns regelmäßig online, um uns auf dem Laufenden zu halten und zu quatschen. Auch über Privates, denn als selbständige Kreative mit Familie und Kindern im gleichen Alter geht einem der Gesprächsstoff nicht so schnell aus.

Möchtest du mit uns zusammenarbeiten?

Wenn du dir noch nicht sicher bist, von dem du deine neue Webseite erstellen lassen willst, vereinbare gern ein unverbindliches und kostenloses Erstgespräch mit uns. Dort kannst du schauen, ob wir gut zusammenpassen und du dich mit deinen Vorstellungen in unserem Angebot wiederfinden kannst. Kontaktier uns dazu einfach und wir machen einen Termin bei Zoom aus.

Wir sind da für alle Solo-Selbständigen und Unternehmer aus dem DACH-Raum, die eine komplett neue Website, einen Relaunch oder andere Werbemittel brauchen.

Wir freuen uns auf dich!

Willst du sehen, was wir bisher zusammen gestemmt haben? Dann schau dir mal hier die Website von Agile Coach Melanie Stenger an.

Oder du schaust direkt bei Sarah vorbei.

 

 

Kreativ texten – wann ist das überhaupt nötig?

Kreativ texten – wann ist das überhaupt nötig?

„Aah, dann musst du ja auf Knopfdruck kreativ texten!“, ist eine der häufigsten Reaktionen, wenn ich jemandem erzähle, dass ich Texterin bin. Dabei hat das mit meiner Arbeitsrealität wenig zu tun. Ich erzähle dir, wann es sich lohnt, kreativ zu texten – und wann du‘s besser lässt

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Vor einiger Zeit kontaktierte mich ein Webdesigner bei Instagram, um mich für ein Website-Projekt mit ins Boot zu holen. Ein Pflegedienst hatte bei ihm einen Online-Auftritt in Auftrag gegeben, und weil er meinem Content bei Insta folgte, fragte er, ob ich Lust und Zeit dazu hätte. Hatte ich!

Also wurden wir für ein paar Wochen ein Dreiergespann, das zusammenarbeitete – er, ich und der Chef des Pflegeteams. Dabei stellte sich (zumindest für mich) bald heraus, dass es sich bei dem Pflegedienst um einen eher konservativen Kunden handelte.

Zielgruppe waren die Angehörigen von Pflegebedürftigen. Denen sollte auf der Website vermittelt werden, dass sich der Pflegedienst schnell und unbürokratisch um neue Pflegefälle kümmert. Funktionalität und Vertrauen standen ganz oben auf der Wunschliste.

Aber je länger ich mich mit dem Webdesigner abstimmte, desto deutlicher wurde, dass wir unterschiedliche Vorstellungen von den Texten hatten. Er bat mich öfters um Korrekturen, bevor ich sie final an den Kunden schickte. Hier noch ein bisschen knackiger. Dort weniger Floskeln. Und dieser Call to Action – zu gewöhnlich, das geht auch spannender.

Irgendwann dämmerte mir, dass er auf Instagram wahrscheinlich vielen Textern (einschließlich mir) folgte, die dort erzählten, wie man sich mit Texten abheben und gut verkaufen kann. Wie man originell schreibt. Kreativ textet. Die Leute aufweckt und für ein Schmunzeln sorgt.

Und solche Texte wollte er jetzt auch gern für den Pflegedienst haben. Aus meiner Sicht war das aber überambitioniert.

Denn manchmal dürfen Texte schlicht Informationen vermitteln, statt durch Wortgewandtheit aufzufallen.

 

Und in diesem Fall waren kreative Texte einfach nicht nötig.

Texten ist nicht immer gleich Texten. Wie in allen Berufen muss ich mich in verschiedenen Bereichen auskennen, die gar nicht so viel miteinander zu tun haben:

  • Ich brauche Marketingkenntnisse, z. B. wie bekommt man online mehr Reichweite? Wie funktioniert ein Funnel? Lieber Print oder Social Media?
  • Ich muss wissen, wie ein Text aufgebaut ist, also z. B. was unterscheidet einen Flyer-Text von einem Web-Text? Aus welchen Elementen besteht eine Startseite? Wann brauch ich einen Call to Action, einen Teaser oder Bullet Points?
  • Für Online-Texte brauche ich Kenntnisse in Suchmaschinenoptimierung: Wie bringt man Seiten bei Google nach vorn? Wo recherchiere ich Keywords? Wie geht technisches SEO?
  • Ich muss mich mit Verkaufspsychologie auskennen: Was muss man schreiben, um einen Kunden zum Kaufen zu animieren?
  • Ich brauche ein Gespür für Stil und Stilmittel: Habe ich genügend Synonyme im Text, sind die Sätze nicht zu lang, ist der Grundton positiv, habe ich Hilfsverben und Nominalstil vermieden? Liest sich der Text leicht und flüssig?
  • Ich sollte möglichst rechtschreibsicher sein und nich so fiele Feler in die Tekste buttern, lol
  • Schnittmengen gibt es außerdem mit den Bereichen Launchen, Ads schalten, PR und noch viele weitere.

Das sind alles wichtige Skills, die aber nichts mit Kreativität zu tun haben.

Aber gehört kreativ texten nicht auch zum Berufsbild? Ja, schon – aber eher in Werbeagenturen.

Und dort habe ich gearbeitet, bevor ich mich selbständig gemacht habe.

Werbeagenturen betreuen je nach Umfang KMU oder die ganz großen Marken. Ich war in einer Agentur, die damals für Kunden wie Bauhaus, Optiker Bode, Stepstone zuständig war. Und die brauchten nicht nur Texte, sondern ganze Kampagnen.

Also fetzige Dach-Ideen, die man dann auf sämtliche Werbemittel runterbrechen kann. Dazu gehörten auch TV- und Radiospots und Anzeigen. Und DAS waren die wirklichen Tummelplätze für kreatives Texten.

Wenn mich zu dem Zeitpunkt jemand gefragt hat, ob das ständige sich was Ausdenken denn nicht stressig sei – ja, war es teils. Einerseits gab es da natürlich einen gewissen Druck, andererseits hatte ich auch Spaß daran, mir Stories aus dem Ärmel zu schütteln. Und es gibt ja auch Kreativitätstechniken, die man trainieren und durch die man auf Ideen stoßen kann. Ich konnte dort mit Sätzen spielen, Textregeln brechen, Wortwitze kreieren und einfach mal rumspinnen.

Rückblickend war es also durchaus eine Umstellung für mich, als ich mich selbständig gemacht habe. Die Kunden, die ich nun hatte, brauchten natürlich keine TV-Spots oder Riesenplakate, sondern wollten einfach ne Website. Und die benötigten keine kreativen Texte.

Stattdessen ging es darum, bei Google gefunden zu werden und dann dem Website-Besucher möglichst fix eine Lösung für sein Problem zu servieren. Wortspiele und Spinnereien Fehlanzeige. Also verabschiedete ich mich von meiner alten Art zu texten und stellte mich auf die Bedürfnisse meiner eigenen Kunden ein.

Texte ich heute überhaupt noch kreativ? Klar, und zwar bei 3 Gelegenheiten:

 

1. Wenn es zum Kunden passt

Es gibt Kunden, bei denen sich kreative Texte anbieten, und Kunden, bei denen ich‘s lasse. Der Pflegedienst ist aus meiner Sicht ganz klar besser bedient ohne Extravaganzen. Ein Call to Action darf einfach „Erstgespräch buchen“ heißen und eine Über-uns-Seite darf die Headline „Lernen Sie unser Team kennen“ haben.

Aber wenn der Kunde kein, ich sag mal, „ernstes“ Business hat und vielleicht sogar selbst nach augenzwinkernden Texten fragt, kann man da natürlich kreativ rangehen.

 

2. Bei Slogans

In drei bis fünf Worten sagen, was ein Unternehmen ausmacht – das geht. Wortgewandtheit und Kreativität liegen folglich in der Natur eines Slogans. Kreativität bedeutet hier aber nicht automatisch Witzischkeit. Beispiel Ebay: „Drei, zwei, eins – meins“ ist wortgewandt, aber kein Schenkelklopfer.

 

3. Auf Instagram

Auf Instagram werde ich oft für mich selbst und meine Kunden kreativ. Denn dort sind wir eine von vielen. Ich werbe bei IG für mich als Texterin, aber gleich nebenan gibt es noch fünfhundert andere Accounts von Textern, die das genauso machen. Wie kann ich dort also aus der Masse herausstechen?

Indem ich mir was einfallen lasse. Und potentielle Kunden, die bei Insta nach Textern suchen, wissen Kreativität zu schätzen. Das zeigt mir das unmittelbare Feedback, das ich auf meinen Content bekomme. Bei Instagram kann ich mir das Rumblödeln und Ausprobieren bewahren, das ich in der Werbeagentur gelernt habe.

Ich kann mir ausdenken, wie ein paar Satzzeichen in der Klapsmühle sitzen und sich unterhalten:

Setting:

Ein leerer weißer Raum, Gitter vor den Fenstern, auf quietschenden Stühlen hocken der Punkt, der Doppelpunkt, das Fragezeichen und das Ausrufezeichen. Schritte nähern sich vom Flur, ein Mann im Arztkittel und mit Klemmbrett unterm Arm öffnet die Tür.

Therapeut: Moin, liebe Satzzeichen, wie geht’s uns denn heut?

Der Punkt: Beschissen. Dieser Fraß hier, ich kann das nicht essen. Und das Fragezeichen und das Ausrufzeichen nerven mich zu Tode.

Das Fragezeichen: Hm? Wer? Ich jetzt? Wieso? (…)

 

Oder ich mache mich über bestimmte Schreibstile lustig:

Der Atemlose

Schreibt kurze Sätze. Sehr kurze. Huh, er ist cool. So klingt er immer wie Bruce Willis. Oder Bond. James Bond. Die Kürze. Die Würze. Echt jetzt. Gänsehaut.(…)

 

Du siehst also:

Kreativ zu texten ist ne feine Sache und kann dir Aufmerksamkeit und neue Kunden bescheren. Aber sie muss auch passen.

Wenn du Lust auf mehr Textspielereien hast, schau gern mal auf meinem Instagram-Account vorbei!

 

Kreativ texten – wann ist das überhaupt nötig?

Tonalität im Text: Beispiele für die perfekte Ansprache

Solltest du deine Kunden mit „Moin“ oder „Sehr geehrte Damen und Herren“ ansprechen? Hier ein paar Beispiele, wie du mit der richtigen Tonalität dein Business steuerst

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Was bedeutet Tonalität?

„Tonalität“ ist die Art und Weise, wie du etwas textest. Also nicht die Bedeutung oder der Inhalt von dem, was du schreibst, sondern wie du es schreibst. Wenn es im Marketing um Tonalität geht, sprechen viele auch von Tone of Voice, Brand Voice, Tonality oder Kundenansprache, um nur ein paar Beispiele zu nennen.

Hast du dich als Selbständiger bzw. Unternehmer auf eine Tonalität festgelegt? Nein? Wär aber besser. Um zu verstehen warum, muss ich bei der Positionierung anfangen:

Dich zu positionieren bedeutet, dass du festlegst, wofür du stehst, was du anbietest und für wen. Denn erst wenn du das getan hast, kannst du dein Produkt oder deine Dienstleistung zielgerichtet und erfolgreich verkaufen. Du hast eine Zielgruppe, die du definiert hast, und du unterscheidest dich für sie klar von der Konkurrenz oder anderen Marken. Sie verbindet dich mit bestimmten Werten und schenkt dir ihr Vertrauen.

Für einen bestimmten Menschenkreis zu texten bedeutet so zu schreiben, dass sie sich damit identifizieren kann. Die Tonalität muss deine Zielgruppe ansprechen. Dazu schauen wir uns mal ein paar Unternehmen an (zu den Solo-Selbständigen sag ich danach was).

Tonalität Beispiel 1: BRAVO

Die Zeitschrift BRAVO möchte von Jugendlichen gekauft werden. Auf der Website kannst du diese Selbstbeschreibung finden:

BRAVO ist die große deutsche Multichannel-Jugendmarke, die als eine der wichtigsten Anlaufstellen für Jugendthemen, Jugendinteressen und Jugendberatung gilt. (…) Die zielgruppengenaue kreative und innovative Umsetzung aller Inhalte orientiert sich stets visuell an den neuesten Trends und befindet sich sprachlich auf Augenhöhe der Leser/innen. (…)

Also „sprachlich auf Augenhöhe“. In der Praxis liest sich das dann so:

Justin Bieber – check seine krassen Bühnen-Skills!

Sie hätten auch schreiben können

Justin Bieber – schau dir seine Fähigkeiten auf der Bühne an!

Vierzehnjährige sagen aber nun mal gern „krass“ und verwenden englische Begriffe. Und kaufen die BRAVO aufgrund der authentischen Wiedergabe ihrer Lebensrealität in der nächsten Woche wieder.

Tonalität Beispiel 2: InTouch

Die InTouch ist ein Schmierblatt, das seinen Umsatz mit dem Ausschlachten von ausgedachten Promi-Storys macht. Also ein klassisches Tratsch- und Boulevard-Magazin. Bei der Intouch selbst klingt das natürlich etwas nobler:

Als emotionalste People-Marke im Internet begleitet InTouch die Stars in ihrem Alltag und erzählt die Geschichten so nah am Leser, dass sich die Gefühlswelt der Promis 1:1 nachempfinden lässt. Die Zielgruppe umfasst kaufkräftige Frauen, die mitten im Leben stehen und u.a. an Mode, Kosmetik, Kommunikation, Unterhaltung und Gesundheitsthemen interessiert sind.

Nun ja. Zumindest einen Punkt dieser Beschreibung nimmt die InTouch sehr genau: die Emotionalität. Und dabei kommt dann sowas heraus:

Königin Maxima: Todesangst um ihren Ehemann den König

Pietro Lombardi: Eiskalt ausgenutzt

Sylvie Meis: Drama in den Flitterwochen

Merkst du? „Todesangst“, „eiskalt“, „Drama“ – mit dieser Tonalität sollen die „kaufkräftigen Frauen“ angesprochen werden.

Tonalität Beispiel 3: ROLEX

Die Manufaktur ROLEX stellt Luxusuhren her und ist die wohl bekannteste Uhrenmarke der Welt. Jedes Exemplar ist ein Statussymbol, das mit außergewöhnlichen Qualitätskontrollen und Präzision hergestellt wurde. Statt Hinz und Kunz sind als Zielgruppe eher die oberen Zehntausend gefragt.

Über ihre Verbindung zur Kunstszene schreibt ROLEX auf ihrer Website:

Im Geiste der Exzellenzförderung und der Inspiration zukünftiger Generationen hat die Marke beständige Partnerschaften mit vielen der internationalen Spitzen­künstler aufgebaut, die stets weiter danach streben, den Zenit ihrer Disziplin zu erreichen. Ferner pflegt die Marke langjährige Verbindungen mit angesehenen Veranstaltungen, Institutionen und Orchestern, die für das höchste Leistungsniveau stehen.

Und jetzt näseln wir alle mal ein bisschen und schauen auf die Schlüsselwörter der Tonalität: „Im Geiste“, „Exzellenz“, „stets“, „ferner“. Wer sagt denn „stets“, wenn er „immer“ sagen kann? Wer nimmt „ferner“, wenn er auch „außerdem“ wählen könnte? Heieiei.

Sehr nobel und fein, dieser Text. Und auch künstlich. Stell dir hier mal die Tonality der BRAVO vor:

Check unsere krassen Uhren-Skills!

Geht gar nicht 😀

Tonalität Beispiel 4: IKEA

Weil IKEA „junge Paare, Familien mit kleinen Kindern, Studenten oder Singles mit geringen finanziellen Mitteln“ ansprechen möchte, hat das schwedische Unternehmen mal etwas Neues gewagt: Es duzt die Zielgruppe.

Duzen ist kumpeliger, nahbarer und gemütlicher als Siezen. Davon fühlt sich eine junge Kundschaft natürlich eher angesprochen als, sagen wir mal, ein ROLEX-Kunde. Dort wäre das Duzen völlig unmöglich.

Tonalität Beispiel 5: Bestattungsunternehmen

Wer sich die Texte eines Bestattungsunternehmens durchliest, hat eventuell gerade einen Angehörigen verloren und trauert. Die Ansprache erfordert also eine besondere einfühlsame Tonalität:

Wenn ein Trauerfall eingetreten ist, bleiben die Angehörigen oft mit dem Gefühl von innerer Leere und Hilflosigkeit zurück. Vieles ist zu bedenken und zu entscheiden. In dieser Situation stehen wir Ihnen jederzeit – auch nachts oder an Sonn- und Feiertagen – beratend und hilfreich zur Seite. Auch nach der Bestattung können Sie sich jederzeit mit Ihren Fragen und Problemen an uns wenden.

Die Tonalität hat hier die Aufgabe, Ernsthaftigkeit, Vertrauen und Verständnis zu vermitteln. Die Sprache ist ruhig, gleichförmig, förmlich und unaufgeregt. Humor oder Duzen wäre hier völlig fehl am Platz. Müsste die BRAVO das Gleiche sagen, klänge das vielleicht so:

Ist bei dir jemand gestorben? Dann bist du sicher ganz schön lost – nichts läuft mehr. Und an so viel musst du jetzt denken! Aber wir sind 24/7 für dich da und supporten dich.

LOL.

Und wie ist das bei Solo-Dienstleistern?

Als Unternehmen kann man sich in der Marketingabteilung auf eine Tonalität festlegen und diese dann auf sämtlichen öffentlichen Kanälen durchziehen, sodass die Sprache immer aus einem Guss ist.

Manche Unternehmen legen sogar eine Liste für den Corporate Text bzw. die Brand Voice an, wo definiert ist, welche Wörter zur Sprache gehören sollen (z. B. checken, krass bei der BRAVO) und welche nie benutzt werden dürfen.

Zugegeben, das ist eher was für die Big Player als für die kleinen und mittleren Unternehmen. Die vernachlässigen sowas wie Positionierung und Text gern mal – leider, wie ich natürlich finde. So viel verschenktes Potential! Solo-Selbständige, die sich selbst als Brand Person sehen, sind da meistens schon etwas weiter.

Was ist der Unterschied und was ist eine Brand Person?

Mit Personal Branding bzw. Personenmarke ist gemeint, dass nicht ein Unternehmen als Marke auftritt, sondern eine Einzelperson. Als Personenmarke stehst du ein für deine ganz persönlichen Werte, dein Können, deine Expertise und dein öffentliches Auftreten.

Du selbst bist dein Alleinstellungsmerkmal, mit dem du dich von deinen Mitbewerbern abgrenzt. Kunden kaufen bei dir, weil DU es bist. Daraus folgt logischerweise dann auch, dass du eine bestimmte Art zu kommunizieren pflegst.

Als Beispiel für so eine Tonalität möchte ich dir was über Luna Dickmann erzählen, eine Instagram Coach. Sie sticht in der nicht grade kleinen Menge an Online-Coaches heraus, weil sie eine auffällige Art zu reden und zu texten hat. In ihren Posts und Live-Videos spricht sie gern mal flapsig und frei nach Kölner Schnauze.

Dabei verbindet sie diese Flapsigkeit mit Inhalten:

In letzter Zeit kamen einige neue Fritten in die Pommesbude. Mir ist eine echte Community sehr wichtig (in Köln nennen wir das Frühshoppen)​​​​​​​​
​​​​​​​​
Erzähl mal:​​​​​​​​
1) Wie heißt du und was ist dein Business?​​​​​​​​
2) Wie isst du am liebsten deine Pommes?​​​​​​​​
3) Welchen Content / Welche Themen wünschst du dir von mir?​​​​​​​​
​​​​​​​​
Wenn du mehr über mich wissen willst, schau dir jetzt meine Story an
😊​​​​​​​​

Das ist ein erfrischendes Beispiel jenseits des üblichen Tonalitätseinheitsbreis und funktioniert, weil man ihr diese Art zu sprechen auch abkauft. Man glaubt Luna, dass sie diese Brand Voice nicht inszeniert, sondern dass sie auch privat so redet. Warum pflegt sie diese Art zu sprechen? Weil sie sie selbst bleiben kann, sich von ihren Mitbewerbern abgrenzt und in Erinnerung bleibt.

Außerdem zieht sie so automatisch Kunden an, die sich mit dieser Tonalität und dem Schreibstil identifizieren. Und wenn sie mit ihren Kunden eine große Schnittmenge hat und die gleichen Werte teilt, kann man davon ausgehen, dass daraus dann auch eine fruchtbare Zusammenarbeit entsteht.

 

Wie sieht’s aus: Hast du Lust, mit mir zusammen an deiner Kundenansprache zu arbeiten?

Dann stell ich mich an dieser Stelle nochmal vor – in verschiedenen Tonalitäten, versteht sich 😉:

Joa hi, ich bin Lena und man kann mich als Texterin buchen, okay.

Ich bin Lena, Texterin, und wenn du eventuell Texthilfe brauchst, könntest du mich ja vielleicht kontaktieren.

Ich bin Lena und Texterin, und wenn du Unterstützung beim Texten brauchst, ruf mich halt mal an, ich mach das ja auch schon länger.

Hi, ich bin Lena und Texterin. Zapf meine 15 Jahre Texterfahrung an und kontaktier mich, wenn du Texthilfe brauchst.

Unsicher beim Texten? Lass mich das übernehmen. Ich bin Lena, Texterin, und ich texte dir eine Website, die bei Google rankt UND konvertiert. Kontaktier mich gern!

Brauchst du gute Texte, die aus Interessenten Kunden machen? Bekommst du von mir! Denn ich bin seit vielen Jahren Texterin und weiß genau, was User lesen wollen. Ich freu mich von dir zu hören!

Willst du mit deiner Website voll durchstarten und mehr Umsatz machen? Mit den richtigen Werbetexten ein Kinderspiel! Nutze meine Skills in Verkaufspsychologie, SEO und Co und bring dein Business aufs nächste Level!

Whoop whoop, das ist DEIN Weg zum Erfolg: Texte, die direkt in den Köpfen deiner Kunden explodieren! Überlass deine Kommunikation nicht dem Zufall und kontaktier mich noch heute! Morgen könnte ich schon ausgebucht oder ausgewandert sein!

Dein größter Konkurrent, der, der genau dasselbe anbietet wie du und doppelt so viele Follower hat, könnte mich heute buchen.

DAS WILLST DU DOCH NICHT RISKIEREN??! SEI SCHNELLER!!!

 

 

 

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Kreativ texten – wann ist das überhaupt nötig?

Flüssig schreiben, damit der Text besser klingt – mit diesem Trick

Lesen sich deine Texte irgendwie abgehackt und steif? Keine Sorge, flüssig zu schreiben kannst du leicht lernen. Dabei hilft uns eine Gruppe von Wörtern, die eigentlich jeder kennt.

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Ich mag das, wenn ich einen Text lese, bei dem der eine Satz automatisch in den nächsten führt und so ein gewisser Schwung in der Geschichte steckt. Wenn ich in einen richtigen Lesefluss reinkomme und alles aus einem Guss wirkt.

Flüssig zu formulieren ist etwas, dass vielen Menschen leicht gelingt, weil sie ein gutes Sprachgefühl haben und gar nicht groß drüber nachdenken, wie sie einen Text richtig schreiben sollen.

Andere tun sich eher schwer und fabrizieren Hauptsätze, die wie aus dem Mund eines Feldwebels klingen. Aber um einen schönen Flow zu erzeugen, können wir einfach auf sogenannte Verbindungswörter zurückgreifen.

Hier mal ein Beispieltext:

Vor ein paar Jahren fing Hans Hansen an, als Schreibcoach zu arbeiten. Obwohl ihn anfangs kein Schwein kannte. Monat für Monat aber wurde sein Lesefluss-Workshop öfter gebucht. Weil er einfach so herrlich flüssig schreiben konnte, dass die Kunden wie gebannt seine Texte lasen. Deshalb ist er mittlerweile schon Millionär und müsste gar keine Tipps zum gute Texte schreiben mehr geben. Trotzdem macht er weiter, weil er so viel Spaß dran hat.

In diesem Text stecken lauter Wörter, die Bezug auf den vorangegangenen Satz nehmen und dadurch eine Verbindung  zwischen allen Sätzen schaffen:

Vor ein paar Jahren fing Hans Hansen an, als Schreibcoach zu arbeiten. Obwohl ihn anfangs kein Schwein kannte. Monat für Monat aber wurde sein Lesefluss-Workshop öfter gebucht. Weil er einfach so herrlich flüssig schreiben konnte, dass die Kunden wie gebannt seine Texte lasen. Deshalb ist er mittlerweile schon Millionär und müsste gar keine Tipps zum gute Texte schreiben mehr geben. Trotzdem macht er weiter, weil er so viel Spaß dran hat.

Wie du siehst, stehen die Verbindungswörter meist am Anfang eines Satzes. Lies mal einen der Sätze ohne den Kontext, dann ergibt er keinen Sinn, etwas fehlt:

Obwohl ihn anfangs kein Schwein kannte.

Äh, wie bitte?

Formulierst du den Text hingegen ohne Verbindungswörter, klingt er gleich ganz anders:

Vor ein paar Jahren fing Hans Hansen an, als Schreibcoach zu arbeiten. Anfangs kannte ihn kein Schwein. Monat für Monat wurde sein Lesefluss-Workshop öfter gebucht. Er konnte einfach so herrlich flüssig schreiben, dass die Kunden wie gebannt seine Texte lasen. Mittlerweile ist er schon Millionär und müsste gar keine Tipps zum gute Texte schreiben mehr geben. Er macht weiter, weil er so viel Spaß dran hat.

Jeder Satz eine Insel, die nur für sich steht.

Verbindungswörter beziehen sich auf

  • eine zeitliche Abfolge
  • eine Folgerung
  • eine Begründung
  • einen Vergleich
  • oder einen Gegensatz.

Wir benutzen sie jeden Tag hundertmal beim Sprechen. Hier eine Aufzählung der gängigsten Verbindungswörter:

Und

Außerdem

Erst,…dann…

Weil

Oder

Auch

Denn

Deshalb

Genauso

Damit

Aber

Obwohl

So

Als

Wobei

Trotzdem

Wenn du zwei losgelöste Sätze hast, die sich eigentlich aufeinander beziehen, kannst du testweise ein Verbindungswort einfügen:

Vorher:

Unser Laden in der Hauptstraße wird 20 Jahre alt. Wir laden Sie ganz herzlich zur Jubiläumsfeier ein.

Nachher:

Unser Laden in der Hauptstraße wird 20 Jahre alt. Deshalb laden wir Sie ganz herzlich zur Jubiläumsfeier ein.

Vielleicht hast du gemerkt, dass Verbindungswörter eine gewisse Schnittmenge mit Füllwörtern haben, von denen ich aber durchaus ein Freund bin. Denn beide Wortarten helfen dir, flüssig zu schreiben und den Text menschlich klingen zu lassen. Und das soll er ja auch. Statt Feldwebel ;-).

 

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Kreativ texten – wann ist das überhaupt nötig?

Nein, ich gendere nicht. Hier erklär ich dir, warum

Als Texterin habe ich natürlich eine Meinung zum Gendern. Nachdem ich jetzt schon wieder bei Instagram gefragt wurde, warum ich da nicht mitmache, schreib ich hier mal alles dazu runter.

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Ende 2020 baute ich meine Website um. Als sie fertig war und online ging, erzählte ich davon meiner Community bei Instagram: „Schaut gern mal rein auf www.textbueroblock.de!“

Wenig später schrieb mir eine Followerin eine private Nachricht:

„Hallo Lena,

du hattest ja um Feedback zu deiner Website gebeten. Mir ist gleich auf der Startseite aufgefallen, dass du nicht genderst. Warum schreibst du ‚Texter‘ und nicht ‚Texterin‘? Du bist eine Frau.“

Hatte ich um Feedback gebeten? Eigentlich nicht :-D. Ich lernte aber schnell, dass es Gender-Befürworter gibt, die nicht auf eine Einladung warten, um ihre Meinung kundzutun. Sie sagen dir einfach direkt, was sie denken. So ist es seitdem noch dreimal passiert. Immer bei Instagram, immer: Warum genderst du denn nicht?

Freundliche Frage aus reiner Neugierde oder implizierter Vorwurf – keine Ahnung, man kann das so oder so lesen. Fakt ist aber, dass ich als Texterin automatisch Berührungspunkte mit dem Thema Gendern habe.

Deshalb heute Butter bei die Fische: Nein, ich gendere nicht. Ich finde Gendern übertrieben. So, jetzt hab ich’s gesagt.

Dabei bin ich kein alter weißer Mann, sondern durchaus Feministin. Meine Abneigung gegen das Gendern ist nicht gleichzusetzen mit der Ablehnung von Diversität, Gleichstellung und Diskriminierungsfreiheit. Meine Mutter hat mich mit feministischen Werten erzogen und immer gepredigt, wie wichtig es ist, als Frau auf eigenen Füßen zu stehen.

Nein, ich habe nie Diskriminierung erfahren. Ich weiß also nicht, wie das ist und kann mich da in nichts reinfühlen. Trotzdem halte ich Gendern für den falschen Kampfplatz, um ein gleichberechtigteres Miteinander durchzusetzen. Aber der Reihe nach.

Gendern beim Texten

Zu meinem Beruf gehört es, bewusst und sensibel mit Sprache umzugehen. Und ich mach das gern. Schreiben ist für mich eine Form der Selbstverwirklichung. Worte, Stil und Sprachwitz so aufeinander abzustimmen, dass was Lesenswertes dabei herauskommt, erfüllt mich. Jeder Satz ist eine kleine Komposition in sich.

Viele argumentieren, dass Gendern die Sprache verkompliziert und den Lesefluss stört. Und ja, genauso empfinde ich das auch. Ich habe schon oft gemerkt, wie ich beim Lesen den Faden verloren habe, weil ich über Genderformulierungen gestolpert bin. Daran gewöhnt man sich, sagen viele. Auf den Gewöhnungseffekt warte ich immer noch.

Neulich las ich in einer Kolumne von Sybille Berg auf Spiegel Online:

„Jedes könnte glauben, was es will. Den Vorgarten gestalten, wie es will. Es müsste andere nicht belehren. Korrigieren, herumschreien. Mit den Armen fuchteln.“

Ich finde Frau Bergs Texte toll, aber für mich klingt das einfach nur künstlich und erzwungen. Es lenkt mich völlig vom Inhalt ab. Unbekannte Wörter oder Wörter in ungewohntem Kontext sind für unser Gehirn Stress. Sprache muss sich aus sich selbst heraus ändern.

Wenn schon der Durchschnittsleser über solche Texte stolpert, wie ist das dann wohl erst für Nichtmuttersprachler, Menschen mit Leseschwäche oder kognitiver Einschränkung? Sprache vorsätzlich zu verkomplizieren heißt auch, Hürden höherzulegen und andere aus dem Diskurs auszuschließen.

Ich meine es so, wie ich es meine

Wir Deutschen verwenden das generische Maskulinum. Das heißt eine grammatisch-männliche Bezeichnung, die aber mit dem biologischen Geschlecht nichts zu hat. Wir sagen „Ich gehe zum Bäcker“, implizieren aber damit, dass es auch durchaus eine Bäckereifachverkäuferin sein könnte, die uns die Brötchen überreicht.

Wenn jetzt Gender-Befürworter sagen, dass das so nicht richtig ist, weil das andere Geschlechter nicht mit einbezieht, sprechen sie mir damit die Deutungshoheit über meine Intention ab. Ich sage „Bäcker“ und meine damit beide Geschlechter. Das lasse ich mir nicht als diskriminierend auslegen, wenn ich es nicht diskriminierend meine.

Die Mehrheit lehnt das Gendern ab

Nämlich rund 71 Prozent der Deutschen*, wie Studien belegen. Ich glaube nicht, dass diese 71 Prozent das Gendern ablehnen, weil sie ein Problem mit Diversität und Gleichstellung haben. Sondern weil sie nicht bevormundet oder erzogen werden wollen. Das ist eine Trotzreaktion, die sich gegen die aufgezwungene Sprachpolitik richtet und damit der Gleichberechtigung am Ende eher schadet als nützt.

Was ich meinen Kunden rate

Dass ich persönlich nicht gendere, bedeutet nicht, dass ich es auch meinen Kunden ausrede. Um Gottes Willen :-D. Da bin ich objektiv.

Die meisten Kunden wissen von vornerein, ob sie gendern wollen oder nicht. Da brauchen wir dann nicht weiter zu diskutieren. Einige aber sind sich unsicher und wollen dazu beraten werden. Ich komme an der Stelle nie mit meinen persönlichen Argumenten, sondern rate dazu, die Zielgruppe genauer ins Visier zu nehmen.

Denn die sollen sich ja in den Texten wiederfinden. Dazu mal ein Beispiel: In den letzten Monaten hatte ich zwei sehr gegensätzliche Kunden. Die eine Kundin bot Stylings mit nachhaltiger Kosmetik für (gleichgeschlechtliche) Hochzeiten an. Das andere war eine Immobilien-Unternehmensgruppe im gehobenen Segment.

Einer von beiden bekam gegenderte Texte. Was glaubst du, wer? 😉

Du siehst also, dass zum einen die Zielgruppe übers Gendern endscheidet. Zum andern sollst und darfst aber auch du dich wohlfühlen mit deinen Texten. Also: Geht dir das Binnen-Sternchen leicht über die Tastatur oder musst du dich jedes Mal überwinden?

Und ganz wichtig: Hältst du das Gendern auch mündlich ein? Denn ich habe das eigentlich noch nie erlebt, dass ein Kunde, der im Text gendern wollte, auch beim Sprechen sowas wie „Berater-Pause-innen“ gesagt hat. Hat man dann den Gedanken dahinter wirklich verinnerlicht? Besonders authentisch finde ich das nicht.

Toleranz bedeutet, eine Meinung auszuhalten, die nicht der eigenen entspricht.

Ich weiß oft nicht, wie ich Leute einschätzen soll, die sich fürs Gendern stark machen. Ich bewundere ihren Antrieb, ihre Beweggründe und den Idealismus. Andererseits: ICH habe noch nie jemanden angeschrieben und gefragt „Warum genderst du, hm?“

Umgekehrt werde ich aber gefragt und soll mich erklären, wenn ich‘s nicht tue. Ist das tolerant? Keine Ahnung.

Was wirklich für mich zählt, ist, meinen beiden Kindern zu zeigen, was Gleichberechtigung und Diversität bedeuten. Und zwar nicht durch Reden, sondern im echten Leben. Das Durchsetzen geschlechtergerechter Sprache sehe ich nicht als Kernaufgabe des Feminismus.

Meine Söhne sehen mich jeden Tag am Schreibtisch sitzen und arbeiten. Sie kennen seit ihrer Kindergartenzeit Familien mit gleichgeschlechtlichen Partnern. Zwei Mamas sind für sie normal. Genauso wie ein Papa, der jeden Tag für sie kocht. In ihren Zimmern haben sie Puppen, Nähzubehör und Bibi-und-Tina-CDs.

Worauf ich mich einlassen könnte, wäre das Gendern in der Anrede und da, wo es kontextbezogen wichtig ist, zum Beispiel bei Stellenanzeigen.

Sonst aber nicht.

 

 

*Quelle: https://www.berliner-zeitung.de/news/zdf-politbarometer-mehrheit-der-deutschen-ist- gegen-gendersprache-in-medien-li.171998)

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Kreativ texten – wann ist das überhaupt nötig?

Website-Texte und der eine große Fehler

Wenn du gerade deine Website-Texte erstellst und diesen Blog liest, Gratulation – denn auch wenn du hier und da unsicher beim Schreiben bist, auf diesen einen Fehler wirst du die Texte als erstes prüfen.

 

 

Lass uns dazu ein paar x-beliebige Startseiten von Websites anschauen – du wirst sehen, dass dir dort immer wieder derselbe Satz begegnet. Ein Satz, der da überhaupt nicht hingehört.

Ich nenne ihn den Wir-versuchen-es-seit-vielen-Jahren-Satz. Dabei wollen Selbständige und Unternehmen mit einer Website doch eigentlich Kunden generieren.

Aber wie es eine aktuelle Studie* so treffend beschreibt:  

 „95 Prozent der Webseiten haben Optimierungsbedarf.(…)Selbstständige, kleine Unternehmen und Mittelständler verspielen Chancen durch einen schlechten Internetauftritt.(…)“

Und das hat auch damit zu tun, dass die Website-Texte voller Fehler sind.

Ich habe grad mal ein paar Dienstleister bei Google eingegeben, mich durch die Ergebnisse gescrollt und die Startseiten verglichen.

Hier drei Sätze von drei verschiedenen Startseiten:

„Unsere Priorität ist es seit 10 Jahren, Ihnen trotz der heutigen schnelllebigen Zeit zu beweisen, dass sich die zuverlässige Qualitätsarbeit vom Spezialisten finanziell bezahlt macht.“

„Als traditionsbewusstes Unternehmen ist es unser Anliegen, für unsere Kunden maßgeschneiderte Lösungen zu finden und diese umzusetzen. Wir verfolgen dieses Prinzip seit mehr als 150 Jahren!“

„Das Mustermann Büro ist ein dem Auktionshaus angegliedertes Unternehmen mit Sitz am Elbeweg. Ziel ist es, unsere Kunden ebenso verlässlich, professionell und vertrauensvoll zu unterstützen, wie wir es seit fast drei Jahrzehnten tun.“

 

Klingt irgendwie alles ähnlich, oder? Warum ist das jetzt ein Wir-versuchen-es-seit-vielen-Jahren-Satz und warum ist der problematisch?

Dazu machen wir uns erstmal bewusst, was Besucher überhaupt auf einer Website wollen. Die meisten haben ein Problem oder eine Herausforderung und suchen nun nach einer Lösung dafür in Form einer Dienstleistung oder eines Produkts. 

Vielleicht hilft nichts gegen ihre fiesen Rückenschmerzen. 

Vielleicht suchen sie seit Monaten ein Haus für die vierköpfige Familie.

Vielleicht wollen sie ihr Business endlich sichtbar machen und Ads schalten.

Alle Kunden haben ein Bedürfnis, einen “Schmerz”, einen Pain Point.

Was sie nicht haben, ist Geduld oder ewig Zeit beim Suchen. Die Lösung muss schnell her. Das Leben soll wieder leichter werden durch einen gesunden Rücken / ein schönes Haus / viele Kundenanfragen durch Ads.

Das ist die Perspektive der potentiellen Kunden.

Und jetzt landen sie auf diesen Startseiten und lesen Texte, in denen die Unternehmen alle eins tun: um sich selbst kreisen. Sie erzählen von sich selbst und wie lange es sie schon gibt.

Statt

Wir finden für Sie die Immobilie, in der sich Ihre Familie wohlfühlt

oder

Endlich schmerzfrei durch die 5-Tage-Therapie

wird dort erstmal ausgebreitet, wo das Unternehmen sitzt, wie viele Jahre es auf dem Buckel hat und welche Ziele es verfolgt. Fühlt man sich so in potentielle Kunden ein? Klares Nein.

Und weil das die Leser auf einer Startseite nicht interessiert, werden sie höchstwahrscheinlich zu einem anderen Anbieter gehen und dort ihr Glück suchen.

Dabei passiert dieser Fehler natürlich nicht in böser Ansicht oder aus Egoismus, wenn Website-Texte formuliert werden. Bestimmt haben sich alle Verfasser vorher Gedanken gemacht, wie man am besten Kunden über eine Website gewinnen kann. Und was ihnen einfiel, war das Naheliegende; das, womit sie sich auskennen – sie selbst. Also schreiben sie darüber.

Aber über sich selbst erzählen kann man ja immer noch auf der Über-uns-Seite.

Dafür ist die schließlich da.

Und die Jahresangaben? Ich denke, damit wollen Unternehmen verdeutlichen, dass sie besonders erfolgreich sind, weil es sie eben schon lange gibt.

Aber das interessiert die Leser mal so gar nicht. Das ist kein Inhalt für die Startseite. Oder gar den Above-the-fold-Abschnitt, also den obersten Teil der Startseite, der ohne zu scrollen sichtbar ist und der wichtigste Abschnitt überhaupt ist. Hier entscheiden Besucher innerhalb von drei Sekunden**, ob sie auf der Website bleiben oder woanders weitersuchen.

Warum aber habe ich jetzt das Problem den Wir-versuchen-es-seit-vielen-Jahren-Satz genannt? Dass die Absender meistens nur über sich selbst reden („Wir“) und dabei noch jede Menge Daten bemühen („seit Jahren“), habe ich jetzt deutlich gemacht.

Welchen Fehler aber noch alle in ihre Website-Texte ballern: Niemand scheint so wirklich überzeugt von sich. Alle versuchen immer nur.

Unsere Priorität ist es (…) zu beweisen…

(…)Ist es unser Anliegen (…) Wir verfolgen (…)

Ziel ist es (…)

 

Alle bemühen sich ganz hart und wollen ganz doll, aber schaffen sie es auch? Warum nicht selbstbewusst auftreten und sagen

Wir beweisen Ihnen (…)

Wir finden für unsere Kunden (…)

Wir unterstützen unsere Kunden (…)

 

Das klingt doch gleich viel selbstbewusster. Lesern ist der Unterschied vielleicht nicht direkt bewusst, aber sie merken, ob da jemand positiv und dynamisch formuliert oder nicht.

Mit “Vielleicht schaffen wir das ja” gewinnst du keine Kunden.

Die direkte Formulierung (Subjekt, Prädikat, Objekt) würde auch die ganzen unnötigen Verschwurbelungen (Priorität, Anliegen, Ziel) überflüssig machen.

Von den Floskeln (Qualitätsarbeit, maßgeschneidert, professionell) mal ganz zu schweigen.

 

Was kannst du also tun, um die Perspektive deiner Kunden einzunehmen und sie besser anzusprechen?

Na ja, es ist deine Zielgruppe – bestimmt weißt du, was sie bewegt und zu dir führt. Greif das auf und schreib darüber! Manchmal passiert es auch, dass wir automatisch über uns schreiben und gar nicht weiter drüber nachdenken, obwohl wir an der gleichen Stelle genauso etwas über unsere Kunden sagen könnten.

Knöpfe dir einzelne Sätze vor und versuche, die Perspektive umzuwandeln. Weg von dir, hin zu deiner Zielgruppe.

Ein paar Beispiele für typische Fehler auf Webseiten:

Ich bin seit 13 Jahren eine erfahrene Designerin.

Wandel das um in

Nutze meine langjährige Erfahrung und lass dir ein Logo kreieren, das wirklich zu dir passt!

Noch ein Beispiel:

Unser Team ist stets professionell und verlässlich.

Was hat der Kunde davon? Vielleicht das hier:

Sie haben bei uns immer einen Ansprechpartner, der Ihnen all Ihre Fragen beantwortet.

Gleicher Inhalt, aber interessanter für den Leser.

 

Du kannst die Kundenperspektive auch einfangen mit

Bestimmt kennen Sie (…)

Lerne, wie du (…)

Wie wäre es, wenn (…)

 

Was lernen wir daraus?

Fehler auf Webseiten können alles Mögliche sein – eine verwirrende Menüstruktur, altbackenes Design, langsame Ladezeiten, kaum Fotos vom Dienstleister. Aber eine schlechte Website entsteht eben oft dann, wenn die Texte voller inhaltlicher und stilistischer Fehler sind.

Viele Textfehler kannst du schnell beheben, z. B. wenn dir Absätze und Zwischenüberschriften fehlen oder du noch Handlungsaufforderungen hinterher einfügst. Und wenn du den Wir-versuchen-es-seit-vielen-Jahren-Satz vermeidest, hast du schon viel gewonnen ;-).

 

 

 

 

*Das Örtliche & Search & Information Industry Association

**Studie der Missouri University of Science and Technology (2012)

 

 

 

 

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Kreativ texten – wann ist das überhaupt nötig?

Texte verlängern, ohne zu labern: So geht’s

Steckst du grade in der blöden Situation, einen Platz mit Text füllen zu müssen, für den du zu wenig Inhalt hast? Ich zeige dir ein paar Tricks, wie du Texte so verlängern kannst, dass sie trotzdem noch spannend zu lesen sind.

 

Der folgende Textausschnitt ist ein trauriges Beispiel dafür, was dabei herauskommt, wenn ein Immobilienmakler eine Doppelseite in einem Stadtmagazin bucht, aber nicht weiß, was er da hinschreiben soll:

„Umfassende Beratung und kundenorientierter Service stehen bei Geschäftsführer Soundso und seinem Team an erster Stelle. Denn für die Immobilienexperten ist es besonders wichtig, die Bedürfnisse ihrer Kunden zu verstehen. Die Kundenwünsche beim Verkauf ihrer Immobilie bestmöglich zu berücksichtigen, ist der Anspruch von Maklerbüro Soundso.“

Merkst du? Er wälzt auf drei Sätze aus, was er schon mit einem gesagt hat. Vielleicht hast du es aber nicht gemerkt, weil du während des Lesens eingeschlafen bist; ich könnte es verstehen. Aber Texte verlängern kann auch anders klappen.

Here we go:

Tipp 1: Widerstehe der Versuchung, den Platz mit Blabla aufzufüllen.

Vielleicht hast du selbst schon überlegt, genau sowas zu schreiben wie unser armer Makler: irgendwas über Service, Individualität und Ansprüche. Aber wenn du mit deinem Text wirklich jemanden erreichen möchtest, tu das nicht. Denn das sind alles Floskeln, die auf jeden Dienstleister passen, nichts aussagen und Kunden abschrecken.

Streiche alles, was nach Worthülsen und abgedroschenen Formulierungen klingt. Wir füllen das neu auf.

Texte verlängern durch Details und Beschreibungen

In meinem Blogbeitrag Texte kürzen rate ich dazu, ausführliche Beschreibungen zusammenzufassen. Klar, dass ich hier das Gegenteil tue: Gehe ins Detail!

Beispiel:

Eine Goldschmiede möchte sich in einem Printartikel, auf der Startseite einer Website oder in einem Flyer vorstellen. Sie beschreibt sich selbst als traditionell, aber auch innovativ und möchte das auch in einem Satz so hinschreiben.

Aber was genau heißt denn traditionell und innovativ? In diesen beiden Worten steckt Inhalt für mehrere Zeilen, zum Beispiel:

Das Geschäft befindet sich seit 45 Jahren an der gleichen Adresse; jeder Inhaber profitiert von der Expertise des Vorgängers, und an den Wänden hängen alte Meisterurkunden.

Der Chef der Goldschmiede besucht regelmäßig Messen und Fortbildungen und recherchiert die neusten Schmucktrends, um sie seinen Kunden anbieten zu können. Die Werkstatt wurde renoviert, sodass alle Schmiedemeister an modernen Arbeitsplätzen mit der neusten Technik arbeiten.

Das sind 62 Extra-Wörter, die anschaulich erklären, was mit „traditionell“ und „innovativ“ nur angedeutet wird.

Also immer ins Detail gehen!

Nicht:

Wir sind ein eingeschworenes Team.

Sondern:

Wir sind ein eingeschworenes Team. Wenn sich Texter Stefan plötzlich wild ein paar Notizen auf Post-its macht, weiß Designerin Katy meistens schon, dass ihm gute Ideen gekommen sind, und setzt sich mit ihm und einer großen Tasse Kaffee zum Brainstormen in den Konferenzraum. So, wie sie es schon seit Jahren machen.

 

Nicht

Unsere Speisen werden Sie begeistern!

sondern

Gönnen Sie sich erst ein Avocado-Tartar mit Kokoszwiebeln, als Hauptgang ein Rinderfilet mit Barbecue-Lack und dreierlei Mais und zum Dessert eine Käseauswahl von Maître Roussel!

Du siehst: Erst mit den Details kommt die Textlänge (und der Appetit).

Tipp 2: Fühl dich in deinen Kunden ein.

Dieser eine, große Fehler, der mir immer wieder begegnet: Dienstleister denken zu wenig daran, was ihre Kunden bewegt, und schreiben stattdessen nur über sich. Dabei ist das so eine tolle Möglichkeit, Texte zu verlängern!

Beispiel:

Du bist Geigenlehrer und möchtest einen Flyer auslegen, in dem du deinen Unterricht bewirbst.

Du schreibst:

Buchen Sie gern Geigenstunden bei mir! Ich habe eine langjährige musikalische Ausbildung in diesem Fach in verschiedenen Institutionen genossen: Musikschule, Fachmusikschule, Konservatorium. Letzteres habe ich mit dem Diplom als Dirigent und Solist abgeschlossen.

Ist ja soweit auch alles richtig. Aber wenn du den Text gern verlängern möchtest, fühl dich zuerst in den Kunden ein und hol ihn in seiner Situation ab:

Möchten Sie Ihrem Alltag neuen Schwung geben und Ihre Kreativität ausleben? Trauen Sie sich – um ein Instrument zu lernen, ist man nie zu alt. Musik kann unser Leben vielfältig bereichern und uns entspannen. Ein Profi müssen Sie ja gar nicht werden. Hauptsache, Sie haben Freude daran und finden Ihre Passion.

Deshalb: Buchen Sie gern Geigenstunden bei mir! (…)

Und wieder haben wir 51 Wörter dazugewonnen.

Tipp 3: Texte verlängern, indem du entzerrst und strukturierst

Das ist der bequemste Trick von allen: Strecke den Text, indem du ihn richtig strukturierst.

Denn wenn du ihn optisch richtig aufbereitest, tust du auch dem Leserauge einen großen Gefallen. Das mag nämlich keine Textklumpen, sondern luftige Texte mit viel Platz.

Zur Strukturierung eines Textes gehören

  • die Überschrift
  • Zwischenüberschriften
  • Absätze
  • Bulletpoints

Hier mal ein und derselbe Text im Vergleich. Erst als Klotz:

Kommunikationsdesign – mehr als nur hübsche Bilder. Ein Kommunikationsdesigner kreiert visuell Medien, entwirft Wort-Bild-Marken und hat einen wesentlichen Einfluss auf die Gestaltung unserer Alltagskultur. Dabei muss er für jedes Publikum den richtigen Ton treffen. Suchst du einen Kommunikationsdesigner für deinen Unternehmensauftritt? Dann kontaktier mich gern unter 01234!

Und jetzt entzerrt:

Kommunikationsdesign – mehr als nur hübsche Bilder

Ein Kommunikationsdesigner

  • kreiert visuell Medien,
  • entwirft Wort-Bild-Marken
  • und hat einen wesentlichen Einfluss auf die Gestaltung unserer Alltagskultur.

Dabei muss er für jedes Publikum den richtigen Ton treffen.

Suchst du einen Kommunikationsdesigner für deinen Unternehmensauftritt? Dann kontaktier mich gern unter 01234!

Ist viel angenehmer fürs Auge, nicht wahr? Der zweite Text benötigt deutlich mehr Zeilen.

Schau mal, wieviel Absätze ich selbst im Blog mach. Selten geht einer länger als über vier, fünf Zeilen.

Prüfe auch mal deine Schriftgröße, wenn du Texte verlängern willst. Die wird nämlich häufig zu klein gewählt, was das Lesen erschwert. Gerade, wenn wir über ältere Zielgruppen sprechen.

Tipp 4: Schließe deinen Text mit einer Handlungsaufforderung ab!

Du hast alles gesagt, was du sagen wolltest, und trotzdem ist da jetzt noch Luft unten?

Wenn wir über Texte reden, meinen wir ja meistens Werbetexte. Texte, die jemanden von etwas überzeugen sollen. Von einer Dienstleistung oder einem Produkt. Wir werben dafür. Und wir wollen, dass der Leser, der potentielle Kunde, danach etwas macht. Also buchen oder kaufen.

Deshalb musst du ihm am Ende deines Textes sagen, was er machen soll. In der Werbesprache nennt sich das Call to Action. Damit kannst du super Texte verlängern und ihnen einen runden Abschluss geben.

Eine Handlungsaufforderung kann z. B. so aussehen:

Klingt das gut für Sie? Dann sollten wir uns kennenlernen! Buchen Sie gern Ihr unverbindliches Erstgespräch unter 01234 5678. Sie erreichen uns auch per Email (vorname@nachname.de) oder kommen Sie direkt in unsere Filiale in der Musterstraße 1. Wir freuen uns auf Sie!

 

 

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Kreativ texten – wann ist das überhaupt nötig?

Eine spannende Über-uns-Seite erstellen? So!

„Über uns“, „About“, „Portrait“ – das ist eine der meistbesuchten Seiten einer Website. Lies hier, wie du eine kreative Über-uns-Seite erstellen kannst, die potentielle Kunden nicht vergrault.

 

Warum überhaupt eine Über-uns-Seite?

Ich hab’s im Teaser bereits angerissen: Die Leute lieben Über-uns-Seiten. Wenn du also gerade eine Website textest und dich mit der Über-uns-Seite so schwer tust, dass du sie eigentlich lieber weglassen möchtest: auf keinen Fall!

Vielleicht kennst du die Redensart „Menschen kaufen von Menschen“. Wir wollen was wissen über die Dienstleister, von denen wir eventuell was kaufen, gute Über-uns-Seiten befriedigen unsere Neugier. Außerdem ist die Über-uns-Seite einer der klassischen Bausteine einer Website.

Du kennst ja die typischen Menüpunkte: Startseite, Leistungen/Produkte, Über uns, Blog, Kontakt und so weiter. Das haben wir so verinnerlicht. Und das muss auch bedient werden. Denn wir wollen schnell finden, was wir suchen. Mach da also lieber keine Experimente. Ohne den Über-uns-Text wäre eine Website doch sehr seelenlos.

Solltest du erst den Kunden ansprechen, statt über euch zu erzählen?

Vielleicht hast du schon mal von der Empfehlung gelesen, auf der Über-uns-Seite erst einen Text über den Kunden und seine Bedürfnisse zu schreiben und nicht gleich übers Team. Und dass es auf dieser Seite angeblich gar nicht um euch geht, sondern nur um die Suchintention des Kunden.

Es gibt einen Aspekt, der dafür spricht und einen dagegen.

Dafür spricht:

Kunden lesen Websites nicht wie ein Buch, sie beginnen nicht immer auf der Startseite. Auch wenn das viele denken. Vielleicht landen sie zuerst auf der Über-uns-Seite und haben dann noch kein Grundwissen über euer Business.

Deshalb kann es Sinn machen, den Kunden hier erstmal mit seinen Wünschen abzuholen.

Ein Beispieltext so einer Über-uns-Seite:

Dein Baby schläft nicht durch, du bist völlig übermüdet und brauchst Unterstützung an der Seite? Dann bist du bei uns richtig! Wir sind die Schlafcoaches Steffi und Tina Mustermann und (…)

So fällst du nicht direkt mit der Tür ins Haus, auch wenn du wiederholst, was du schon auf der Startseite sagst.

Dagegen spricht:

Ich kenne mehr als eine Über-uns-Seite, wo die Dienstleister erstmal gaaaanz lang darüber schreiben, was denn mein Bedürfnis ist und was ich suche, bevor sie dann den Schwenk zu sich selbst kriegen. Das ist mir zu viel des Einfühlens. Ich gehe doch auf die Über-uns-Seite, um was über die Leute zu erfahren und nicht über mich selbst. Deshalb heißt es „Über-uns-Seite“ ;-). 

Die Lösung:

Schreib ruhig erstmal darüber, was der Kunde bei euch zu finden hofft und dass ihr die entsprechende Lösung bietet. Aber kurz! Website-Besucher wollen sich nicht durch einen Roman durcharbeiten müssen, bis der eigentliche Über-uns-Text anfängt.

Bitte keinen Lebenslauf runterrattern

Nüchterne Jahreszahlen, dahinter die Ereignisse von der Gründung bis zum zwanzigjährigen Jubiläum und gut ist? Machen viele, ist aber keine gute Idee. So funktionieren kreative Über-uns-Seiten nicht. Ein Lebenslauf sollte allenfalls eine Ergänzung sein zu einem beschreibenden Fließtext, und der kommt immer zuerst.

Denn ein Lebenslauf ist zwar nice to have, vermittelt aber keine Emotionen. Und die willst du ja hier aufbauen. Der Leser soll schließlich warm werden mit euch!

Muss die Seite “Über uns” heißen oder kannst du da auch was anderes erstellen?

Wie schon oben angedeutet, geht z. B. auch „Team“, „About“, “Über”, “Wir stellen uns vor”, „Portrait“ oder „das Unternehmen“. Aber: Sei mit dem Namen immer eindeutig. User wollen schnell finden, was sie suchen, und sich nicht durch vermeintlich kreative Wortspiele quälen.

Vorsicht vor Standardfloskeln

Einer der häufigsten Fehler beim Über-uns-Seite erstellen: Der Text ersäuft in Floskeln. Als da wären:

Qualität und Service werden bei uns groß geschrieben

Kompetenz seit 45 Jahren

Wir sind immer für Sie da

Deine individuellen Wünsche sind uns am wichtigsten

Wir sind verlässlich, freundlich und professionell

Mach das bloß nicht, auch wenn du so einen Beispieltext schon auf anderen Über-uns-Seiten gesehen hast. Wir haben diese Phrasen verinnerlicht, aber sie sagen überhaupt nichts aus. So schickst du potentielle Kunden ganz schnell zur Google-Suche zurück.

Was machen gute Über-uns-Seiten anders? Sie fassen nichts in Floskeln zusammen, sondern gehen ins Detail; erklären, beschreiben, erzählen bildlich. Was steht hinter der Qualität? Wie genau sieht der Service aus? Drösel das auf! Denn es muss ja gute Argumente dafür geben, wenn sowas behauptet wird.

Das Team richtig vorstellen

Das ist jetzt eigentlich kein richtiger Tipp, um einen Über-uns-Text auf der Website zu schreiben, aber: Auf diese Seite gehören Fotos. Und zwar vom Team. Ein Text darüber allein reicht nicht. Wir wollen ja sehen, mit wem wir’s da tun haben. Am besten noch ein Bild von jedem einzeln.

Und dann stell das Team vor. Ich finde es besonders schön, wenn zu jedem Mitglied ein kleiner persönlicher Text steht. Das geht auch stichpunktartig. Einem Unternehmen, dem seine Kieler Identität wichtig war, habe ich mal vorgeschlagen, dass jeder Mitarbeiter beantworten soll, was denn für ihn typisch norddeutsch ist. Eine schöne Möglichkeit, um Charakter und Persönlichkeit rüberzubringen und beim Leser Sympathiepunkte zu machen.

Erzähl eure Geschichte.

Bestimmt kennst du den Begriff „Storytelling“. Und genau das kannst du jetzt machen: auf der Über-uns-Seite eine Geschichte schreiben. Eure Geschichte. Denn Menschen lieben gute Storys!

Fang den Text ruhig ein bisschen dramatisch an:

Es war einmal (…)

oder

Wir schreiben das Jahr 2016.

oder auch

Wie alles begann

Und ich schwöre dir, die User werden weiterlesen.

 

Und dann? Hier ein paar Stichpunkte, an denen du dich orientieren kannst:

 

Wie seid ihr entstanden?

Warum wolltet ihr gründen?

Was treibt euch an?

Warum seid ihr gut?

Wie verlief euer Weg?

Was macht ihr am liebsten?

Welches Projekt lief besonders toll?

Warum könnt gerade ihr gut helfen?

Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei euch aus?

Was macht ihr als Ausgleich zur Arbeit?

 

Mein Geheimtipp: so schreiben, dass jeder euch sympathisch findet

Um eine gute Über-uns-Seite zu schreiben, musst du auf eine bestimmte Zutat achten, wie dieser – etwas überspitzte 😉 – Beispieltext im Vergleich zeigt:

Hi, wir sind InstaMasters! Mit unseren Sales-Tricks gewinnst du monatlich an die 300 neue Follower und wirst mega-erfolgreich sein. Wir wussten schon früh, dass Instagram genau unser Ding ist und haben den Aufbau unserer Agentur straight durchgezogen. Seitdem sind wir jeden Morgen gut gelaunt, ausgeglichen und überzeugt von dem, was wir hier tun.

Äh, ja. Und jetzt nochmal anders:

Hi, wir sind InstaMasters! Mit unseren Sales-Tricks helfen wir dir, auf Instagram an Reichweite zu gewinnen – ganz ohne Hexenwerk. Wir lieben unseren Job als Agentur-CEOs, mussten da aber auch erstmal hinkommen. Vorher haben wir lange Zeit verschiedene Jobs ausprobiert. Nichts davon passte so richtig. Aber das macht nichts. Wer weiß schon auf Anhieb, wo er hinwill? Wir jedenfalls nicht.

 

Und jetzt die große Frage, welchen Text findest du sympathischer? Den zweiten, klar.

Warum? Weil InstaMasters dort nicht versucht, die geilste Agentur zu sein. Mit Perfektionismus gewinnst du keine Herzen. Besser ist es, wenn du auf dem Teppich bleibst – sowohl in der Beschreibung eurer Dienstleistung als auch, wenn es um euch selbst geht.

Erzähl den Lesern ruhig von euren kleinen Facetten, wenn du eine bodenständige Über-uns-Seite erstellen willst. Geh auf Umwege, Brüche und Herausforderungen ein. Auch darauf, was mal nicht so gut geklappt hat. Die besten Über-uns-Seiten sind die mit einem Augenzwinkern.

Social Proof einbauen

Ihr seid gut in dem, was ihr tut? Sehr schön – das lasst euch das von euren Kunden bezeugen! Bittet sie um positive Kundenreferenzen. Und dann streut ihr die im Fließtext ein. Eine schöne Möglichkeit, den Text der Über-uns-Seite auch mal von anderen erstellen zu lassen ;-). Und die ganze Seite abzurunden.

 

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Kreativ texten – wann ist das überhaupt nötig?

Teaser schreiben: der Text, der deine Kunden anfixt

Der Teaser ist der Textteil zwischen Überschrift und Fließtext – und ihn durchdacht zu schreiben lohnt sich unbedingt. Lies hier, warum.

 

Erstmal kurz zur Definition: „Teaser“ bedeutet so viel wie „Anreißer“. Du findest diesen Textabschnitt sowohl in redaktionellen Beiträgen als auch auf Websites. „To tease“ heißt im Englischen „necken“ – ich vermute, weil der Teaser etwas Spannendes erzählt, aber mit der Pointe noch nicht rausrückt.

(Bitte verwechsel den Teaser nicht mit der Subline – die steht zwar auch unter der Headline, ist aber nur eine „Line“, also ein Satz oder eine Ellipse.)

Beginnen wir mal beim Aufbau eines Textes, der, klar, mit der Überschrift anfängt.

Von der Überschrift hängt ab, wie du danach den Teaser textest.

Sagen wir mal, du bist Fitnesstrainer und willst auf deiner Website dein Angebot bewerben. Du fängst also mit einer Headline an. Die sollte nicht länger als ein Satz sein:

Phantastisch fit – fühl dich wohl in deinem Körper

Dies ist eine Headline, die auf den Kundenvorteil und auf Emotionen abzielt. Kann man machen. Was der Leser jetzt aber noch nicht weiß: Dass es um einen Fitnesstrainer geht, der gebucht werden will. Also die klassischen W-Fragen. Du hast hier also eine Wissenslücke, die du mit dem Teaser schließen musst.

Deshalb macht es Sinn, den darauffolgenden Teaser so zu schreiben:

Hi, ich bin Thorsten Turnschuh, dein Personal Fitness Coach. Lass uns zusammen an deiner Wunschfigur arbeiten!

Jetzt weiß der Leser, um wen es geht, was derjenige leistet und was er machen soll, nämlich im persönlichen Training an der Wunschfigur arbeiten.

Du kannst es aber auch genau umgekehrt texten:

 

(Headline)

Thorsten Turnschuh, dein Personal Fitness Coach

(Teaser)

Fällt es dir alleine schwer, ins regelmäßige Training zu kommen? Zu zweit schaffen wir mehr – bis du dich in deinem Körper wieder wohlfühlst!

Du merkst: Der Teaser steht mit der Headline im Wechselspiel.

Kein Teil kann für sich allein stehen. Er richtet sich danach, was die Headline verrät oder eben nicht verrät. Und dann schafft der Teaser auch noch die Brücke zum Fließtext, der danach kommt.

Lass uns aber jetzt versuchen, den Teaser von Thorsten Turnschuh noch ein bisschen spannender zu schreiben. Dazu müssen wir den Teil des Themas finden, der für den Leser von größtem Interesse ist:

 

(Headline)

Thorsten Turnschuh, dein Personal Fitness Coach

(Teaser)

Ein Drill Instructor als Personal Trainer? Muss gar nicht sein. Mit welcher sanften Trainingsmethode ich dich in nur 3 Wochen wieder richtig sexy kriege, verrate ich dir hier.

 

Boah! Hier werden eine Menge Benefits in Aussicht gestellt – die der Leser aber erst erfährt, wenn er weiterliest. Und da er natürlich unbedingt sexy sein will, tut er das auch. Dieser Teaser erklärt also, um was es geht, und macht gleichzeitig neugierig auf den folgenden Fließtext.

Fang also immer mit der Headline an, dann kannst du darauf aufbauend den Teaser schreiben und davon wiederum den Fließtext ableiten. Achte darauf, dass sich Inhalte ergänzen, aber nicht doppeln.

Betrachte den Teaser als Köder für den Leser.

Denn die lesen Texte nicht Wort für Wort durch, sondern scannen ihn erst mal ab und überfliegen ihn. In wenigen Sekunden entscheiden sie: Interessiert mich das oder suche ich meine Lösung auf einer anderen Website?

Ein kurzer Teaser bietet deshalb die perfekte Möglichkeit zu entscheiden, ob sie sich die Zeit für den ausführlichen Fließtext nehmen wollen.

Was du beim Teaser schreiben noch beachten solltest:

Für den Teaser gelten dieselben Textregeln wie auch für andere Textsorten, das heißt:

  • Sprich deinen Leser immer direkt an
  • Einfache und verständliche Sprache wählen
  • und zwei, maximal drei Sätze reichen

Und was ist mit Keywords?

Müssen die auch in den Teaser? Klares jein. Streng genommen muss das Keyword sowohl in die Headline als auch in den Teaser. Da der Teaser ja aber nun mal direkt nach der Headline kommt, kann es passieren, dass das Keyword zu dicht aufeinanderfolgt, sich Infos doppeln und der Text außerdem komisch klingt.

Hier ein Beispiel, wie du Keywords im Teaser nicht schreiben solltest:

(Headline)

Ihr Makler in Oberammergau: Müller Immobilien

(Teaser)

Wir als Makler in Oberammergau bieten Ihnen den besten Service vor Ort, um Ihre Immobilie zu finden – individuell und auf Sie zugeschnitten.

 

Hier merkst du sofort, dass „Makler Oberammergau“ viel zu eng aneinandergeklatscht ist – der Text wirkt künstlich.

Mein Keyword „Teaser schreiben“ steht bei mir sowohl in der Headline als auch im Teaser, aber ich habe versucht, die Wortabschnitte zu trennen und in einen neuen Zusammenhang zu bringen.

Füge also das Keyword im Zweifel lieber in die Headline, also die <h1> ein, denn die ist für Google wichtiger als der Teaser. Dann lässt du es im Teaser weg und bringst es dafür danach noch ein paar Mal in der <h2> unter. Dass sich der Text vernünftig liest, ist immer wichtiger als SEO.