Lektor, Korrektor oder Texter: Wer ist zuständig für fehlerfreie Texte?

Lektor, Korrektor oder Texter: Wer ist zuständig für fehlerfreie Texte?

Vor ein paar Tagen war es mal wieder soweit: „Bügel doch erstmal den Fehler da aus“, schrieb mir jemand unter einen Post auf Instagram.

Derbst uncharmant. Ich hasse solche Leute. Haben die nichts zu tun? Allerdings hatte er inhaltlich Recht. Da klatschten auf der Folie zwei Wörter aneinander, und ich hatte das erst nach dem Hochladen und vielen Likes entdeckt. Korrigieren unmöglich. Blöd.

Sollten Texter das nicht besser können?

 

Dazu fällt mir immer die Postkarte aus Agenturzeiten ein, die eine Textkollegin an ihrem Mac hängen hatte: „Ich bin Kreative, keine Lektorin!“ Diese Kollegin stampfte ganze Kampagnenkonzepte an einem Tag aus dem Boden, war wortwitzig und eine Expertin im Dialogmarketing. Trotzdem butterte sie regelmäßig Fehler in ihre Texte.

Das fand aber niemand weiter schlimm. Denn in der Agentur war klar: Kreative Skills sind etwas anderes als Rechtschreib-Skills. Bevor ein Text gedruckt bzw. veröffentlicht wird, guckt ein externes Lektorat drauf. Das wussten auch die Kunden. Keiner der Texter musste die Verantwortung für fehlerhafte Texte tragen.

Wir Texter mussten sehr oft Gutscheine ausformulieren, und es war ein Running Gag, dass wir uns nie merken konnten, ob es Gratis Packung, Gratis-Packung oder gratis Packung heißen musste. Um ehrlich zu sein, ich weiß es immer noch nicht und müsste wieder nachschauen.

Aber wenn ein Texter nicht für fehlerfreie Texte zu sorgen hat, was kannst du dann von ihm erwarten?

 

Dass er weiß, wie Texte verkaufen. Dass er sich mit Verkaufspsychologie, (Dialog-) Marketing, Zielgruppen und SEO auskennt, und daraus einen Text formt, der natürlich möglichst fehlerfrei ist. Aber nicht zu 100 Prozent. Das ist nicht sein Job, sondern der eines Lektors beziehungsweise Korrektors.

Ein Korrektor prüft Texte hinsichtlich Rechtschreibung, Grammatik, Typografie und Interpunktion. Und wenn er was findet, zeichnet er Fehler zur Korrektur an und schickt dir den Text zurück. Ein Lektor hingegen bezieht auch Stilistisches mit ein.

Oder er liest gleich ganze Romane in Verlagen gegen. Die Begriffe Lektor und Korrektor werden gern mal miteinander verwechselt, aber gemeint ist meistens, dass jemand „da nochmal drüberschaut“.

Und was, wenn doch mal Fehler durchflutschen?

 

Dann ist das zunächst mal sehr menschlich. Jeder macht Fehler. Ich mache Fehler. Immer die gleichen (oder dieselben?), fürchte ich. Als Faustregel gilt:

Je größer dein Unternehmen, desto eher wird absolute Fehlerlosigkeit erwartet. Bist du aber beispielsweise Solo-Preneur und fabrizierst einen Buchstabendreher in einem Instagram-Post – ja nun, so what.

Außerdem: Wenn du Texte schreibst, mit denen du verkaufen willst, kommt es nicht darauf an, ob du zu Fehlern tendierst. Sondern wie du damit umgehst.

Hier ein Satz, den ich neulich auf einer Website gesehen habe:

In der Blog Kategorie Kundenakqise warten Tips und Tricks rund um die Kundengewinung als Freelancen auf dich.

Vielleicht ist der Verfasser einfach nicht so gut im Schreiben, vielleicht ist er Legastheniker, vielleicht hatte er Zeitdruck. Alles gute Gründe.

Aber:

Wenn ich mit meinen Texten überzeugen und bei potentiellen Kunden den bestmöglichen Eindruck machen will, dann sorge ich doch irgendwie dafür, dass die Texte fehlerfrei sind. Notfalls durch Bezahlung eines Korrektors. Es gibt so viele freiberufliche Korrektoren da draußen, die das zeitnah und zu fairen Preisen erledigen.

Wenn die Texte eines Dienstleisters nur so von Fehlern wimmeln, dann ziehe ich daraus Rückschlüsse zur Zusammenarbeit. Wie sorgfältig und gewissenhaft agiert wohl jemand, dem die eigenen Texte und deren Wirkung egal sind? Hat der denn keinen Respekt vor seinen Lesern?

Ich finde: Mal ein Fehler ist okay. Viele sind ein Grund, zurück zur Google-Suche zu gehen.

Was du tun kannst, um Fehler in deinen Texten zu vermeiden:

 

Natürlich gibt es da zuerst mal das klassische Vier-Augen-Prinzip, du lässt also jemand anderen über deinen fertigen Text drüberschauen. Denn manchmal sieht man den eigenen Text bzw. Wald vor lauter Bäumen nicht mehr.

Was du sonst noch machen kannst:

  • Die Rechtschreibüberprüfung von Word nutzen
  • Tools wie www.rechtschreibpruefung24.de hinzuziehen
  • Wenn du ganz, ganz sichergehen willst: ein professionelles Lektorat engagieren

Selbst wenn du zu vielen Fehlern beim Schreiben neigst – du kannst mit diesen Hilfen ganz autodidaktisch dafür sorgen, dass dir nichts durchflutscht. Und deine Texte dann auch professionell wirken.

So. Jetzt bin ich mit dem Text hier fertig. Ich lasse ihn mindestens bis morgen unveröffentlicht, und dann lese ich ihn nochmal sehr gründlich durch, bevor ich ihn hochlade. Auf dass er möglichst wenig Fehler enthalten möge ;-).

 

 

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Werbetexterin: trotzdem mein Traumjob

Ich bin Texterin, oder auch Werbetexterin. Ich hab nie was anderes gemacht und bleibe auch gern bis zum Rentenalter dabei. Manche denken bei diesem Schlagwort an Angestellte, die 60-Stunden-Wochen schieben, auf dem Agenturklo koksen und umso kreativer sind, je zerrissener die Jeans ist.

Aber welches Berufsbild hat nicht mit Klischees zu kämpfen? 😉

Wenn ich mich mit jemandem unterhalte, der sich in seinem Job unwohl fühlt und nicht weiß, wie er da rauskommen soll, bin ich im Stillen immer dankbar für meine Situation.

Denn ich stehe morgens gern auf für meinen Job. Das war früher anders.

 

Geschrieben habe ich schon immer gern. Ich glaube, auf diesen Satz können sich alle Texter einigen – dass sie schon immer Freude daran hatten, sich schriftlich auszudrücken.

Wenn ich im Teenageralter Streit mit meiner besten Freundin hatte, schrieb ich ihr einen langen Brief, anstatt den Anlass persönlich mit ihr auszudiskutieren. Beim Schreiben konnte mir keiner reinfunken, und ich feilte so lange an den Texten, bis sie exakt das aussagten, was ich vermitteln wollte. Satzmelodien, Rhythmus und Sprachwitz zu kreieren, fand ich toll.

Dementsprechend belegte ich Deutsch als Leistungskurs, schrieb an der Abi-Zeitung mit und suchte mir danach Geisteswissenschaften zum Studieren aus.

Literatur, Geschichte und Kunstgeschichte gelten nicht gerade als Fächer, die dir später im Beruf ein tolles Gehalt bescheren – hier schwingt also schon der Idealismus mit, den man als Werbetexterin gut brauchen kann.

Nebenbei besorgte ich mir in den Semesterferien ein schreiblastiges Praktikum nach dem anderen.

 

Aber nie in Werbeagenturen, sondern im journalistischen Bereich. Texter werden, darüber habe ich nie nachgedacht. Deshalb schrieb ich lieber was über Hamburgs beste Pflaumenkuchen in der BILD-Zeitung (ja, ich weiß), verfasste Buchrezensionen in einem Geschichtsmagazin, schaute beim NDR und dem ZDF rein und machte ein paar Jahre bei Kiel4kiel mit, einem Onlineportal in meiner Uni-Stadt.

Das war eine tolle Zeit: Ich hatte eine Kolumne (wer möchte nicht in einer Parallelwelt schlagfertiger Kolumnist sein?!) und ging zu Veranstaltungen wie der Verleihung des Weltwirtschaftspreises, auf der ich Helmut Schmidt und den Ikea-Gründer Ingvar Kamprad traf.

Mal lobte ich einen Helge-Schneider-Auftritt in den Himmel, ein anderes Mal fuhr ich im Polizeiwagen auf der Kieler Woche mit und berichtete darüber. So würde ich eine prima Journalistin werden. Dachte ich.

Im September 2008 brach Lehman Brothers zusammen, drei Monate später schloss ich die Uni ab. Mitten in der Weltfinanzkrise ging ich auf Jobsuche und bewarb mich panisch in alle Richtungen und auf alle Anzeigen, die mir vors Auge kamen.

Und ich nahm auch sofort den ersten Job an, bei dem ich eine Zusage bekam: einer Agentur, die Dialogmarketing für Energiekonzerne machte.

Ich sag’s mal so: Das war keine schöne Zeit.

 

Kundenmagazine für die Stadtwerke Schüttorf zu schreiben erfüllte mich überhaupt nicht. Mailings für E.on und RWE zu erstellen auch nicht. Nichtsdestotrotz lernte ich in dieser Agentur, wie man werblich textet. Direkte Kundenansprache, Benefits rausstellen, an Emotionen appellieren, Call to Action, Textstruktur, aktiv schreiben, all das.

Lediglich SEO war damals noch niemandem ein Begriff.

Wie heißt es doch so schön: Jede Erfahrung ist später mal für was gut. Blöd nur, wenn man das zu dem Zeitpunkt, wo man leidet, noch nicht weiß :-D.

Aber letztendlich haben auch die Stadtwerke Schüttorf dazu beigetragen, dass ich heute eine zufriedene Werbetexterin bin.

Aber erstmal ging es die nächsten Jahre nach diesem Schema weiter, in verschiedenen Agenturen: viel gelernt, aber nie mit dem Herzen dabei.

Mittlerweile nannte ich mich selbst auch Werbetexterin. Dass ich werblich schrieb und nicht mehr redaktionell, war okay. Das Texten war zwar irgendwie immer noch meins, aber ob die Broschüre für barrierefreies Wohnen nun gut gelang oder nicht, war mir nicht wichtig.

Freitagabend war meine Laune bestens, sonntags kippte sie bereits wieder in die andere Richtung.

Meine letzte Werbeagentur vor der Selbständigkeit war in Hamburg und so eine Art von Laden, der viele Klischees erfüllt. Schlechtes Gehalt. Viele Überstunden, unbezahlt natürlich. Wenig Urlaubstage. Hoher Druck, hohes Tempo und Chefs, die sich bei Kununu selbst positive Bewertungen schrieben, um die vielen schlechten zu übertönen.

Ironischerweise war meine Lernkurve in dieser Agentur am höchsten. Vielleicht, weil ich mir selbst so viel Druck machte.

Trotzdem gefiel es mir immer noch, wenn ich mich mit Bekannten unterhielt und auf die Frage „Und was machst du so“ sagen konnte, ich bin Werbetexterin.

Zwei Kinder und einen Umzug nach Lüneburg später stellte ich mir dann die Frage aller Fragen:

Wie viel Sinn macht es, in Teilzeit in die Agentur nach Hamburg zu pendeln?

 

Genau.

Irgendwas musste sich also verändern. Mich als Werbetexterin selbständig zu machen, fiel mir aber gar nicht ein. Meinem Mann hingegen schon. Am Anfang zeigte ich ihm einen Vogel, denn ich traute mir das Ganze nicht so richtig zu. Er kam aber immer wieder mit dieser Idee an. „Übernimmst du die Buchhaltung?“ fragte ich irgendwann. Machte er.

Also kündigte ich und machte mich selbständig. Nicht à la Los geht’s!, sondern mehr nach dem Motto Na gut.

Die ersten Wochen und Monate vergingen. Ich schrieb Akquise-Briefe an meine Wunschkunden, erstellte einen Account bei Instagram und bekam über meine neue Website ein paar Anfragen rein.

Kennst du dieses Gif von dem Faultier, das so große Augen macht? Ich meine das hier:

Zootopia GIF - Find & Share on GIPHY

So musst du dir mich vorstellen, als mir dämmerte, dass der Schritt in die Selbständigkeit genau der Richtige war. Denn plötzlich passierte etwas, was ich vorher nicht gekannt hatte: Ich war motiviert.

Es ist ein Riesenunterschied, ob du für dich selbst arbeitest oder fremdbestimmt für irgendwelche Chefs. Seit ich eigenverantwortlich texte und die Arbeit nach meinen Vorstellungen gestalte, hat sich das Sonntagabend-Gefühl in Luft aufgelöst.

Ich arbeite gern. Und viel. Ich coache Kunden auch direkt, suche Keywords raus und weiß, wie man einen Satz mit einem Wort interessanter macht. Oder hättest du auf meinen Beitrag geklickt, wenn dort einfach Warum es mein Traumjob ist gestanden hätte, ohne trotzdem?

Toll ist auch, das Feedback der Kunden direkt zu erhalten, statt wie früher als Kreation von den Kunden abgeschnitten zu sein. Zwischen Textern und Kunden standen ja immer die Kundenberater. Von den Auftraggebern waren wir abgeschirmt. Persönlich mit Menschen zu arbeiten und zu hören, was sie sich erhoffen und wie sie sich über die Texte freuen, motiviert nochmal extra.

Das Gesamtpaket als Werbetexterin stimmt jetzt einfach. Ich arbeite im Homeoffice, nachmittags ist Familienzeit. Wenn wenig zu tun ist, mache ich spontan einen Tag frei, wenn mehr los ist, arbeite ich auch mal abends oder am Wochenende. Meine Flexibilität würde ich für nichts auf der Welt wieder eintauschen.

Und als Corona losging, habe ich Arbeit und Homeschooling nach meinem Gusto umeinander herumgebastelt. Ich weiß gar nicht, wie ich das als Angestellte hätte schaffen sollen. Ich weiß überhaupt nicht, wie Angestellte so viele Dinge schaffen, ehrlich gesagt.

Natürlich hat der Job auch seine negativen Seiten. Daher das Trotzdem im Titel.

Werbetexterin verbinden viele mit einem gewissen Shabby-Chic.

Davon kann man doch nicht leben, kannst du mir nicht mal eben was texten, geht das auch für umme, du kriegst dafür auch Reichweite, sind beliebte Sätze. Und manchmal bekomme ich auch Anfragen, denen ich die geringe Wertschätzung meiner Dienstleistung sofort anmerke. Texten kann doch schließlich jeder.

Aber das macht nichts. Ich würde nichts mehr an meiner Jobsituation verändern wollen. Ich glaube, das kann nicht jeder behaupten.

Gibt es eigentlich einen Unterschied zwischen Texterin und Werbetexterin? Na ja, mit Werbetexten verbinde ich eher meine Arbeit in der Agentur. Aber als selbständige Texterin mache ich ja auch Werbung für andere, von daher ist es für mich dasselbe.

Und wie schon Werbe-Ikone Karen Heumann sagte:

„Ich mag schon das Wort – werben. Für eine Sache werben, für jemanden werben(…). Das Schöne in einer Sache zu finden und darüber zu reden: Das ist doch eigentlich ein sehr schöner Beruf.“

Word.

 

 

 

 

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Website-Texter: Warum es lohnt, einen zu buchen

Klar kannst du deine Website auch selbst schreiben. Aber Website-Texter verfügen über ein Know-how, von dem die meisten nicht mal wissen, dass es einen Unterschied macht.

 

Treffen sich ein Texter und Herr Mustermann. Sagt Herr Mustermann: „Ich brauche eine Website, und du bist doch Texter.“

Der Texter: „Stimmt, wie kann ich dir denn helfen?“

Mustermann: „Also die Texte sollen knackig sein.“

Texter: „Hm.“

Mustermann: „Und ich will bei Google gefunden werden.“

Texter: „Okay.“

 

So oder ähnlich finden jeden Tag Gespräche zwischen Textern und Kunden statt, und alle haben gemein, dass der Kunde schon mal von nötiger Reichweite gehört hat und die Texte „knackig“ sein sollen.

Kommen dir die knackigen Wünsche nach digitaler Sichtbarkeit bekannt vor?

 

Dann lass mich dir hier erzählen, was ich als Website-Texter wirklich für dich tun kann und wieso ich mich überhaupt so schimpfen darf.

 Ich dampfe dir meinen Lebenslauf mal in 3 Bullets ein:

  • Erst hab ich textnah studiert (Literatur),
  • dann mehrere Jahre in Werbeagenturen das Handwerk gelernt,
  • und irgendwann war ich damit so durch, dass ich wusste, okay, jetzt machst du dich selbständig.

 

Jetzt bin ich also selbständige Texterin, weiß was über Marketing, Verkaufspsychologie, Branding, SEO und Tone of Voice, und du klopfst an und brauchst eine Website.

 

Kennenlerngespräch

Am Anfang steht bei mir immer das kostenlose Erstgespräch. Wir telefonieren oder treffen uns am Bildschirm und beschnuppern uns ein bisschen. Du erzählst, was dir vorschwebt, und ich sage dir, wie ich dir helfen kann.

Du kannst danach entscheiden, ob ich als Texter für deine Website die richtige bin. So wie ich umgekehrt entscheide, ob ich mit dir zusammenzuarbeite ;-). Denn die richtige Chemie und Wertschätzung sind mir wichtig, und das ist eine Straße in zwei Richtungen. In seltenen Fällen habe ich schon mal einen Auftrag abgelehnt. Meist aufgrund solcher und ähnlicher Sätze:

„Ich denke, ein Stundensatz für die Startseite sollte mal reichen.“

„Ich möchte bei den Texten, dass du die nach der xy-Methode schreibst. Dazu gibt es bei Youtube auch eine Anleitung, hier der Link.“

 

Hmmm…nee.

 

Zusätzlich zum Gespräch erhältst du meine Preisliste und die AGB. Was ein Website-Texter für Preise nimmt? Dazu gibt es am Ende des Beitrags einen Absatz.

 

Fragebogen

Du hast beschlossen mit mir zusammenzuarbeiten? Sehr schön, dann fangen wir an. Und zwar mit meinem digitalen Fragebogen, den du von mir erhältst und der die Grundlage für deine Website-Texte bildet.

Natürlich weiß ich durch das Erstgespräch schon viel über dich und dein Projekt. Aber das reicht nicht aus, um daraus Texte für Start, Leistungen, Über mich und so weiter zu schreiben.

Hier musst du also ein bisschen mitarbeiten und dir Zeit zum Ausfüllen nehmen. Die meisten meiner Kunden nehmen sich diese Zeit gern, denn es kann ganz interessant sein, sich selbst beleuchten zu müssen:

Was treibt dich an? Wen willst du ansprechen? Warum sollte jemand bei dir kaufen? Solltest du duzen/siezen/gendern/Preise nennen? Um nur mal ein paar Fragen zu nennen.

 

Feedback zum Fragebogen

Solltest du bei einer Frage nicht weiter wissen, macht das nichts, dann halten wir einfach nochmal Rücksprache und ich berate dich: Welche Schwerpunkte sind dir wichtig, wo bist du dir vielleicht noch unsicher?

Ich prüfe anhand des Fragebogens, ob ich alle Infos habe, die ich brauche, und hake eventuell nochmal nach. Meistens fordere ich an der ein oder anderen Stelle noch mehr Input von dir ein.

 

Keyword-Recherche

Nach dem Fragebogen weiß ich, worum es dir geht, welche Ziele du hast und von wem du gefunden werden möchtest. Also die perfekte Grundlage, um mit der Suche nach Keywords zu beginnen. Als Website-Texter muss ich mich mit Suchmaschinenoptimierung auskennen, denn eine Website ohne SEO ist wie ein Fahrstuhl, der nicht hochfährt.

Wie das geht? Ich nehme den Fragebogen als Grundlage und gehe dann zu ubersuggest.com und kwfinder.de. Dann sind zwei Tools, mit denen man Keywords, deren Suchvolumen und den Schwierigkeitsgrad recherchieren kann.

Bei beiden Tools habe ich Accounts, für die ich zahle. Auf eins alleine will ich mich nicht verlassen, weil die Werte manchmal schwanken und ich meinen Kunden keine unrealistischen Angaben weitergeben möchte.

Mit den richtigen Keywords in deinen Texten steigt die Wahrscheinlichkeit, dass du bei Google auf Seite 1 rankst und mehr Kunden zu deiner Website finden. Ich selbst mache das auch nicht anders. Deshalb steht hier zum Beispiel dauernd „Website-Texter“ und nicht „Website Texterin“.

Denn „Website-Texter“ wird jeden Monat 260 mal bei Google eingegeben.

„Website-Texterin“ hat dagegen nur ein Suchvolumen von 10.

Der Feminimus-Engel auf meiner rechten Schulter fängt an zu heulen, das Was-soll’s-Teufelchen auf der linken winkt ab und passt sich an.

 

Wenn ich für jede deiner Webseiten (nicht zu verwechseln mit Website, der Gesamtheit deiner Webpräsenz) ein paar mögliche Keywords gefunden habe, schicke ich dir dazu eine Liste, aus der wir dann Haupt- und Neben-Keywords aussuchen.

Allein entscheiden tue ich darüber nicht. Du musst dich schließlich auch wohlfühlen mit den Keywords, die sich von der Headline bis zum Call to Action durch den ganzen Text ziehen.

Und erst, wenn wir alle Keywords festgelegt haben, geht es ans Eingemachte – ans Austexten.

 

Austexten

Mit dem Fragebogen und den Keywords als Basis fange ich an, deine Texte zu erstellen. Dabei achte ich darauf, weniger über dich zu schreiben und mehr darauf einzugehen, was deine Kunden wollen. Denn das sind zwei große Unterschiede.

Tatsache ist, dass sich deine potentiellen Kunden erstmal gar nicht für dich interessieren, sondern nur für das, was du für sie tun kannst. Und das sieht man eben auch den Texten an.

Statt „Als Website-Texter habe ich schon 10 Jahre Erfahrung“ schreibe ich also „Dank meiner Erfahrung profitierst du von Texten, die aus Interessenten Kunden machen.“

Im zweiten Satz haben wir einen Vorteil für den Kunden, im ersten geht es nur um den Absender  – buuh.

Nebenbei teile ich den Text in gut verdauliche Abschnitte ein, achte auf die richtige Tonalität, genügend Call to Actions (Handlungsaufforderungen), Verlinkungen, Struktur durch Zwischenüberschriften, Bullets und kleine Absätze, nicht zu lange Sätze, Fettungen, Aktiv statt Passiv, Verben statt Substantive, einheitliche Sprechperspektive,…

 

….bist du noch bei mir?

 

Weil ich meist mit der Startseite beginne, ist es auch diese Seite, die ich dir zuerst zuschicke. Dazu bekommst du noch einen SEO-Leitfaden, der dir hilft, die Stellschrauben an deiner Website zu drehen, auf die ich als Texterin keinen Einfluss habe, die aber trotzdem wichtig sind.

Denn wär doch blöd, wenn du einen feinen SEO-Text erhältst, aber alles andere aus Unwissenheit vernachlässigt und dafür im Ranking einbüßt.

Gefällt dir mein Text? Sehr schön. Oder gibt’s noch was zu verbessern? Dann ist eine Korrekturstufe inklusive. Beim großen Paket sogar zwei. Aber dazu gleich mehr unter Website-Texter und Preise.

Kontroll-Check

Wenn du möchtest, werfe ich nochmal einen Blick auf die Texte, wenn du sie eingepflegt hast. Das macht besonders Sinn, was die Struktur angeht – werden Zwischenheadlines und Absätze (versehentlich) ignoriert, klatscht der Text wie ein Klumpen aneinander und niemand mag ihn lesen.

Meta-Descriptions

Auch die Metadescriptions kann ich dir texten. Noch nie von gehört? Ich erklär’s dir: Wenn dir bei Google Suchergebnisse vorgeschlagen werden, sind das ja immer Websites, die mit einem kleinen Textauszug dargestellt werden.

Das sieht dann zum Beispiel so aus:

 

Dein superduper Website-Texter

https://www.musterwebsite.de

Nur ein gut formulierter Text ist auch ein guter SEO-Text. Tipps für gute Webtexte müssen also am besten 20 Herausforderungen …

 

…und der Text bricht mittendrin ab, weil der Platz nicht reicht. Sieht blöd aus und lädt nicht gerade zum Draufklicken ein.

Deshalb ist es sinnvoll, Metadescriptions präzise zu formulieren, sodass sie nicht abgehackt werden. Außerdem sollten auch noch die Keywords darin vorkommen.

 

Was hat ein Website-Texter für Preise?

Einige Website-Texter arbeiten mit Cent-pro-Wort-Preisen, andere mit einer Preisliste und Paketpreisen. Ich selbst halte nichts für von Cent-pro-Wort-Preisen. Da kann nichts Gutes bei rauskommen – außer einem schlechten, weil künstlich aufgeblasenen Text und wenig Wertschätzung.

In meiner Preisliste habe ich momentan verschiedene Pakete für Websites. Es geht los mit € 699,- zzgl. MwSt. für das kleinste Paket, das sich – genau, für überschaubare Websites eignet.

Wenn du mehr dazu wissen möchtest, kannst du mich gern kontaktieren. Aber ich bin mir sicher, dass du jetzt schon eine Menge über die Zusammenarbeit erfahren hast;-).

 

Einige Zeit später. Treffen sich ein Texter und Herr Mustermann.

Sagt Herr Mustermann: „Danke für die Texte, ich bekomm schon Anfragen über meine Website!“

Der Texter: „Da freu ich mich gleich mal mit. Denn dann habe ich meinen Job wohl ganz gut gemacht.“

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Slogan erstellen in 8 Steps – so geht’s

Schau dir mal diese Sätze an. Ich wette mit dir, dass du jeden sofort vervollständigen kannst:

 

Wohnst du noch oder…

Quadratisch, praktisch,…

Ich bin doch nicht….

Come in and….

 

Wer immer hier beim Slogan Erstellen mitgewirkt hat, hat alles richtig gemacht, denn diese Sätze haben sich ins kollektive Gedächtnis der Deutschen eingebrannt und ihrer Marke ein Gesicht verpasst.

Denn das ist es, was Slogans machen sollen: Sie vermitteln schnell und in wenigen Worten, für welches Image, welchen Vorteil oder welches Gefühl der Absender stehen will.

Ein Slogan kann deinen Kunden helfen, dich einzuordnen, und grenzt dich von der Konkurrenz ab.

Aber muss eigentlich jeder einen Slogan erstellen?

Nö. Es ist nicht kriegsentscheidend für dein Business, ob du einen Slogan hast oder nicht. Mittelgroße Unternehmen haben manchmal einen, große so gut wie immer.

Aber je „kleiner“ du bist, desto weniger wird einer erwartet. Das gilt zum Beispiel für Solo-Selbständige. Ein Slogan für mein Textbüro käme mir ein bisschen übertrieben vor ;-).

Wenn du aber einen Slogan hast, kann er dir viele Vorteile bringen. Slogans sagen Kunden sofort, worum es bei dir geht, und sorgen für einen Wiedererkennungseffekt; mit dir werden bestimmte Werte verbunden. So fängt jede Markenbildung an.

Als ich noch als Texterin in einer Werbeagentur angestellt war, konnte ich mal einen Slogan für die Haushaltsreiniger-Marke Frosch entwerfen. Ich kreierte ein Wortspiel aus „Bio“ und „Pionier“ und machte „der Bionier“ draus.

Eine Zeit lang lang prangte der Begriff auf jeder Citrusreiniger-Flasche. Dann aber kehrte Frosch doch lieber zurück zu „Bio-Qualität seit 1986“. Fand ich schade, war aber wohl zu experimentell.

Einen Werbeslogan zu erstellen kann sich aber aus noch mehr Gründen lohnen.

 

Zum Beispiel ist es eine gute Übung, um deine Positionierung noch besser herauszukristallisieren:

 

Wofür willst du stehen?

Was willst du deinen Kunden sagen?

Kriegst du das in ein paar Worten zusammengefasst?

 

Und so kannst du dir einen Slogan in 8 Schritten erstellen:

1. Kläre: Info-Ebene oder Gefühlsebene?

Überlege zu Beginn, was du vermitteln möchtest: Willst du dem Adressaten eine Information mit dem Slogan liefern, oder geht es dir um Emotionen?

Falls du jetzt „Hä?“ denkst, hier ein Beispiel dazu:

Du hast gerade ein Hotel eröffnet, das du jetzt bekannt machen willst.

Du könntest also einen Slogan auf der Info-Ebene erstellen:

 

Das charmante Hotel an der Nordsee

 

Oder aber es ist dir wichtiger, ein Image zu vermitteln. Dass es um ein Hotel geht, werden die Kunden schon von selbst begreifen.

Also textest du:

 

Erinnerungen, die bleiben.

 

Vom Hotel kein Wort mehr. Bei großen Marken kannst du das besonders gut beobachten:

 

Ich liebe es (McDonalds)

Just do it (Nike)

 

Das Gefühl, das ausgelöst werden soll, steht ganz im Mittelpunkt. Nirgendwo wird erwähnt, dass es um Sport oder Fast Food geht. Andererseits, das weiß sowieso jeder. Deshalb haben große Marken auch den Vorteil, dass sie sich frei austoben können.

Ob du die Gefühls- oder die Info-Ebene wählst, bleibt dir überlassen – es gibt kein pauschales Richtig oder Falsch. Emotionen verkaufen sich oft besser (Backen ist Liebe – Sanella ist Backen).

Aber wenn du ein erklärungsbedürftiges Produkt oder eine seltene Dienstleistung hast, bist du mit einem Slogan auf der Info-Ebene besser bedient.

  

2. Jetzt kommt das Brainstorming.

Hast du für dich entschieden, welche Ebene du nimmst? Super, dann beginne jetzt mit dem Brainstorming.

Schreibe alles auf, was du mit deinen Produkten oder deiner Dienstleistung sagen möchtest und was dir in den Sinn kommt. Und zwar wirklich alles. Auch, wenn es erstmal blöd und albern klingt. Trau dich, rumzuspinnen – es sieht ja keiner außer dir.

Du kannst Stichwörter auf Papier schreiben oder eine Liste in Word anlegen – was dir lieber ist. Ich setze immer ein Stichwort unter das nächste in Word, bis ich wirklich lange scrollen muss. Jeder hat da seine eigene Methode.

Dann sortiere, ergänze, streiche, stelle um und verfeinere. Ein Slogan entsteht selten innerhalb einer Stunde. Gib dem Ganzen etwas Zeit.

 

Ein Brainstorming für das Hotel an der Nordsee könnte zum Beispiel so aussehen:

 

Ausschlafen

Erleben, Erlebnis

Augen schließen, Strand sehen

Nichts tun, Erholen

Fotos Bilderrahmen Erinnern

Gutes, Buchen, suchen, mehr suchen, Meer suchen,..

Wir gönnen uns, gönn dir!

Frische Brise, Wind(ig), wind-ich

Ich tu mir was Gutes

Wind, Watt, Wellness Wellen ness

Endlich geht’s mal um mich, endlich (…) ich

Service, lecker essen

Am Wasser stehen + tief einatmen, salzig

Sorgen wegpusten, Meer Zeit

 

3. Halte den Slogan kurz

Wer einen Slogan erstellen will, macht häufig den Fehler, ganz viel darin unterbringen zu wollen. Darum geht es aber gar nicht. Ein Slogan soll nicht aufzählen und erklären, sondern zusammenfassen – und das am besten in drei bis fünf Worten.

Es gibt auch ein paar Marken, die nur zwei Worte schaffen, z. B.:

 

Das flenst (Flensburger Pilsener)

Das Auto (VW)

 

Du musst nicht mal einen vollständigen Satz nehmen. Eine Ellipse tut‘s auch:

 

Essen gut. Alles gut. (Knorr)

 

Als vollständiger Satz müsste dort Das Essen ist gut. Alles ist gut. stehen. Du verstehst es aber auch verkürzt. Mehr noch, die Verkürzung verdichtet die Aussage.

 

4. Finger weg von Floskeln und Substantiven

Die Deutsche Bank hatte mal folgenden Slogan:

 

Leistung aus Leidenschaft

 

Autsch. Hier sind beim Slogan Entwerfen gleich zwei Fehler passiert: Erstens sind Substantive statt Verben genommen worden und zweitens sind Leistung und Leidenschaft auch noch 1a-Floskeln ohne jeglichen Aussagewert.

Substantive klingen unnahbar, abstrakt und förmlich.

Beispiel:

 

Begleitung. Inspiration. Veränderung.

Begleiten. Inspirieren. Verändern.

 

Die zweite Variante ist die menschlichere, wärmere.

Und Leistung und Leidenschaft kann jeder behaupten, ohne dass irgendjemand weiß, was genau denn damit gemeint ist. Diese Begriffe wurden schon so oft benutzt, dass sie einfach nur noch nerven.

5. Achtung bei der Wortwahl

Willst du einen Slogan für ein Unternehmen entwerfen, das etwas Kompliziertes oder Technisches herstellt? Dann formuliere ihn so, dass es unkompliziert und untechnisch klingt.

Denn erstens versteht nicht jeder Konsument deine Fachsprache und zweitens ist eine einfache Wortwahl verständlicher – geht schneller ins Gehirn, bleibt drin (oh, klingt wie ein Slogan!).

Oder hast du es eher mit Wortspielen? Kannst du machen. Aber hol dir dazu lieber den Rat deines Umfelds und lass dir ehrliches Feedback geben, ob der Witz auch wirklich zündet.

6. Prüfe den Sprachrhythmus

Erinnerst du dich an die Begriffe Jambus, Anapäst und Trochäus aus dem Deutschunterricht? Wer hätte gedacht, dass du die jemals wieder brauchst! Aber ein guter Slogan hängt eben auch von einem harmonischen Rhythmus ab.

Schau mal hier:

 

Haribo macht Kinder froh, und Erwachsene ebenso.

 

Du kannst den Spruch richtig runterleiern. Er ist vollkommen gleichmäßig und damit umso einprägsamer. Das liegt an seinem gleichmäßigen Versfuß:

Haribo macht Kinder froh, und Erwachsene ebenso.

—◡—◡—◡—◡—◡—◡—◡—

DA da DA da DA da DA, DA da DA da DA da DA.

 

Dagegen hier ein unregelmäßiger Rhythmus:

 

Actimel aktiviert Abwehrkräfte

DA da da da da da DA da da da.

 

Warum zieht dieser Slogan trotzdem? Weil er mit der Alliteration arbeitet, also gleichklingenden Anfangslauten (A – a – a). Was identisch und harmonisch klingt, wird im Gehirn als korrekt gemeldet, unterbewusst bejaht und länger abgespeichert.

7. Textbausteine zur Inspiration

Hast du ein paar Schlagwörter aufgeschrieben, die aber leider ohne zusammenhängenden Satz in der Luft hängen? Vielleicht helfen dir dann diese Slogan-Vorlagen:

 

Der / die / das (…) mit / für (…)

Wenn (…), dann….

Einfach mal…

Weil…

(…) trifft (…)

Je (…), desto (…)

Und du wirst (…)

8. Prüf nach, ob es deinen Slogan nicht schon gibt

Du hast einen brillanten Slogan getextet? Dann Glückwunsch! Aber bitte prüf nochmal nach, ob nicht schon jemand anders vor dir auf den gleichen Satz gekommen ist.

Das kannst du zum einen machen, indem du bei der Datenbank www.slogan.de schaust, ob er da schon eingetragen ist.

Und zum anderen natürlich, indem du deine Kreation einfach googlest. Ist dir jemand beim Slogan Erstellen zuvorgekommen? Dann sichere dich ab, dass er nicht womöglich rechtlich geschützt ist.

Denn Slogans sind als zusammengesetzte Wortmarken schutzfähig. Du darfst dein Business zum Beispiel nicht einfach mit Geiz ist Geil betiteln, denn dieser Saturn-Evergreen ist auch gesichert.

Recherchiere dazu am besten auf der Markenschutz-Seite www.tmdb.eu .

Und zum Schluss: der schlimmste Werbeslogan aller Zeiten

Jetzt hast du dir eine Menge über Slogans durchgelesen und darfst dich zur Belohnung zurücklehnen und lachen – über den meiner Meinung nach schlechtesten Slogan aller Zeiten:

 

For you. Vor Ort. (Schlecker)

 

Wer weiß, vielleicht hat auch er dazu beigetragen, dass es Schlecker schon lange nicht mehr gibt ;-).

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Füllwörter vermeiden? Warum das gar nicht nötig ist

Vielleicht hast du über Füllwörter auch schon gelesen, dass sie einen Text nur aufblasen und du sie besser vermeiden solltest. Hier ein paar Beispiele, warum Füllwörter deinen Text sogar besser machen.

 

Wenn du dir Texttipps im Web anschaust, wirst du einen Hinweis finden, der immer wieder auftaucht:

Dass du die Finger von Füllwörtern lassen sollst, weil sie deinen Text schwammig machen und ihn vollstopfen.

Fragt man Wikipedia, sind Füllwörter Worte „mit geringem Aussagewert, die zum Verständnis des Kontextes nicht notwendig sind. Typische Beispiele sind gar, jaalso und halt.

Füllwörter können weggelassen werden, ohne die Aussage auf der Sachebene zu verändern. (…) In der gesprochenen Sprache können sie zur Verbesserung des Sprachflusses eingesetzt werden.“

Auch viele Texter finden, dass Füllwörter nur gesprochen okay sind und liefern dann eine Liste mit Wörtern dazu, die man aus dem Satz streichen soll.

Das ist so einer von diesen Texttipps, die einfach immer weiter durchgereicht werden, ohne dass jemand den Sinn hinterfragt.

Denn so pauschal kannst du Füllwörter gar nicht vermeiden.

Und das Lustige daran: Es hält sich ohnehin niemand an die Regel. Wenn ich mir die aktuelle Kolumne auf Spiegel online durchlese, sehe ich schon, womöglich, etwa, derzeit. Wenn ich auf die Websites von Textkollegen gehe, entdecke ich endlich, einfach, fast, schließlich.

Woran sollst du dich also nun orientieren?

Schauen wir uns mal die Füllwörter-Beispiele aus Wikipedia an:

 

Kommst du um 9 oder 10 Uhr? – Ich komme gar nicht.

Kommst du um 9 oder 10 Uhr? – Ich komme nicht.

 

Das Wörtchen gar verdeutlicht, dass der Antwortende weder um 9 noch um 10 Uhr kommt.

Ohne gar klänge der Satz komisch und unvollständig.

 

Nächstes Beispiel:

Du musst das allein schaffen, ich kann ja nicht.

Du musst das allein schaffen, ich kann nicht.

 

Ja drückt aus: Das nicht Können ist dem anderen bereits bekannt. „Du weißt das doch, ich habe dir das schon mal gesagt.“

Weiter:

Verkaufen funktioniert halt so.

Verkaufen funktioniert so.

 

Halt stellt die Aussage in einen gemeingültigen Zusammenhang und unterstützt die Argumentation: Das ist so üblich, nicht nur ich mach das so, das ist immer so.

 

Und was ist mit also?

 

Füllwörter blasen den Text auf – also besser vermeiden?

Füllwörter blasen den Text auf – besser vermeiden?

 

Das Wort also steht hier für eine Schlussfolgerung: Füllwörter blasen auf, folglich / daraus resultierend sollte man sie besser vermeiden. Wenn du also weglässt, merkt du dem Satz an, dass da irgendwas fehlt.

Noch ein anderes Beispiel:

 

Ich war mal in Barcelona. 

Ich war in Barcelona.

 

Nur durch das Wort mal kann der Leser die Aussage zeitlich einordnen und weiß, dass der Barcelona-Trip schon länger in der Vergangenheit liegt.

Du merkst also: Durch Füllwörter kann sich die Aussage des Satzes ändern.

Sie ohne Prüfung einfach zu streichen, wäre Quatsch.

Jedes muss einzeln unter die Lupe genommen werden.

Außerdem klingen viele Texte ohne die geschmeidigen Füllwörter roboterhaft und nach Beamtendeutsch. Subjekt, Prädikat, Objekt! Wie schroff. Erst Füllwörter geben dem Text eine Melodie, machen ihn menschlich und nahbar.

Außerdem: Was für ein Krampf wäre das, wenn du beim Formulieren die ganze Zeit darauf achten würdest, Füllwörter zu vermeiden?

Daher mein Tipp: Schreib erstmal so, wie es sich für dich natürlich anhört. Dann lies deinen Text am Ende durch. Hast du das Gefühl, dass einige Sätze zu lang sind oder nach Geschwaller klingen?

Dann macht es Sinn, die Füllwörter genauer zu prüfen. Denn ein Zuviel davon lässt den Absender unsicher und laberig wirken. 

Es gibt Füllwörter, die ich auch streichen würde – ein paar Beispiele:

 

entsprechend

letztendlich

vergleichsweise

zweifelsohne

gänzlich

 

Im Vergleich:

 

Sie waren zweifelsohne ein schönes Paar.

Sie waren ein schönes Paar.

 

Zweifelsohne sorgt hier zwar für eine harmonische Satzmelodie, aber inhaltlich trägt das Wort nicht viel bei.

Vielleicht hilft es dir, eine Liste der Füllwörter anzulegen, die du oft benutzt, deinem Text aber eher schaden. Klingt der Satz ohne Füllwort hingegen schroff? Dann lass es drin. Letztendlich ;-).

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Texte besser formulieren: 7 Tipps, die du sofort umsetzen kannst

Du wolltest gar nichts schreiben, aber jetzt musst du halt? Dann los! Damit sich das Ergebnis auch gut liest, zeige ich dir 7 einfache Hacks, wie du deine Texte besser formulieren und Leser überzeugen kannst.

Website, Blog, Social Media oder Flyer – Texte folgen unterschiedlichen Kriterien, je nach Medium. Eins aber haben sie alle gemeinsam: Wenn du unsicher beim Schreiben bist, wird es schwer sein, andere mit deinem Text zu überzeugen.

Woran du auch gerade sitzt: Mit diesen 7 Tipps kannst du alle Texte direkt besser formulieren.

 

1. Beantworte alle W-Fragen

Kennst du die „W-Fragen“? Das sind diese hier:

Was, wer, warum, wie, wo, wann

Manchmal stecken wir so in unserem eigenen Thema drin, dass wir vergessen, auch mal einen objektiven Blick von außen auf den Text zu werfen. Dein Leser hat null Vorwissen, braucht aber erstmal Orientierung, wo er da eigentlich bei dir gelandet ist. Dazu solltest du die W-Fragen direkt in den ersten Sätzen klären. Danach kannst du dann ins Detail gehen.

Dabei musst du nicht zwingend alle Fragen abdecken. Nehmen wir als Beispiel mal meinen Teaser-Text:

Was: Tipps, um Texte besser zu formulieren

Wer: von mir, Lena Block, Texterin

Warum: Damit du deine Leser überzeugst

Wie: Indem du den Text durchliest

Wo: Na, hier 😉

Wann: Wann immer du willst 😀

 

Du siehst: Das Wo und Wann kann hier gern mal vernachlässigt werden.

 

2. Bring Struktur rein

Wovor fürchtet sich das lesende Auge am meisten? Vor einer langen Textwurst. Marketer haben in Studien herausgefunden, dass wir erstmal nur querlesen und einen Text oberflächlich abscannen, wenn uns etwas Geschriebenes vors Auge kommt.

Dazu musst du dem Leser visuelle Anker bieten, an denen er sich festhalten kann. Nutze dazu

  • Absätze,
  • Aufzählungen,
  • Fettungen
  • und Zwischenunterschriften.

Schau mal hier. Vorher:

Kommunikationsdesign – mehr als nur hübsche Bilder. Ein Kommunikationsdesigner kreiert visuell Medien, entwirft Wort-Bild-Marken und hat einen wesentlichen Einfluss auf die Gestaltung unserer Alltagskultur. Dabei muss er für jedes Publikum den richtigen Ton treffen. Suchst du einen Kommunikationsdesigner für deinen Unternehmensauftritt? Dann kontaktier mich gern unter 01234!

 

Und jetzt das Ganze optisch entzerrt:

 

Kommunikationsdesign – mehr als nur hübsche Bilder

Ein Kommunikationsdesigner

  • kreiert visuell Medien,
  • entwirft Wort-Bild-Marken
  • und hat einen wesentlichen Einfluss auf die Gestaltung unserer Alltagskultur.

Dabei muss er für jedes Publikum den richtigen Ton treffen.

Suchst du einen Kommunikationsdesigner für deinen Unternehmensauftritt? Dann kontaktier mich gern unter 01234!

Textwurst adé.

3. Formuliere aus einem Guss

Vielleicht hast du dir angewöhnt, erstmal stichpunktartig Satzfetzen aufzuschreiben, statt gleich einen geschmeidigen Text zu erstellen. Oder du kopierst einzelne Sätze aus dem Web, um deine eigenen Texte besser zu formulieren.

Kannst du auch alles machen – aber aus diesen Fragmenten musst du jetzt einen einheitlichen Text formen, dem man das Zusammengeflicke nicht mehr ansieht. Sonst wirken die einzelnen Absätze abgehackt und haben keinen Textfluss.

Wenn ein Satz ganz locker und flockig in den nächsten führt, liegt das vielleicht an Verbindungswörtern.

Hier ein Beispiel ohne Verbindungswörter:

2017 habe ich mich selbständig gemacht. Natürlich musste ich erstmal bei Null anfangen. Monat für Monat habe ich mehr Reichweite gewonnen. Ich habe kontinuierlich Content gepostet. Ich hatte einfach Spaß an der Sache. Jetzt sieht’s bei mir ziemlich gut aus, trotz der Unsicherheit zu Beginn.

 

Jeder Satz eine einsame Insel. Und jetzt das Ganze nochmal mit Flow:

2017 habe ich mich selbständig gemacht. Obwohl ich natürlich erstmal bei Null anfangen musste. Aber Monat für Monat habe ich mehr Reichweite gewonnen. Weil ich kontinuierlich Content gepostet habe. Und weil ich einfach Spaß an der Sache hatte. Deshalb sieht’s jetzt bei mir ziemlich gut aus, trotz der Unsicherheit zu Beginn.

 

Typische Wörter, die die Sätze aneinanderkitten, sind:

 

Und

Außerdem

Erst,…dann…

Weil

Oder

Auch

Denn

Deshalb

Trotzdem

4. Schreibe kurz

Diesen Tipp zu geben fällt mir schwer, denn ich halte mich selbst oft genug nicht dran: Lass die Finger von Bandwurmsätzen. Und auch von Beiträgen bis nach Timbuktu, wenn es nur wenig zu sagen gibt.

Zu den Sätzen:

Ich mag ja lange Sätze. Die meisten Leser aber leider nicht :-D. Gelesenes prägt sich besser ein, wenn Sätze nicht über mehrere Zeilen gehen. Sonst wird’s anstrengend. Die gute Nachricht: Kürzen geht immer. Um meine Texte besser zu formulieren, mache ich im Zweifelsfall aus einem Satz zwei oder drei:

Im Gegensatz zu den meisten Lesern mag ich lange Sätze, obwohl sich Gelesenes besser einprägt, wenn Sätze nicht über mehrere Zeilen gehen.

 

…Uff. Wie es auch anders geht, siehst du im vorigen Absatz.

 

Zur Länge von Texten insgesamt:

Sag, was du sagen möchtest, und dann ist gut. An diese Regel musst du dich halten, wenn du auf Social Media oder einen Flyer textest. Klar, denn der Platz ist begrenzt. Daran solltest du aber ebenso denken, wenn du einen Beitrag auf der Website schreibst.

Moment, aber wegen der Suchmaschinenoptimierung,…wirfst du jetzt vielleicht ein. Nein, auch dann nicht! Oft liest man ja, dass die Texte lang und voller Keywords sein sollten, damit sie besser ranken. Das ist aber Asbach Uralt.

User werden ja von Google zu deiner Website oder deinem Blog geleitet in der Hoffnung, dort die Antwort zu finden, nach der sie suchen. Sie lesen die Infos, die sie brauchen. Hören aber auf zu lesen, wenn sie merken, dass du schwallerst. Und springen ab. Google merkt sich das und stuft deinen Content daraufhin als nicht so relevant ein – das wiederum schadet deinem Ranking.

Zieh deshalb den Text nicht unnötig in die Länge, sondern beende ihn, wenn du das Gefühl hast, dass alles gesagt ist.

 

5. Mach mal locker

Texte dürfen alles, nur nicht langweilen. Damit dir das nicht passiert, hier ein paar Ideen, die den Text ein bisschen aufmischen:

Provozier ruhig mal oder schreib was, womit keiner rechnet:

Bloggen ist doch für die Tonne.

Du kannst es ja im nächsten Satz wieder aufweichen ;-):

…wenn niemand deinen Content liest.

 

Kreiere lebendige Geschichten!

Also nicht:

Ich blogge regelmäßig.

Sondern:

In diesem Jahr habe ich 12 Beiträge veröffentlicht, dafür 200 Stunden an meinem Rechner rumgefreggelt, literweise Kaffee getrunken und bei jedem positiven Feedback einen kleinen Satz in meinem Stuhl gemacht.

 

Streue zwischendurch (rhetorische) Fragen ein:

Wie oft ist dir das schon passiert?

Bist du eher Team Facebook oder Team Instagram?

 

Weg mit dem Passiv. Es macht Texte dröge.

Also nicht:

Hier werden Tipps gegeben, um Texte besser zu formulieren

sondern

Ich gebe dir Tipps, um Texte besser zu formulieren

 

6. Sag es umgangssprachlich

Lesen sich deine Texte manchmal gestelzt, aber du kannst gar nicht so richtig sagen, warum?

Unnatürliche Texte passieren meist dann, wenn du dir eigentlich besondere Mühe geben willst und es dir wichtig ist, dass das, was du sagen willst, gut ankommt. Indem du es also genau richtig machen willst, machst du es falsch.

Du kannst deinen Text immer mit der Frage überprüfen:

Würde ich auch im direkten Gespräch so reden?

Nein? Dann solltest du dir die Sätze nochmal vornehmen.

Du musst Wörter nicht korrekt ausschreiben, wenn du nicht auch so sprichst:

Nicht

Jetzt kommt erst einmal das Briefing

sondern

Jetzt kommt erst mal das Briefing

 

Achte außerdem auf eine natürliche Satzstellung.

Also nicht

Gern schicke ich dir ein Angebot

Sondern

Ich schick dir dazu gern ein Angebot

Lustig übrigens: Manchmal sagen Kunden im Briefing zu mir, dass sie sich im „gehobenen Segment“ sehen und sich das auch in der Tonalität/ der Voice of Tone widerspiegeln soll. Also auch „gehobener Text“.

Das geht aber oft nach hinten los. Auch als High-End-Unternehmen kannst du so klingen, dass es sich nicht näselnd anhört. Denn das schreckt potentielle Kunden eher ab, sie werden nicht warm mit dir.

7. Und zum Schluss: Liegen lassen

So! Du hast deinen Text fertig geschrieben? Dann ist das Beste, was du jetzt tun kannst, ihn noch nicht rauszuschicken/zu veröffentlichen, sondern liegenzulassen. Schließ Word und widme dich einer anderen Sache. Mindestens 5 Minuten, vielleicht auch einen Tag, wenn du kannst.

Dann lies ihn dir erneut durch.

Durch den Abstand und den frischen Blick wirst du

  • Unstimmigkeiten entdecken,
  • Flüchtigkeitsfehler sofort sehen,
  • merken, dass noch etwas fehlt
  • und den gesamten Text nochmal neu bewerten.

 

Und dadurch kannst du deine Texte IMMER besser formulieren.

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Lektor, Korrektor oder Texter: Wer ist zuständig für fehlerfreie Texte?

Beispiele für Floskeln: Wie du sie beim Texten vermeidest

Niemand schreibt absichtlich in Floskeln. Trotzdem passieren sie und machen den Text schwach. Nicht schlimm! Ich zeige dir hier ein paar Beispiele für Floskeln, wie du sie erkennst und was du stattdessen schreiben kannst.

Erstmal zur Definition einer Floskel:

Eine Floskel ist eine abgedroschene Formulierung, die jeder kennt, die schon tausend Mal benutzt wurde und die deshalb beim Leser nichts mehr auslöst. Beim Sprechen mit anderen ist das nicht so schlimm. Aber wenn du zu viele Floskeln in deine schriftliche Kundenkommunikation einbaust, langweilst du deine Zielgruppe und vergraulst sie im schlimmsten Fall.

Beispiele für solche Floskeln sind:

Service wird bei uns groß geschrieben

Willkommen auf unserer Website

Wir sind stets für Sie da

…und so weiter.

Es gibt sogar einzelne Wörter, die auch schon nichtssagende Floskeln geworden sind. Das hier sind die häufigsten:

Flexibilität

Innovation

Kompetenz

Leistung

Leidenschaft

Professionalität

Qualität

Service

Tradition

Jedes dieser Wörter klingt erstmal großartig und vielversprechend, aber auf den zweiten Blick steckt nichts dahinter. Was für ein Bild erzeugt Leistung vor deinem inneren Auge? Was siehst du, wenn du Professionalität liest?

Nichts.

Ich persönlich finde übrigens Leidenschaft furchtbar abgedroschen. Wenn mir jemand erzählt, dass er etwas aus ganz doller Leidenschaft macht, nehme ich die Beine in die Hand :-D.

Trotzdem wirst du diesen Wörtern immer wieder begegnen, vor allem bei Slogans. Wie austauschbar sie sind, kannst du testen, wenn du immer zwei dieser Begriffe mit den Wörtern und, durch und aus kombinierst. Beispiele dieser Floskeln:

Qualität durch Kompetenz

Service aus Leidenschaft

Innovation und Tradition

 

…schnarch.

 

Übrigens, Fun Fact:

Einige User verstehen solch leere Phrasen auch gar nicht. Innovativ zum Beispiel wird oft benutzt. Aber die Keyword-Recherche hat mir gezeigt, dass viele Menschen überhaupt nicht wissen, was damit gemeint ist:

Was heißt innovativ? -> wird 430 x im Monat bei Google eingegeben

Innovativ Bedeutung -> 1200 x

Was bedeutet innovativ -> 790 x

Es gibt unzählige Websites, die in jedem vierten Satz nichtssagende Floskeln benutzen.

Bestimmte Formulierungen hat man halt gelernt und verinnerlicht, und außerdem schreiben alle anderen das doch auch.

Der User aber, aus dem ja im besten Fall ein zahlender Kunden werden soll, ist schnell gelangweilt und zieht weiter, um auf anderen Websites sein Glück zu finden.

Aber irgendwas muss ich da doch hinschreiben, denkst du jetzt vielleicht. Wenn ich vermitteln will, dass mein Produkt eine hohe Qualität hat, dann schreibe ich auch Qualität!

Bitte merke dir:

Floskeln sind Überbegriffe, sie fassen etwas zusammen. Was du stattdessen tun musst, ist zeigen und erklären.

Formulieren ohne Floskeln geht so:

Innovative Lösungen

kann jeder behaupten. Wenn du aber schreibst

Unsere Handwerker sind innerhalb einer Stunde bei ihnen und geben direkt eine Fehlerdiagnose

… dann weiß der Leser sofort, was mit diesen innovativen Lösungen gemeint ist, ohne dass du innovative Lösungen sagen musst.

 

Wenn du schreibst

Ihr starker Partner vor Ort

hat keiner eine Ahnung, was denn da so stark ist.

Aber wenn du sagst:

Mehrstündige Beratung durch unsere Vermögensexperten

…weiß der Leser, was genau ihn erwartet.

 

Also: Werde konkret! Nicht labern, sondern informieren.

Schreib statt

Willkommen auf unserer Website

lieber

Endlich durchschlafen mit Schlafcoach Anna Mustermann.

Brauchst du noch ein paar Beispiele für Floskeln oder war dir das innovativ und leidenschaftlich genug? 😉

Eins noch: Verwechsle nichtssagende Floskeln nicht mit Füllwörtern.

Ein Füllwort ist ein einzelnes Wort, das einfach wenig aussagt, wie gar, ja, also und halt. Meist kannst du es einfach löschen, ohne dass sich die Aussage des restlichen Satzes dadurch verändert.

Eine Floskel aber ist ja meist der ganze Satz. Du kannst sie also nicht einfach ersatzlos streichen, sondern musst sie durch eine konkretere Aussage ersetzen.

Und auch, wenn wir von Einzelwörtern wie Qualität oder Leistung reden, musst du sie durch etwas ersetzen.

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Lektor, Korrektor oder Texter: Wer ist zuständig für fehlerfreie Texte?

Texte für Unternehmen: Warum du die nicht irgendeinem Mitarbeiter überlassen solltest

Bist du grad am Überlegen, die Texte für dein Unternehmen einem professionellen Texter in die Hand zu drücken? Eine weise Entscheidung – denn es kann viel schief gehen, wenn die Kundenkommunikation dem Zufall überlassen wird.

Aber fangen wir von vorne an.

Vor ein paar Monaten bekam ich einen Anruf von einer Firma, die Verpackungen und Schachteln herstellt. Das Unternehmen wollte von mir ein paar Texte für Grußkarten, in der der Geschäftsführer Dankesworte an die Kunden richtet.

Bevor ich anfange zu texten, mache ich mir immer erst ein Gesamtbild vom Kunden. Ich kann dem Geschäftsführer keine Worte in den Mund legen, wenn ich das Unternehmen nicht kenne.

Deshalb ist ein Klick auf die Website auch selbstverständlich, denn sie ist das digitale Aushängeschild eines jeden Unternehmens.

In diesem Fall sah ich Folgendes:

„Willkommen auf unserer Homepage“ auf der Startseite

„Contact us“ im Call-to-Action-Button

Ein „Du“ unter dem sonst durchgängigen Gesieze

Ein paar Schenkelklopfer auf der Über-uns-Seite, aber ein bierernster Text bei „Leistungen“

Ich hab also die Grußkarte getextet, hätte aber am liebsten einmal die ganze Website saniert. Denn mit diesen uneinheitlichen, verwirrenden Texten tat sich das Unternehmen keinen Gefallen (hab mich aber nicht getraut, das anzumerken). Kuddelmuddel, wie wir Norddeutschen sagen würden.

Diese Website ist kein Einzelfall. Die Online-Präsenzen von unzähligen Unternehmen sehen so aus. Nur merken das viele nicht oder stören sich nicht daran, weil der Laden trotzdem läuft.

Natürlich kann ein Unternehmen erfolgreich sein und die Kommunikation darüber vernachlässigen. Vielleicht ist es lokal gut verankert, stellt etwas her, was andere so nicht anbieten (Alleinstellungsmerkmal) oder hat langjährige treue Kunden.

Trotzdem sollten Unternehmen immer einen Blick auf das Erscheinungsbild und die Kommunikation haben.

Genauer: Sie sollten sich als Marke betrachten. Marke bedeutet: Festlegen, wofür man steht. Festlegen auf bestimmte Werte, auf ein Image, ein bestimmtes visuelles Erscheinungsbild und, ja, auf eine bestimmte Art der Kommunikation und der Schreibweise.

Die Texte für ein Unternehmen sollten immer aus einem Guss sein.

Denn das schafft Wiedererkennbarkeit, Orientierung und Vertrauen bei den Kunden und gleichzeitig das Abheben von der Konkurrenz.

Marketer nennen das auch oft Corporate Text oder Corporate Language – also das Festlegen von Stil, Wortwahl, Tonalität, Schreibkultur, Ansprache. Auf diese Weise kannst du deine Inhalte passgenau an deine Zielgruppe transportieren und dich unverwechselbar machen.

Ist dein Text nicht einheitlich, kann es passieren, dass du dich auf deiner Startseite mit einem zackigen Slogan präsentierst, aber gleichzeitig Mailings in steifstem Beamtendeutsch versendest. Deine Kunden merken diesen Bruch im Text  – bewusst oder unbewusst – und sind irritiert:

Warum sprechen die in zwei verschiedenen Sprachen?

Die Texte für das Unternehmen sind nicht aus einem Guss, Wiedererkennungswert und Glaubwürdigkeit leiden.

Nun ist Text aber etwas, von dem viele Geschäftsführer immer noch denken, dass das doch irgendjemand aus der Firma machen kann, der sich ganz okay auszudrücken weiß.

Daher ist es auch ein Running Gag unter Textern, wenn jemand sagt: „Ach, den Flyer kann doch der Malte aus dem Vertrieb texten, der schreibt immer so nette Emails.“

Und Malte macht das dann auch. Weiß aber nichts von einheitlicher Schreibweise, Verkaufspsychologie oder gezielter Kundenansprache, denn er ist kein Texter. Die alten Stammkunden verprellt er damit nicht. Aber es werden eben auch keine neuen dazu gewonnen.

Ich sage immer:

Professionelle Texte sind nicht nur was für große Unternehmen.

Auch kleine und mittelständische Unternehmen sollten in eine gute Kommunikation investieren. Viele wissen bereits um die Notwendigkeit eines ordentlichen Corporate Designs, aber der Text bleibt sehr oft ein Malte-Ding.

Deshalb: Lass Malte den Vertrieb machen und gib die Texte für dein Unternehmen jemandem, der es als Marke betrachtet ;-). 

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Lektor, Korrektor oder Texter: Wer ist zuständig für fehlerfreie Texte?

Texte kürzen in 9 einfachen Schritten

Hi, ich bin Lena Block, Texterin, und verrate dir hier 9 Tipps, wie du deine Texte sinnvoll kürzen kannst, ohne dass du auf wichtige Aussagen verzichten musst. Wobei:

Wann solltest du Texte überhaupt kürzen?

Wenn du an einem Flyer arbeitest, eine Email oder einen Post für Instagram schreibst, ist dein Platz limitiert. Du musst also schauen, dass du das, was du sagen willst, in einer vorgegebenen Zeichenanzahl unterkriegst. Ich selbst muss auch oft kürzen, meine Bildbeschreibungen für Instagram werden oft viel zu lang.

Oder willst du Texte auf deiner Website kürzen?

Dann frage ich mich: warum? Deine Website ist eine riesige Spielwiese, auf der du schreiben kannst, so viel du möchtest. Ein kürzerer Text ist nicht automatisch ein besserer Text. Ein langer aber auch nicht. Nimm dir den Platz für das, was du sagen willst. Wenn dein Text bis zum Schluss spannend und interessant zu lesen ist, hat er genau die richtige Länge.

Für die Suchmaschinenoptimierung rate ich dir sogar eher zu langen Texten, weil du da die Keyword-Optimierung besser ausspielen kannst.

Was taugen Online-Tools zum automatischen Texte kürzen?

Klar kannst du deinen Text auch online kürzen. Aber als hauptberufliche Texterin mit 14 Jahren Erfahrung auf dem Buckel bin ich selbstverständlich der Meinung, dass Seiten wie Resoomer und so weiter nichts taugen ;-).

Zum Texte kürzen gehört Fingerspitzengefühl und ein menschliches Gehirn. Das kann kein Roboter ersetzen. Ich würde das immer selbst machen.

 

Hier kommen 9 Hacks, wie du Texte am besten kürzen und umschreiben kannst:

1. Zusammenfassen statt ausschweifen

Liegt auf der Hand: Wenn du mit dem Platz zum Texten nicht hinreichst, fasse mehrere Sätze zu einem zusammen. Das bedeutet leider auch, dass du auf Details, die dir vielleicht wichtig sind, verzichten musst. Aber oft kann der Leser sich diese Details auch selbst denken.

Beispiel:

Am Telefon können wir über Briefing, Timing, Keyword-Recherche und Geschäftsbedingungen sprechen.

Zusammengefasst:

Am Telefon können wir über alles Wichtige sprechen.

2. Verlegenheitssätze erkennen und streichen

Es gibt so Sätze, die du schon oft gelesen hast und die sich deshalb in deinem Hinterkopf verankert haben. Das heißt aber nicht, dass sie sinnvoll sind. Also Sätze wie

Ich bin jederzeit für Sie zu erreichen

Ich freue mich auf Sie

Wir arbeiten termingerecht und zuverlässig

Diese Aussagen kannst du ersatzlos streichen. Denn dass du für deine Kunden da bist und zuverlässig arbeitest, sollte selbstverständlich sein und muss nicht extra erwähnt werden.

3. Texte am Ende statt am Anfang kürzen

Denn beim Schreiben neigen wir dazu, das Wichtigste am Anfang zu sagen und verzichtbare Rand-Details erst zum Schluss.

4. Schmeiß die Adjektive raus

Adjektive können eine miese Falle sein. Eigentlich sollen sie helfen, das Gesagte auszuschmücken und zu unterstreichen. Aber es gibt ein paar Adjektive, mit denen du dir keinen Gefallen tust. Weil sie in Wirklichkeit gar nichts aussagen und deinen Text nur künstlich aufblasen.

Beispiel:

Ich habe ein einzigartiges Angebot für Sie, das genau auf Ihre Situation zugeschnitten ist.

Einzigartig klingt ziemlich billig, oder? Das sind die Stellen, an denen du Texte super kürzen kannst. Auch auf der roten Liste stehen Wörter wie

  • Exklusiv
  • Attraktiv
  • Unvergesslich
  • Spannend

und so weiter. Können alle weg.

5. Infinitive und Hilfsverben

Ein Infinitiv ist die Grundform eines Verbs, zum Beispiel schreiben, lesen, sagen. Und Hilfsverben sind Verben wie müssen, sollen, können, machen. Wann immer du einen Satz mit Infinitiven oder Hilfsverben bildest, wird er vermutlich ziemlich lang. Außerdem verschachteln sie die Satzkonstruktion unnötig.

Du kannst also Texte gut kürzen, wenn du diese Verben streichst. Beispiel:

Ob das klappt, habe ich nicht sofort sagen können.

Besser:

Ob das klappt, wusste ich nicht sofort.

6. Ganze Sätze durch ein einziges Wort ersetzen

Der Geheimkniff: Um etwas auszudrücken, braucht es nicht immer einen ausformulierten Satz. Manchmal reicht auch nur ein Wort, um dieselbe Aussage oder Emotion zu transportieren.

Beispiel:

Er sagte mir, dass er lieber mit jemand anders zusammenarbeiten wolle. Das hat mich wirklich gekränkt.

Besser:

Er sagte mir, dass er lieber mit jemand anders zusammenarbeiten wolle. Autsch.

Oder:

Einen Tag später sagte er mir dann aber doch zu. Darüber hab ich mich richtig gefreut.

Einen Tag später sagte er mir dann aber doch zu. YES!

7. Füllwörter prüfen

Texter hacken ja gern auf Füllwörtern herum. Überflüssig sollen sie sein und den Text schwammig machen, ist die gängige Meinung. Also Texte kürzen, indem man sie alle streicht, oder?

Nicht grundsätzlich, finde ich. Viele Füllwörter haben auch ihre Berechtigung. Sie können einem Text einen geschmeidigen Lesefluss verpassen und die Aussage verfeinern statt verwässern. Du musst also jedes einzeln prüfen.

Füllwörter sind diese hier:

  • Vielleicht
  • Etwa
  • Eventuell
  • Echt
  • Offensichtlich
  • Eigentlich
  • Mittlerweile
  • Quasi
  • Wirklich
  • Im Prinzip
  • Ungefähr

Beispiel 1:

Er ist offensichtlich ein Ass im Texte kürzen.

Er ist ein Ass im Texte kürzen.

Hier würde ich offensichtlich streichen, da die Aussage dieselbe bleibt.

Beispiel 2:

Er kann eventuell zu meiner Party kommen.

Er kann zu meiner Party kommen.

Bei diesem Beispiel lasse ich eventuell drin, denn das Wort sagt aus, dass jemand nur vielleicht zur Party kommt und noch nicht fest zugesagt hat. Die Aussage wäre also eine andere ohne das Wort.

8. Die Text-Struktur NICHT verändern

Gut lesbare Texte sind strukturiert durch Überschrift, Zwischen-Überschriften, knappe Absätze und Aufzählungen. Auch, wenn es so einfach erscheint: Dampf deinen Text jetzt nicht zu einem dichten Klops ein, nur um Platz zu sparen.

Denn dann hat keiner mehr Lust, ihn zu lesen. Die Struktur muss luftig-locker bleiben, Texte kürzen hin oder her.

Auch Zitate darfst (!) du nicht einfach so kürzen. Oder höchstens, wenn du den Urheber um Erlaubnis bittest und die Kürzung so (…) kenntlich machst.

9. Zum Schluss: Unbedingt nochmal komplett durchlesen

Du hast deinen Text erfolgreich gekürzt? Klasse! Aber checke jetzt auf jeden Fall nochmal den ganzen Text und besonders die Übergänge, an denen du gekürzt hast. Merkt man an diesen Stellen, dass da was fehlt? Kannst du die Sätze durch Verbindungswörter (und, denn, aber…) aneinanderfügen?

Und solltest du neue Wörter eingebaut haben, prüfe, ob du vielleicht hier und da noch ein Synonym benutzen kannst. Und lies den Text von vorn bis hinten durch. Wirklich. Wirklich.

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