Hervorhebungen in Texten: fette Sache!

Hervorhebungen in Texten: fette Sache!

Weil deine Ziel­grup­pe deine Texte sel­ten Wort für Wort durch­liest, son­dern aufs Wich­tigs­te abscannt, hel­fen Her­vor­he­bun­gen durch fett mar­kier­te Satz­tei­le. Ich erklä­re dir, wor­auf du dabei ach­ten soll­test.

 

But­ter bei die Fische: Liest du die­sen Arti­kel gera­de wirk­lich kom­plett von Anfang bis Ende? Wenn ja, dann fühle ich mich sehr geehrt und freue mich, deine Auf­merk­sam­keit gewon­nen zu haben.

Wahr­schein­lich ist es aber anders. Wahr­schein­lich springt dein Auge von Über­schrift zu Über­schrift und bleibt an Begrif­fen hän­gen, die optisch her­aus­ste­chen. Ist okay, ich bin nicht belei­digt. Denn:

Im Internet lesen wir nicht linear, wir “scannen”.

Und des­halb ist es im Online-Mar­ke­ting gän­gig, ein­zel­ne Wör­ter oder Satz­tei­le her­vor­zu­he­ben, indem man sie fett mar­kiert. So näm­lich.

Genau­so wie Zwi­schen­über­schrif­ten oder Bullets/Aufzählungen die­nen sie als visu­el­le Anker, die ver­hin­dern, dass deine Leser gelang­weilt absprin­gen, weil sie die gesuch­te Infor­ma­ti­on nicht schnell genug fin­den. Denn wir haben ja alle keine Zeit.

Warum Begriffe hervorgeboben werden sollten

Ich bin ehr­lich: Ich finde gefet­te­te Her­vor­he­bun­gen in Tex­ten häss­lich, daher lass ich’s oft ein­fach. Aber das mensch­li­che Gehirn ist nun mal faul. Also sucht es nach dem Weg des gerings­ten Wider­stands, um Infor­ma­tio­nen auf­zu­neh­men:

Stu­di­en im Bereich der User Expe­ri­ence (UX) zei­gen immer wie­der, dass Texte online nur über­flo­gen (“Skim­ming” bzw. “Scan­ning”) wer­den.

Fett mar­kier­te Wör­ter wir­ken dabei wie ein Magnet. Sie signa­li­sie­ren Rele­vanz. Wenn du wich­ti­ge Schlüs­sel­wör­ter oder kurze Phra­sen durch Her­vor­he­bun­gen mar­kierst, hilfst du dei­nem Leser dabei, den Kern dei­ner Aus­sa­ge in Sekun­den­schnel­le zu erfas­sen.

Das hat zwei ent­schei­den­de Vor­tei­le:

Gerin­ge­re Absprungra­te: Die Leser fin­den schnel­ler, was sie suchen, und blei­ben eher auf der Seite

Bes­se­res Text­ver­ständ­nis: Selbst beim flüch­ti­gen Über­flie­gen bleibt die Haupt­bot­schaft hän­gen

Richtig dosieren: Die Dos and Don’ts bei Hervorhebungen

Aha, denkst du jetzt viel­leicht, ist ja super, dann mar­kie­re ich jetzt in jedem zwei­ten Satz ein Wort fett. Das wäre aber zuviel des Guten und würde das Ganze wie­der ad absur­dum füh­ren.

Hier mal 2 Ver­glei­che:

Ein Text völ­lig ohne Fet­tun­gen:

Spä­tes­tens mit ihrem Mei­len­stein-Album „Auf einem Auge blöd“ (1995) avan­cier­te der Slang von Fet­tes Brot end­gül­tig zum gesamt­deut­schen Kul­tur­gut. Das Trio lie­fer­te damit den ent­schei­den­den Gegen­ent­wurf zum damals auf­kom­men­den, oft düs­te­ren Stra­ßen-Rap: Sie bewie­sen mit spie­le­ri­scher Leich­tig­keit, dass man im deut­schen Hip-Hop weder ein har­tes Image noch eine kri­mi­nel­le Vita benö­tig­te, um „fett“ – also in höchs­tem Maße rele­vant und cool – zu sein.

Diese Mischung aus han­sea­ti­scher Gelas­sen­heit und Humor präg­te eine ganze Gene­ra­ti­on. Für Jugend­li­che wurde das Wort zum uni­ver­sel­len Güte­sie­gel: Alles, was zuvor schlicht „geil“ war, wurde nun als „fett“ dekla­riert. Heute ist der Begriff so fest in der All­tags­spra­che ver­wur­zelt, dass viele gar nicht mehr wis­sen, wie sehr die Ham­bur­ger Hip-Hop-Welle der 90er die­sen Pro­zess beschleu­nigt hat.

…..so anstren­gend.

Jetzt der glei­che Text mit sinn­vol­len Her­vor­he­bun­gen:

Spä­tes­tens mit ihrem Mei­len­stein-Album „Auf einem Auge blöd“ (1995) avan­cier­te der Slang von Fet­tes Brot end­gül­tig zum gesamt­deut­schen Kul­tur­gut. Das Trio lie­fer­te damit den ent­schei­den­den Gegen­ent­wurf zum damals auf­kom­men­den, oft düs­te­ren Stra­ßen-Rap: Sie bewie­sen mit spie­le­ri­scher Leich­tig­keit, dass man im deut­schen Hip-Hop weder ein har­tes Image noch eine kri­mi­nel­le Vita benö­tig­te, um „fett“ – also in höchs­tem Maße rele­vant und cool – zu sein.

Diese Mischung aus han­sea­ti­scher Gelas­sen­heit und Humor präg­te eine ganze Gene­ra­ti­on. Für Jugend­li­che wurde das Wort zum uni­ver­sel­len Güte­sie­gel: Alles, was zuvor schlicht „geil“ war, wurde nun als „fett“ dekla­riert. Heute ist der Begriff so fest in der All­tags­spra­che ver­wur­zelt, dass viele gar nicht mehr wis­sen, wie sehr die Ham­bur­ger Hip-Hop-Welle der 90er die­sen Pro­zess beschleu­nigt hat.

 

…wenn du jetzt nur die gefet­te­ten Her­vor­he­bun­gen liest, weißt du, dass Fet­tes Brot das Wort fett in den täg­li­chen Sprach­ge­brauch kata­pul­tiert haben. Das ist die Essenz des gan­zen Tex­tes.

Und so fettest du korrekt:

  • Fokus­sie­re dich auf Key­words: Über­le­ge dir vor dem Fett­mar­kie­ren, was die abso­lu­ten Kern­be­grif­fe dei­nes Absat­zes sind.
  • Mar­kie­re ganze Sinn­ein­hei­ten (manch­mal): Statt nur eines ein­zel­nen Wor­tes kann es sinn­voll sein, eine kurze Phra­se, wie z. B. “stra­te­gi­sche For­ma­tie­rung”, her­vor­zu­he­ben, wenn dies den Kern der Aus­sa­ge bes­ser trifft. Aber halte es kurz.
  • Mach’s wie im Fet­tes-Brot-Text: Ein guter Trick ist es, die Kern­aus­sa­ge eines lan­gen Absat­zes durch geziel­te Her­vor­he­bun­gen so zu gestal­ten, dass man den Absatz ver­steht, wenn man nur die fett­ge­druck­ten Teile liest.

So lieber nicht:

  • Ganze Sätze fett mar­kie­ren: Urrgh, too much. Stört den Lese­fluss  und wirkt auf­dring­lich. Es ist das visu­el­le Äqui­va­lent zum Ange­brüllt wer­den.
  • Zusätz­li­che Unter­strei­chun­gen: Unter­stri­che­ner Text wird im Web fast immer als Hyper­link inter­pre­tiert. Wenn du einen Text­teil fett mar­kiert UND unter­streichst, ver­wirrst du deine Leser, die ver­geb­lich ver­su­chen, dar­auf zu kli­cken.
  • Zu viele ver­schie­de­ne For­ma­te: Nutze Fet­tung als dein pri­mä­res Werk­zeug. Kur­siv­schrei­bung (Ita­lic) eig­net sich eher für Zita­te, Pro­dukt­na­men oder fremd­spra­chi­ge Begrif­fe, ist aber schlech­ter les­bar als fette Schrift.

So! Das war die Defi­ni­ti­on von Fett (und alle Fet­tes-Brot-Fans ver­ste­hen die Anspie­lung 😉).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Smartphone mit Instragam Texten von Lena Instagram Account

Hat dir der Beitrag gefallen?

Hinterlasse mir gern eine Nachricht bei Instagram!

Text­bü­ro Block auf INSTAGRAM

Die Kunden gendern, ja oder nein? Mein Rat als Texterin

Die Kunden gendern, ja oder nein? Mein Rat als Texterin

Die Kun­den, für die ich texte, fra­gen mich oft, ob sie in ihrer Unter­neh­mens­kom­mu­ni­ka­ti­on gen­dern soll­ten. Weil wir dar­über so oft spre­chen, habe ich mir dazu mal ein fik­ti­ves Gespräch aus­ge­dacht, das den Quer­schnitt aller Gen­der-Dis­kus­sio­nen mit mei­nen Kun­den abbil­det und dir Ant­wor­ten lie­fert.

 

Lena: „…das wären dann soweit alle Rück­fra­gen zum Fra­ge­bo­gen, außer noch beim Gen­dern, da hast du ange­kreuzt, dass du da gern noch Bera­tung zu hät­test.“

Kunde: „Ja genau. Da bin ich mir ein­fach noch unsi­cher.“

L.: „Hast du denn bis­her deine Kun­den gegen­dert?“

K.: „Nein.“

L.: „Aber du bist dem Gen­dern gegen­über gene­rell nicht abge­neigt?“

K.: „Also ich würde ja schon gern alle mit ein­be­zie­hen, die Idee finde ich grund­sätz­lich gut.“

L.: „Okay. Also. Gen­dern ist ja Teil der Posi­tio­nie­rung und der Cor­po­ra­te Lan­guage. Ich sage immer, dass man zwei Aspek­te bei der Ent­schei­dung beach­ten soll­te: Ein­mal, wie du als Absen­der dazu stehst, und dann natür­lich, ob deine Ziel­grup­pe gen­der-affin ist.“

K.: „Ist denn nicht ent­schei­dend, was die Ziel­grup­pe gut fin­det?“

L.: „Ja, schon, aber du musst dich ja auch damit iden­ti­fi­zie­ren kön­nen.“

K.: „Hm.“

L.: „Als Per­so­nal­ver­mitt­ler hast du ja auch viel mit CEO’s zu tun, die du im Fra­ge­bo­gen als über­wie­gend 50+ und männ­lich beschrie­ben hast.“

K.: „Stimmt, die machen den Groß­teil aus.“

L.: „Wie hast du die bis­her ken­nen­ge­lernt? Gen­dern die?“

K.: (lacht) „Nein.“

L.: „Siehst du, das ist ja schon mal ein wich­ti­ges Indiz. Wür­den die dir den Rücken keh­ren, wenn du anfan­gen wür­dest zu gen­dern?“

K.: „Das jetzt viel­leicht nicht direkt, aber ent­zü­cken würde es sie auch nicht.“

L.: „Bleibt die Frage nach dem, was du willst. Du musst dich ja auch mit dei­nen Tex­ten wohl­füh­len.“

K.: „Wie machst du selbst das denn als Tex­te­rin?“

L.: „Ich gen­de­re nicht, aber meine eige­nen Beweg­grün­de lasse ich außen vor, wenn ich Kun­den dazu bera­te.“

K.: „Also ich finde Gen­dern eigent­lich rich­tig.“

L.: „Also nicht nur in den Tex­ten, son­dern gene­rell auch beim Spre­chen?“

K.: „Ähm…“

L.: „Weil, wenn deine Kun­den erst deine Web­site lesen und dann aber mit dir direkt spre­chen am Tele­fon oder bei Teams, und mer­ken, huch, der gen­dert ja münd­lich gar nicht, das ist dann natür­lich nicht authen­tisch.“

K.: „Stimmt auch wie­der.“

L.: „Und du müss­test das Gen­dern auch über­all in der Kom­mu­ni­ka­ti­on durch­zie­hen, also nicht nur auf der Web­site, son­dern auch im News­let­ter, im Ange­bot,…“

K.: „Ich hab mal gele­sen, dass die meis­ten Deut­schen das Gen­dern ableh­nen.“

L: „Ja, das stimmt, da gibt es aktu­el­le Stu­di­en zu. Ich ver­mu­te, da steckt eine Art Trotz hin­ter, nicht erzo­gen wer­den zu wol­len. Aber ich würde das wirk­lich immer von der Ziel­grup­pe abhän­gig machen. Gibt auch Berei­che, zum Bei­spiel Start-ups oder im Sozia­len, da ist Nicht-Gen­dern fast schon ein Aus­schluss­kri­te­ri­um. Aber wie­der­um Hand­wer­ker, Finan­zen oder der klas­si­sche Mit­tel­stand, da ist es nicht üblich.“

K.: „Wenn ich aber sagen würde, ich will jetzt in den Tex­ten für meine Kun­den gen­dern, dann wür­dest du das machen?“

L.: „Ja, du müss­test dann halt noch ent­schei­den, auf wel­che Art.“

K.: „Art?“

L.: „Also ob mit Stern­chen, Unter­strich, gro­ßem Binnen‑I, Dop­pel­punkt…“

K.: „Ah ja, stimmt. Ist das dann auf­wän­di­ger für dich zu tex­ten?“

L.: „Ja, ist es, aber da rich­te ich mich wirk­lich nach mei­nen Kun­den und nehme das dann in Kauf. Und tat­säch­lich unter­stützt mich da auch KI ganz gut. Also ich texte nicht mit KI, aber sie kann am Schluss gut kon­trol­lie­ren, ob ich irgend­wo noch ein Gen­der­stern­chen ver­ges­sen habe.“

K.: „Aber die Leser­lich­keit würde ja wahr­schein­lich schon etwas lei­den.“

L.: „Den Lese­fluss erleich­tert hat das Gen­dern noch nie. Aber man kann das schon so tex­ten, dass du vom Lesen kei­nen Kno­ten im Gehirn bekommst.“

K.: „Ah okay. Gut! Das war jetzt doch ziem­lich auf­schluss­reich.“

L.: „Letzt­lich ist Gen­dern keine Frage von rich­tig oder falsch, son­dern von was passt zu dir, und wel­che Kun­den willst du damit errei­chen. Wenn du das weißt, ist die Ent­schei­dung eigent­lich nicht so schwer.”

K.: „Ja, klingt sinn­voll. Ich glau­be, ich muss da noch­mal drü­ber schla­fen.”

L.: „Völ­lig okay. Wenn du dich ent­schie­den hast, sagst du mir ein­fach Bescheid, und ich fange dann mit dem Aus­tex­ten an.“

K.: „Super, danke. Das hat mir echt gehol­fen.”

 

 

 

 

 

 

 

 

Smartphone mit Instragam Texten von Lena Instagram Account

Hat dir der Beitrag gefallen?

Hinterlasse mir gern eine Nachricht bei Instagram!

Text­bü­ro Block auf INSTAGRAM

Kaltakquise im B2B kann tatsächlich funktionieren – mit diesen Tipps

Kaltakquise im B2B kann tatsächlich funktionieren – mit diesen Tipps

Als SEO-Tex­te­rin lasse ich mich eigent­lich online von Kun­den fin­den. Trotz­dem habe ich vor ein paar Mona­ten ein klei­nes B2B-Kalt­ak­qui­se-Pro­jekt aus­pro­biert. Wie es lief, wann Kalt­ak­qui­se lohnt und wor­auf du ach­ten musst, erzäh­le ich hier.

 

Was bedeutet Kaltakquise überhaupt?

Kalt­ak­qui­se ist die Kon­takt­auf­nah­me mit poten­zi­el­len Kun­den, die bis­her noch keine Geschäfts­be­zie­hung zu dir hat­ten und dich auch nicht darum gebe­ten haben. Du mel­dest dich also unauf­ge­for­dert – per Tele­fon, E‑Mail oder Brief – um dein Ange­bot vor­zu­stel­len. Der Begriff “kalt” beschreibt genau das: Dein Wunsch­kun­de kennt dich nicht, hat mög­li­cher­wei­se noch nie von dir gehört und wird von dir über­rascht.

Klingt unsym­pa­thisch, fin­dest du? Aller­dings. Viele füh­len sich mit Kalt­ak­qui­se nicht wohl oder machen erst gar keine, wenn sie ande­re Wege fin­den, Kun­den zu akqui­rie­ren.

Ist Kaltakquise nicht sogar verboten?

Nein, im B2B ist Kalt­ak­qui­se in Deutsch­land nicht grund­sätz­lich ver­bo­ten, im Gegen­satz zur Kon­takt­auf­nah­me mit Pri­vat­kun­den.

Kalt­ak­qui­se am Tele­fon ist zum Bei­spiel erlaubt, solan­ge ein „mut­maß­li­ches Inter­es­se“ des Ange­ru­fe­nen an dei­nem Ange­bot besteht. Trotz­dem finde ich diese Art zu wer­ben super unan­ge­nehm, für beide Sei­ten. Des­halb war das auch nicht mein Weg.

Bei der E‑Mail-Kalt­ak­qui­se wird‘s etwas kniff­li­ger, hier strei­ten sich die Juris­ten noch über die Details. Ich bin mit mei­ner Akti­on auf Num­mer sicher gegan­gen und habe pos­ta­lisch Brie­fe ver­schickt – ja wirk­lich, ganz old school, zum Anfas­sen und unglaub­lich off­line :-D.

B2B-Kaltakquise in Agenturen: meine Texter-Vergangenheit

Bevor ich mich als Tex­te­rin selbst­stän­dig gemacht habe, war ich ange­stellt in Wer­be­agen­tu­ren. Und dort hatte ich jeden Tag mit Kalt­ak­qui­se zu tun: auf­wän­di­ge, teure Kalt­ak­qui­se-Aktio­nen für bestimm­te B2B-Ent­schei­der; Mas­sen-Kalt­ak­qui­se für B2C-Kun­den mit hohen Streu­ver­lus­ten. Und dazu immer die pas­sen­den Texte, Direct-Mai­lings rauf und run­ter. Sogar krea­tiv wer­den konn­te man dabei. Ein­mal haben wir zum Bei­spiel klei­ne Zen-Gär­ten mit Sand und Harke an weni­ge aus­ge­wähl­te CEO’s ver­schickt. Auf­hän­ger: Sie wol­len sich in Ruhe auf Ihr Tages­ge­schäft kon­zen­trie­ren, dann sourcen Sie doch [läs­ti­ge Dienst­leis­tung] an uns aus.

Als Tex­te­rin fand ich das span­nend, und ich habe eine Menge dabei gelernt. Trotz­dem war für mich klar, dass damit Schluss sein würde, als ich dann den Schwer­punkt auf Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung gelegt habe.

SEO versus Kaltakquise

Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung ist im Grun­de die ange­nehms­te und nach­hal­tigs­te Art, Kun­den zu gewin­nen: Du opti­mierst deine Web­site so für Goog­le, dass du dort für Inter­es­sen­ten sicht­bar bist und sie von ganz allein auf dich zukom­men, weil sie deine Web­site ent­deckt haben und diese über­zeu­gend fin­den.

Wenn sie dich dann kon­tak­tie­ren, kannst du sicher sein, dass sie sich schon über dich infor­miert haben, dass sie dein Ange­bot ken­nen und rela­tiv sicher sind, dass du die Rich­ti­ge für sie bist. Du musst wei­ter gar nichts machen, außer regel­mä­ßig deine Web­site pfle­gen und schau­en, dass du wei­ter­hin gut rankst. Einen mei­ner Blog­bei­trä­ge habe ich 2021 geschrie­ben. Er rankt immer noch auf Seite 1 und spült mir regel­mä­ßig Anfra­gen rein.

Du siehst:

SEO ist so ziem­lich das Gegen­teil von Kalt­ak­qui­se. Warum habe ich das dann gemacht?

Letz­tes Jahr, also 2025, war für die Tex­terbran­che ein Jahr des abso­lu­ten Umbruchs: KI war nun end­gül­tig im Busi­ness­all­tag poten­ti­el­ler Kun­den ange­kom­men, und das haben alle gespürt. Ich habe zwar wei­ter­hin Anfra­gen bekom­men, aber wie das pas­sier­te, war unschön: Kun­den schick­ten ChatGPT-Texte und schrie­ben dazu „Mach da mal SEO rein“. Oder sie lie­fer­ten die Kor­rek­tur­schlei­fen mit KI, sag­ten „Gemi­ni schreibt das aber so und so“ oder ghos­te­ten schlicht­weg, was das Zeug hielt. Ohne ins Detail zu gehen, kann ich sagen: So ein Jahr wie das letz­te habe ich noch nicht erlebt.

Als dann auch noch meine Lieb­lings-Tex­ter-Kol­le­gin ihren Laden dicht­mach­te, weil sie keine Anfra­gen mehr bekam, fing ich an zu über­le­gen:

Was, wenn SEO einfach nicht alles abdecken kann?

Was, wenn ich doch mal wie­der auf ande­ren Wegen auf Wunsch­kun­den zuge­he?

Wie kann ich mich brei­ter auf­stel­len?

Ich sehe online immer noch so viele schlech­te Web­sites, die viel mehr Umsatz rein­spü­len wür­den, wenn man sie ein biss­chen lie­be­vol­ler behan­deln würde. Aber immer noch unter­schät­zen wahn­sin­nig viele Unter­neh­mer, was die Online­prä­senz eigent­lich für sie tun könn­te. Allen voran eine spe­zi­el­le Bran­che: die Immo­bi­li­en­mak­ler.

Ich habe dar­über hier schon mal was geschrie­ben:

Immobilienmakler machen so einen tollen Job (weiß ich aus eigener Erfahrung), kümmern sich aber null um empathische, reichweitenstarke Websites.

Der Part­ner an Ihrer Seite. Seit 20 Jah­ren in Mus­ter­stadt. Ist es unser obers­tes Ziel, mit Kom­pe­tenz und Verlässlichkeit…blablabla.

Und damit stand meine Idee: Ich würde eine pos­ta­li­sche Kalt­ak­qui­se-Akti­on für Immo­bi­li­en­mak­ler tes­ten, in der Hoff­nung, Auf­trä­ge zu erhal­ten.

Ich fing damit an, dass ich Mak­ler-Web­sites recher­chier­te. Und zwar von Mak­lern, die nicht zu weit von mei­ner Hei­mat­stadt leben. Ich hatte nicht vor, mich per­sön­lich mit irgend­wem zu tref­fen, aber das ist ein psy­cho­lo­gi­scher Effekt: Kun­den suchen gern Dienst­leis­ter aus der Nähe, auch wenn man sich dann nur am Bild­schirm sieht.

Das zwei­te Kri­te­ri­um war ein offen­sicht­li­ches:

Ich such­te nach Web­sites, die ver­nach­läs­sigt wur­den.

Die auf Seite 2 oder 3 bei Goog­le ver­sau­er­ten, vor Flos­keln strotz­ten und merk­lich seit Jah­ren nicht mehr ange­fasst wor­den waren. Also Web­sites, bei denen ich würde hel­fen kön­nen.

Dann such­te ich im Impres­sum oder auf der Team-Seite die Geschäfts­in­ha­ber raus und notier­te die Namen. So kamen ins­ge­samt 40 Wunsch­kun­den zusam­men.

Das Anschreiben für die Kaltakquise

Das ist natür­lich das wich­tigs­te an der B2B-Kalt­ak­qui­se: ein Anschrei­ben zu for­mu­lie­ren, das deine Wunsch­kun­den über­zeugt. Du hast auf einer DIN A 4‑Seite Platz zu sagen, wer du bist, was du kannst und warum du gold­rich­tig bist, um bei Her­aus­for­de­rung sound­so zu unter­stüt­zen.

Das Ganze mit per­sön­li­cher Anspra­che, gut struk­tu­riert und mit Lese-Hel­fer­chen wie Bul­lets, Fet­tun­gen, Hand­lungs­auf­for­de­run­gen und vie­len luf­ti­gen Absät­zen. Frü­her habe ich diese Anschrei­ben immer für die Kalt­ak­qui­se ande­rer Unter­neh­men getex­tet; jetzt konn­te ich mein Wis­sen auch mal auf mich selbst anwen­den.

Ganz wich­tig: Ich habe natür­lich nicht geschrie­ben „Hier, ne, deine Web­site taugt nichts“. Son­dern ich bin im Ton wert­schät­zend geblie­ben und habe den Fokus auf das gelegt, was noch opti­miert wer­den kann.

Zum Schluss habe ich den Text noch bei ChatGPT, Clau­de, Gemi­ni und Per­ple­xi­ty durch­lau­fen las­sen, um zu schau­en, ob KI noch was Schlau­es dazu bei­zu­steu­ern hat. Tat­säch­lich kam da auch der ein oder ande­re gute Tipp bei rum. Zu 95% blieb der Inhalt aber mei­ner.

Aufwand, Equipment und Kosten

Als nächs­tes kauf­te ich bei Ama­zon einen Packen Brief­um­schlä­ge in einer mei­ner Bran­ding­far­ben, oran­ge. Wenn du in dei­nen Brief­kas­ten guckst, mit dei­nen Gedan­ken eigent­lich woan­ders bist, du 5 Umschlä­ge raus­fischt und 4 sind weiß und einer knallt in oran­ge – wel­cher zieht die Auf­merk­sam­keit auf sich? Genau.

Ein Stan­dard­brief kos­tet 0,95 € Porto pro Stück. Bei 40 Brie­fen macht das 38 €.

Die Umschlä­ge kos­te­ten mich 22 €.

Hinzu kommt, dass ich alle Anschrei­ben im Copy­shop habe aus­dru­cken las­sen.

In Summe habe ich also für die ganze Akti­on ca. 100 EUR aus­ge­ge­ben.

Alle 40 Umschlä­ge habe ich direkt bei der Post­fi­lia­le auf­ge­ge­ben.

Und dann hieß es: war­ten.

Ein Umschlag kam zu mir zurück, weil „Emp­fän­ger ver­zo­gen“. Da hatte jemand also sein Impres­sum nicht aktu­ell gehal­ten. Aber so etwas gehört sta­tis­tisch gese­hen dazu.

Die ers­ten zwei Wochen nach dem Ver­sand pas­sier­te nichts.

Zu diesem Zeitpunkt hätte ich jetzt etwas im Marketing Übliches machen müssen: Nachfassen.

Nach­fas­sen ist einer der soge­nann­ten Touch Points, also Berüh­rungs­punk­te mit poten­zi­el­len Kun­den. Die Sta­tis­tik zeigt: Die meis­ten Men­schen reagie­ren nicht beim ers­ten Kon­takt. Oft braucht es fünf bis sie­ben Touch Points, bis jemand über­haupt auf ein Ange­bot reagiert. Das erste Mai­ling lan­det im Sta­pel, wird zur Seite gelegt und ver­ges­sen. Beim zwei­ten oder drit­ten Kon­takt erin­nert man sich viel­leicht dun­kel.

Erst beim vier­ten Mal denkt der Emp­fän­ger: “Ach ja, die Tex­te­rin, die hatte da was geschrie­ben.” Die Wahr­schein­lich­keit einer posi­ti­ven Reak­ti­on steigt mit jedem stra­te­gi­schen Nach­fas­sen deut­lich an, vor­aus­ge­setzt, man nervt nicht, son­dern bringt jedes Mal einen neuen Auf­hän­ger oder Mehr­wert.

Ich muss aber ehr­lich sagen, dass ich das ein­fach nicht woll­te. Die Brie­fe zu ver­sen­den hat mich schon etwas Über­win­dung gekos­tet. Es hat ja durch­aus etwas Ner­vi­ges, Unter­wür­fi­ges, wenn man kalt akqui­riert: das Macht­ver­hält­nis, das dadurch ent­steht, ist keine gute Aus­gangs­la­ge. Ich signa­li­sie­re ja mit mei­ner Wer­bung: „Ja, ich kon­tak­tie­re dich gera­de, obwohl dich das viel­leicht stört, und bitte enga­gie­re mich.“ Man bet­telt quasi. Das ist nicht jeder­manns Sache.

Ich kann das ja selbst auch nicht ab, wenn ich mit unter­drück­ter Num­mer ange­ru­fen und dann zuge­la­bert werde oder wenn mir einer unge­fragt auf Lin­ke­dIn schreibt.

Für mein Bauch­ge­fühl ging meine Akti­on gera­de noch durch, aber tele­fo­nisch nach­fas­sen und sagen, ich hab dir vor zwei Wochen geschrie­ben, und jetzt ter­ro­ri­sie­re ich dich schon wie­der, das muss­te wirk­lich nicht sein. Auch wenn ich mir dadurch viel­leicht eine Chan­ce ver­baut habe.

Aber um mal auf den Punkt zu kom­men: Seit ich vor 4 Mona­ten die Brie­fe ver­sen­det habe, kamen ins­ge­samt zwei Rück­mel­dun­gen.

Was für eine Enttäuschung, findest du? Ganz und gar nicht.

Im Direct Mar­ke­ting gilt eine Respon­se-Rate von 1 bis 3 Pro­zent als völ­lig nor­mal und durch­aus erfolg­reich. Das bedeu­tet: Wenn du 100 Brie­fe ver­schickst und zwei bis drei Leute ant­wor­ten, läuft es gut. Bei mei­nen 40 Brie­fen ent­spre­chen zwei Rück­mel­dun­gen also einer Erfolgs­quo­te von 5 Pro­zent – das ist für Kalt­ak­qui­se super.

Ent­schei­dend ist nicht die Anzahl der Rück­mel­dun­gen, son­dern der Umsatz, der dabei her­aus­kommt. Für den einen Kun­den durf­te ich die Web­site über­ar­bei­ten und habe mit SEO, Bera­tung und meh­re­ren neuen Sei­ten­tex­ten den Invest im Hand­um­dre­hen um ein Viel­fa­ches wie­der rein­ge­holt.

Der ande­re Wunsch­kun­de kam erst vor ein paar Tagen auf mich zu und wir haben einen Ken­nen­lern­call aus­ge­macht. Mal schau­en, was dar­aus wird.

Hier also nochmal die wichtigsten Tipps für Kaltakquise-Aktionen:

  • Ziel­grup­pe ken­nen und ein­gren­zen: Ver­schwen­de keine Ener­gie auf Streu­ver­lus­te. Recher­chie­re gezielt Unter­neh­men, denen du wirk­lich hel­fen kannst.
  • Per­sön­lich wer­den: Sprich die rich­ti­gen Ansprech­part­ner mit Namen an und zeige, dass du dich mit ihrem Busi­ness beschäf­tigt hast.
  • Auf­fal­len, aber seri­ös blei­ben: Ein bun­ter Umschlag oder ein ori­gi­nel­ler Auf­hän­ger kann hel­fen, solan­ge es nicht ins Bil­li­ge abdrif­tet.
  • Rech­ne rea­lis­tisch: 1–3% Respon­se-Rate sind nor­mal. Es geht nicht um Masse, son­dern um den Umsatz, der hin­ten raus­fällt.
  • Nach­fas­sen lohnt sich. Theo­re­tisch. Meh­re­re Touch­points erhö­hen die Erfolgs­chan­cen mas­siv. Aber nur, wenn du dich damit wohl­fühlst.
  • Invest­ment klein hal­ten: Teste erst mal mit einer über­schau­ba­ren Anzahl, bevor du in die Vol­len gehst.

Mein Fazit: B2B-Kaltakquise ist nicht tot, sondern funktioniert

Was soll ich sagen: Ich woll­te es ein­fach mal aus­pro­bie­ren, und es hat wun­der­bar funk­tio­niert. So gut, dass ich über­le­ge, das Ganze noch­mal für eine ande­re Ziel­grup­pe zu wie­der­ho­len. Klar bleibt SEO für mich der ange­neh­me­re Weg, weil Kun­den von selbst kom­men und ich nicht das Gefühl habe, jeman­dem auf die Ner­ven zu gehen.

Aber: Wenn du eine klare Ziel­grup­pe hast, ein gutes Ange­bot und keine Scheu vor dem ers­ten Schritt, probier’s aus. Mit dem rich­ti­gen Leit­fa­den kann Kalt­ak­qui­se im B2B tat­säch­lich funk­tio­nie­ren.

Für wen lohnt sich Kaltakquise?

B2B-Kalt­ak­qui­se ist nicht für jeden und nicht für jedes Geschäfts­mo­dell sinn­voll. Am bes­ten funk­tio­niert sie für Selbst­stän­di­ge und Unter­neh­men, die eine klar defi­nier­te Ziel­grup­pe haben, wie in mei­nem Fall Immo­bi­li­en­mak­ler in einer bestimm­ten Regi­on. Auch für alle, die höher­prei­si­ge Dienst­leis­tun­gen oder Pro­duk­te anbie­ten, rech­net sich der Auf­wand eher: Wenn ein ein­zi­ger Auf­trag vier- oder fünf­stel­lig ist, loh­nen sich auch 100 Euro Inves­ti­ti­on für 40 Brie­fe.

Kalt­ak­qui­se macht außer­dem Sinn, wenn deine Ziel­grup­pe nicht aktiv nach Lösun­gen sucht oder gar nicht weiß, dass es dein Ange­bot über­haupt gibt. Dann kann pro­ak­ti­ves Zuge­hen der ein­zi­ge Weg sein, auf den Radar zu kom­men.

Brauchst du Unter­stüt­zung bei dei­ner Kalt­ak­qui­se? Ich bin gern für dich da.

 

 

 

 

Smartphone mit Instragam Texten von Lena Instagram Account

Hat dir der Beitrag gefallen?

Hinterlasse mir gern eine Nachricht bei Instagram!

Text­bü­ro Block auf INSTAGRAM

Landingpage, Homepage, Website, Webseite: Vorsicht Missverständnis

Landingpage, Homepage, Website, Webseite: Vorsicht Missverständnis

„Hi, ich möch­te meine Home­page neu erstel­len las­sen.“

„Also die Web­site oder die Start­sei­te?“

„Hä, die Start­sei­te ist doch die Landing­pa­ge!“

…So und ähn­lich lau­fen manch­mal meine Ken­nen­lern­ge­sprä­che. Wenn es darum geht, was eine Home­page, Web­sei­te, Landing­pa­ge oder auch ein Blog ist, wird schnell mal anein­an­der vor­bei­ge­re­det, weil jeder etwas ande­res meint.

Wenn meine Kun­den nicht genau wis­sen, wovon sie spre­chen, ist das nicht wei­ter schlimm, weil es nicht ihr Fach­ge­biet ist, in dem sie sich aus­ken­nen soll­ten. Aber ich als Tex­te­rin soll­te es wis­sen und dar­über auf­klä­ren, bevor fal­sche Erwar­tun­gen ent­ste­hen. Drö­seln wir des­halb direkt mal auf:

 

Was ist eine Website?

Die Web­site ist der Über­be­griff für dei­nen gesam­ten Inter­net­auf­tritt. Das ist die Summe aller Sei­ten, die unter dei­ner Domain lau­fen, von der Start­sei­te über die Über-uns-Seite bis zum Impres­sum. Wenn jemand sagt „Schau mal auf mei­ner Web­site vor­bei”, meint er den kom­plet­ten Auf­tritt. Inner­halb dei­ner Web­site befin­den sich Web­sei­ten, Landing­pa­ge und Blog.

 

Was ist eine Webseite?

Eine Web­sei­te oder auch Unter­sei­te ist eine ein­zel­ne Seite inner­halb dei­ner Web­site. Deine Kon­takt­sei­te ist eine Web­sei­te. Dein Blog-Arti­kel ist eine Web­sei­te. Auch dein Impres­sum oder eine Ange­bost­sei­te. Jede ein­zel­ne URL ist eine Web­sei­te.

 

Was ist eine Homepage?

Home­page ist ein­fach nur ein ande­res Wort für Start­sei­te.  Die­ser Begriff wird tat­säch­lich am häu­figs­ten ver­wech­selt, denn viele den­ken, dass die Home­page die Web­site ist. Tech­nisch gese­hen ist die Home­page die Web­sei­te, die unter dei­ner Haupt­do­main liegt (www.dein-unternehmen.de) und als Ein­stiegs­punkt dient. Sie ist sozu­sa­gen das Schau­fens­ter dei­nes Inter­net­auf­tritts.

 

Was ist eine Landingpage?

Die Landing­pa­ge wird oft ver­wech­selt mit der Start­sei­te, weil viele den­ken, man „lan­det“ zuerst auf die­ser Seite. Dabei ist die Landing­pa­ge eine spe­zi­ell kon­zi­pier­te Web­sei­te mit einem kla­ren Ziel: Besu­cher sol­len eine bestimm­te Akti­on aus­füh­ren. Das kann eine Anmel­dung zum News­let­ter sein, ein Down­load, eine Kauf­ent­schei­dung oder eine Kon­takt­an­fra­ge.

Das Beson­de­re: Landing­pa­ges sind meist deut­lich redu­zier­ter gestal­tet als nor­ma­le Web­sei­ten. Keine Navi­ga­ti­on, die ablenkt. Kein Foo­ter mit hun­dert Links. Der Fokus liegt auf einer ein­zi­gen Con­ver­si­on. Des­halb wer­den sie häu­fig für Wer­be­kam­pa­gnen, Pro­dukt­laun­ches oder spe­zi­el­le Ange­bo­te ein­ge­setzt.

Eine Landing­pa­ge kann Teil dei­ner Web­site sein, muss sie aber nicht. Man­che Unter­neh­men erstel­len eigen­stän­di­ge Landing­pa­ges auf sepa­ra­ten Domains für bestimm­te Kam­pa­gnen.

 

Was ist ein Blog?

Ein Blog ist ein Bereich auf dei­ner Web­site, in dem du regel­mä­ßig Bei­trä­ge zu dei­nem Thema ver­öf­fent­lichst. Meis­tens siehst du die Bezeich­nung „Blog“ im Menü neben den übli­chen Sei­ten wie Home, Über und Ange­bot.

Wäh­rend ein Blog frü­her oft eine eigen­stän­di­ge Web­site war, ist er heute meist ein inte­grier­ter Bereich einer Unter­neh­mens­web­site. Er läuft dann zum Bei­spiel unter www.dein-unternehmen.de/blog.

Der Unter­schied zu nor­ma­len Web­sei­ten: Blog-Arti­kel sind dyna­mi­scher, per­sön­li­cher und zeit­be­zo­ge­ner. Sie wer­den datiert, kön­nen kom­men­tiert wer­den und behan­deln oft aktu­el­le The­men oder geben fort­lau­fend Ein­bli­cke. Wäh­rend die ande­ren Sei­ten rela­tiv sta­tisch blei­ben, wächst der Blog kon­ti­nu­ier­lich.

Ein wei­te­res häu­fi­ges Miss­ver­ständ­nis ist, dass viele nicht ver­ste­hen, warum sie einen Blog brau­chen. Dabei ist er essen­zi­ell, wenn deine Web­site gefun­den wer­den soll, vor allem über­re­gio­nal. Denn je mehr Sei­ten deine Web­site umfasst, desto grö­ßer wird sie, desto bes­ser kannst du Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung aus­spie­len und desto eher wirst du gefun­den. Auch meine Web­site wird haupt­säch­lich über den Blog gefun­den.

Des­halb emp­feh­le ich mei­nen Kun­den, einen Blog zu star­ten – nicht aus Spaß an der Freu­de, son­dern als stra­te­gi­sches Tool für mehr Sicht­bar­keit.

 

Was ist ein One-Pager?

Das ist eine Web­site, die nur aus einer ein­zi­gen, lan­gen Seite besteht. Alle Inhal­te sind auf die­ser einen Seite unter­ge­bracht, durch die man scrollt. Das ist dann sinn­voll, wenn du dein Busi­ness erst star­test und noch gar nicht so viel Stoff zu erzäh­len hast. Außer­dem ist die Erstel­lung güns­ti­ger und ein­fa­cher als bei einer gan­zen Web­site. Dafür ist ein One­pager aus Seo-Sicht nicht empeh­lens­wert, weil du damit kaum gefun­den wirst.

 

Was ist ein Reiter?

Als Rei­ter bezeich­net man die ein­zel­nen Menü­punk­te in der Navi­ga­ti­on dei­ner Web­site, also die Links, die hori­zon­tal oben oder ver­ti­kal an der Seite ange­ord­net sind und zwi­schen denen Besu­cher hin- und her­wech­seln kön­nen. Der Begriff kommt von den klas­si­schen Kar­tei­kar­ten-Rei­tern, die man aus Ord­nern kennt.

Typi­sche Rei­ter sind zum Bei­spiel „Home”, „Über mich”, „Leis­tun­gen”, „Blog” oder „Kon­takt”. Wenn du auf einen Rei­ter klickst, gelangst du zur ent­spre­chen­den Web­sei­te. Die Rei­ter bil­den also die Haupt­struk­tur dei­ner Web­site ab und hel­fen Besu­chern, sich zurecht­zu­fin­den.

Oft wird auch von Menü­punk­ten, Navi­ga­ti­ons­punk­ten oder ein­fach nur vom Menü gespro­chen; das meint aber im Grun­de alles das­sel­be. Wich­tig ist: Rei­ter sind nicht die Sei­ten selbst, son­dern nur die Bezeich­nun­gen in der Navi­ga­ti­on, über die man die Sei­ten erreicht.

 

Warum diese Unterschiede wichtig sind

Wenn du genau weißt, was du brauchst und das auch so benen­nen kannst, bekommst du schnel­ler das rich­ti­ge Ange­bot. Und wenn ich als Tex­te­rin ver­ste­he, was du meinst, kann ich dich geziel­ter bera­ten.

Denn eine neue Web­site auf­zu­set­zen ist ein ande­rer Auf­wand als eine Landing­pa­ge zu tex­ten. Die Home­page zu opti­mie­ren bedeu­tet etwas ande­res als die gesam­te Web­site SEO-tech­nisch zu über­ar­bei­ten. Und einen Blog regel­mä­ßig mit Inhal­ten zu fül­len ist wie­der­um ein ganz ande­rer Schnack als sta­ti­sche Web­sei­ten zu erstel­len.

Außer­dem ist es wich­tig zu ver­ste­hen, wie alles zusam­men­hängt: Deine Web­site ist das große Ganze, die Home­page ist der Ein­stieg, die ein­zel­nen Web­sei­ten lie­fern Infor­ma­tio­nen, der Blog sorgt für fri­schen Con­tent und Sicht­bar­keit, und Landing­pa­ges pushen kon­kre­te Ziele. Alles greift inein­an­der, und erst wenn du weißt, wel­che Rolle jedes Ele­ment spielt, kannst du ent­schei­den, was du wirk­lich brauchst.

 

 

 

Smartphone mit Instragam Texten von Lena Instagram Account

Hat dir der Beitrag gefallen?

Hinterlasse mir gern eine Nachricht bei Instagram!

Text­bü­ro Block auf INSTAGRAM

„Betreff“ für Email-Newsletter: alles, nur nicht langweilig

„Betreff“ für Email-Newsletter: alles, nur nicht langweilig

Ob dein Email-News­let­ter geöff­net wird, hängt wesent­lich davon ab, was du in die Betreff­zei­le schreibst. Ich erklä­re anhand von ech­ten Bei­spie­len, was taugt und was nicht. Vor­weg:

Was ist ein „Betreff“ eigentlich?

Bei jeder Email, egal ob News­let­ter oder Gruß an dei­nen Onkel Nor­bert, gibt es eine Betreff­zei­le, die du aus­fül­len kannst. Das ist die erste Zeile, die deine Emp­fän­ger sehen, noch bevor sie über­haupt ent­schei­den, ob sie öff­nen oder löschen. Du erhältst umge­kehrt natür­lich auch sol­che Betreff­zei­len:

Die Leh­re­rin dei­ner Toch­ter schreibt dort „Ein­la­dung Eltern­abend“.

Ris­tor­an­te Buo­nase­ra schreibt „Bestä­ti­gung Reser­vie­rung“.

Und ein Arbeits­kol­le­ge schreibt „Link zum Zoom-Call“.

Was unterscheidet E‑Mail-Betreffzeilen von Newsletter-Betreffs?

Ganz wich­tig: Sol­che Mails müs­sen im Betreff ledig­lich sagen, worum’s geht. Hier geht es um Effi­zi­enz. Dein Gegen­über soll sofort wis­sen: Muss ich das wis­sen oder kann ich das löschen?

Bei Onkel Nor­bert musst du nicht mal einen Betreff rein­schrei­ben, weil es pri­vat und even­tu­ell ein­fach egal ist.

Die News­let­ter-Betreff­zei­le dage­gen ist etwas völ­lig ande­res.

Sie ist deine Ein­tritts­kar­te in den Post­fach-Batt­le und kon­kur­riert mit 37 ande­ren E‑Mails, die alle Auf­merk­sam­keit wol­len. Ihre Auf­ga­be ist nicht pri­mär Infor­ma­ti­on, son­dern Neu­gier wecken, Emo­ti­on aus­lö­sen, zum Öff­nen ver­füh­ren.

Das bedeu­tet: Was bei einer nor­ma­len Geschäfts-E-Mail not­wen­dig ist, lang­weilt beim News­let­ter zu Tode.

Warum ist der Newsletter-Betreff so wichtig?

Die Öff­nungs­ra­te dei­nes News­let­ters steht und fällt mit der Betreff­zei­le. Das ist keine Über­trei­bung. Selbst der beste Inhalt nützt nichts, wenn ihn nie­mand öff­net.

Wenn da sowas steht wie “News­let­ter März 2026” oder “Neues von uns”, wird das höchst­wahr­schein­lich direkt gelöscht oder gleich der Email-abbe­stel­len-But­ton geklickt.

Was gehört nicht in einen Newsletter-Betreff?

All­ge­mei­nes, Flos­keln, Lan­ge­wei­le, Unter­neh­mens­sprech, Bla­bla.

Echte Beispiele für Newsletter-Betreffs aus meinen Emails

Fol­gen­de Bei­spie­le sind alle von ver­schie­de­nen News­let­tern, die ich abon­niert habe. Sie kom­men also alle aus mei­nem beruf­li­chen B2B-Umfeld.

“Erstel­le JETZT ein Wow-Ange­bot”

Wirkt auf den ers­ten Blick akti­vie­rend durch “JETZT” und “Wow”, aber das sind genau die Buz­zwords, die schon abge­nutzt sind. “Wow-Ange­bot” klingt nach Mar­ke­ting-Sprech. Was ist daran “wow”? Funk­tio­niert ver­mut­lich bei einer sehr war­men Liste, die schon weiß, worum’s geht – aber für Neu­lin­ge zu vage.

“Ver­lo­ren in der Whis­key-Bar”

Ach herr­lich. Ich liebe ja grund­sätz­lich Text, der sich was traut, anstatt allen ande­ren nach dem Mund zu reden. Hier weiß ich sofort, jetzt kommt Sto­rytell­e­ing; ich will wis­sen, was in der Whis­key-Bar pas­siert ist. Null Flos­keln, maxi­ma­le Per­sön­lich­keit.

“Monats­rück­blick Dezem­ber — Semi­nar­rei­he 2026, Core Update, Jah­res­rück­blick und mehr”

Hier wird zu viel gewollt. Infor­ma­tiv? Ja. Span­nend? Null. Das ist wie “News­let­ter März 2026”, nur län­ger. Wer nicht sowie­so schon Fan ist, klickt hier nicht. Zu lang, zu all­ge­mein.

“Wir schen­ken Dir eine Web­site-Ana­ly­se, Lena 🎁

Per­so­na­li­sie­rung mit Namen ist nett, das Geschenk-Emoji auch. Und der kon­kre­te Nut­zen (Web­site-Ana­ly­se) ist gut. Kann man machen.

“Weih­nach­ten. Durch­at­men. Neu star­ten. Dein Janu­ar im SaLü!”

Abon­nen­ten wis­sen: da geht’s um eine Ther­me, die im Dezem­ber Wer­bung macht. Rhyth­misch, kurz, drei klare Beats. Spricht Emo­tio­nen an (Durch­at­men nach der stres­si­gen Zeit). Ist nicht revo­lu­tio­när, aber ein guter Remin­der.

“Die Top 21 Bei­trä­ge zum Jah­res­en­de”

Die Absen­de­rin ver­rät hier, wel­che ihrer Blog­bei­trä­ge am bes­ten funk­tio­niert haben. Das ist inter­es­sant für alle, die selbst erfolg­reich blog­gen wol­len. „21“ wirkt aber etweas ran­dom und auch zu groß.

“Die über­stra­pa­zier­tes­te Phra­se des Monats”

Das ist der Betreff einer Tex­terkol­le­gin, und ich finds super. Wel­che Phra­se? Kenn ich die auch? Benut­ze ich die viel­leicht selbst? Sprach­lich prä­zi­se (“über­stra­pa­zier­tes­te”), the­ma­tisch klar, emo­tio­nal invol­vie­rend. Würde ich öff­nen.

“Auf­ge­passt, große Chan­ce als Affi­lia­te”

“Auf­ge­passt” und “große Chan­ce”: Vor­sicht, Spam-Sprech. Der Nut­zen wird zwar deut­lich, klingt aber für mich zu flos­kel­ig und vage („große Chan­ce“).

“1953,– abge­bucht 😱

Noch mehr Sto­rytl­ling! Und Span­nung: Was ist pas­siert?! Die kon­kre­te Zahl macht’s glaub­wür­dig. Das Emoji ver­stärkt die Reak­ti­on. Pola­ri­siert ver­mut­lich, aber das ist gewollt.

“Die­sen Denk­feh­ler kläre ich als ers­tes im Ken­nen­lern-Call”

Spricht mich direkt an: Mache ICH die­sen Denk­feh­ler? Per­sön­lich for­mu­liert (“ich kläre”), kon­kret (Ken­nen­lern-Call), weckt Neu­gier (wel­cher Denk­feh­ler?). Kein Mar­ke­ting-Bla­bla, son­dern eine echte Aus­sa­ge. Funk­tio­niert. Ach ja, und ist von mir 😉.

“Dein Kunde lügt (und du merkst es nicht)” Das ist mir per­sön­lich zu bil­lig und click­bait-ig. Eini­ge mögen das span­nend fin­den, mich törnt es aber eher ab. Sowas öffne ich aus Prin­zip nicht.

“Tolle Ange­bo­te nur für Sie!”

….The audi­ence has left the buil­ding.

 

Was kannst du daraus für deinen Newsletter-Betreff mitnehmen?

Sei kon­kret. “1953,– abge­bucht” schlägt “große Chan­ce” um Län­gen. Zah­len, Fak­ten, kon­kre­te Details erzeu­gen Glaub­wür­dig­keit und Neu­gier. Vage Ver­spre­chen wie “span­nen­de Neu­ig­kei­ten” oder “inter­es­san­te Insights” lan­den dage­gen im Papier­korb.

Erzähl Geschich­ten. “Ver­lo­ren in der Whis­key-Bar” beweist: Ein Betreff darf auch mal rät­sel­haft sein, solan­ge er eine Geschich­te andeu­tet. Men­schen lie­ben Geschich­ten.

Sprich über Emo­tio­nen. “Durch­at­men” funk­tio­niert bes­ser als “Dezem­ber-News­let­ter”. Deine Leser wol­len füh­len, nicht infor­miert wer­den. Sie wol­len wis­sen: Was hab ich davon? Wie geht’s mir danach?

Ver­mei­de Mar­ke­ting-Flos­keln. “Wow-Ange­bot”, “große Chan­ce”, “auf­ge­passt” – das sind die Wör­ter, die sofort nach Wer­bung rie­chen. Wenn du so schreibst, klingst du wie alle ande­ren.

Kurz schlägt lang. Der “Monats­rück­blick Dezember”-Betreff ist ein Para­de­bei­spiel dafür, wie man es nicht macht. Zu viele Infos, zu lang, zu unüber­sicht­lich. Auf dem Smart­phone wird er eh abge­schnit­ten. Kon­zen­trier dich auf EINE star­ke Aus­sa­ge.

Und am wich­tigs­ten:

NICHT LANGWEILEN!

Smartphone mit Instragam Texten von Lena Instagram Account

Hat dir der Beitrag gefallen?

Hinterlasse mir gern eine Nachricht bei Instagram!

Text­bü­ro Block auf INSTAGRAM

Werbeagentur oder „nur“ einen Texter: Was brauchst du?

Werbeagentur oder „nur“ einen Texter: Was brauchst du?

Benö­tigst du für dein Unter­neh­men pro­fes­sio­nel­le Wer­bung und Texte für Web­site, Social-Media oder ganz old school: Print? Dann kannst du ent­we­der eine Wer­be­agen­tur enga­gie­ren oder ein­zeln Free­lan­cer wie Web­de­si­gner, Tex­ter, Pro­gram­mie­rer buchen. Was davon bes­ser zu dir passt, hängt von Pro­jekt, Bud­get und Anfor­de­run­gen ab. Schau­en wir uns mal den Unter­schied an.

Was ist eine Werbeagentur?

Ich war selbst mal als Tex­te­rin in ver­schie­de­nen Wer­be­agen­tu­ren ange­stellt und habe daher einen guten Ein­blick: Eine Wer­be­agen­tur unter­stützt Unter­neh­men bei der Pla­nung, Gestal­tung und Umset­zung von gan­zen Wer­be­maß­nah­men. Dabei arbei­tet sie meist mit meh­re­ren Spe­zia­lis­ten unter einem Dach zusam­men: Gra­fi­ker, Tex­ter, Web­de­si­gner, Social-Media-Mana­ger und Stra­te­gie­be­ra­ter bil­den ein Team, das kom­ple­xe Pro­jek­te koor­di­niert und umset­zen kann. Des­halb fin­dest du bei Agen­tu­ren auch häu­fig den Zusatz „360°“, also quasi Rund­um-Ser­vice, alles aus einer Hand.

Was macht eine Werbeagentur?

Das Leis­tungs­spek­trum einer Wer­be­agen­tur ist breit gefä­chert, sodass sie dir alles abnimmt: Sie ent­wi­ckelt Mar­ke­ting­stra­te­gien, erstellt Cor­po­ra­te Designs, kon­zi­piert und schal­tet Wer­be­kam­pa­gnen, gestal­tet Print­me­di­en wie Flyer und Bro­schü­ren und küm­mert sich um digi­ta­le Kanä­le. Viele Agen­tu­ren bie­ten auch Web­de­sign, Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung und Con­tent-Mar­ke­ting aus einer Hand an. Der große Vor­teil: Du erhältst ein Rund­um-Paket mit auf­ein­an­der abge­stimm­ten Maß­nah­men.

Häu­fig gibt es auch reine Design-Agen­tu­ren, die sich bei Bedarf Tex­ter als frei­be­ruf­li­che Exter­ne dazu­ho­len.

Alle deine Auf­trä­ge wer­den für dich zusam­men­ge­hal­ten durch einen Account Mana­ger, also Pro­jekt­lei­ter, der dein Ansprech­part­ner ist. Zu mei­nen Zei­ten in der Agen­tur hatte ich z. B. über­haupt kei­nen Kun­den­kon­takt, weil ich in den Bereich „Krea­ti­on“ gehör­te. Die Krea­ti­on – Desi­gner, Tex­ter, Foto­gra­fen, Illus­tra­to­ren – war abge­schirmt von den Kun­den. Das hand­habt aller­dings jede Agen­tur für sich indi­vi­du­ell.

Ich wurde vom Account Mana­ger gebrieft, was ich tex­ten soll, und dann habe ich dem Desi­gner ein Word-Doc in den Ord­ner gelegt. Was danach mit mei­nem Text pas­sier­te, lag dann nicht mehr in mei­ner Hand: Ich habe ihn nicht ein­ge­setzt, for­ma­tiert, an den Kun­den geschickt und mich dann um Frei­ga­be, Lek­to­rat, Druck oder Ver­öf­fent­li­chung geküm­mert. Dafür waren ande­re zustän­dig.

Deine Vorteile mit einer Werbeagentur:

  • Umfas­sen­des Leis­tungs­spek­trum unter einem Dach
  • Ein Ansprech­part­ner für alles
  • Zugriff auf ver­schie­de­ne Fach­be­rei­che (Design, Text, Stra­te­gie)
  • Lang­jäh­ri­ge Erfah­rung mit grö­ße­ren Pro­jek­ten

Die Nachteile einer Werbeagentur:

  • Teu­rer als Free­lan­cer
  • Län­ge­re Abstim­mungs­we­ge und Ent­schei­dungs­pro­zes­se
  • Oft höhe­re Min­dest­bud­gets erfor­der­lich
  • Weni­ger Fle­xi­bi­li­tät bei klei­ne­ren Pro­jek­ten

Dar­über müs­sen wir nicht dis­ku­tie­ren: Als Solo-Selb­stän­di­ger gehst du wahr­schein­lich eher nicht zu einer Wer­be­agen­tur, denn die erwar­ten grö­ße­re Kun­den. Aber als Unter­neh­mer ist es eine Über­le­gung wert.

Was ist ein Texter?

That’s me! Ein Tex­ter ist ein Spe­zia­list für Head­lines, Slo­gans, krea­ti­ve Texte, län­ge­re Fließ­tex­te oder auf­merk­sam­keits­star­ke Anzei­gen. Was er tex­tet, kommt, wie so oft, drauf an. Als Frei­be­ruf­ler oder in Fest­an­stel­lung ist er z. B. Krea­tiv­tex­ter für Agen­tu­ren oder SEO-Spe­zia­list oder nur auf Social Media fokus­siert. Kern­kom­pe­tenz: über­zeu­gen­de, fri­sche Inhal­te schaf­fen, die nicht nach KI klin­gen, son­dern die Ziel­grup­pe akti­vie­ren und ihre Bot­schaft klar trans­por­tie­ren.

Was macht ein Texter?

Er macht aus Web­site-Tex­ten, Blog­ar­ti­keln, News­let­tern und Pro­dukt­be­schrei­bun­gen etwas, das man bis zum Ende durch­liest. Er recher­chiert The­men, ent­wi­ckelt pas­sen­de Tona­li­tä­ten für Mar­ken und opti­miert Texte für Such­ma­schi­nen.

Und was macht dann ein „Copywriter“?

Der Begriff Copy­wri­ter kommt aus dem Eng­li­schen und bezeich­net  — ach was! — einen Wer­be­tex­ter. Ganz ehr­lich: Es gibt Mar­ke­ting­ex­per­ten, die gern den Unter­schied zwi­schen „Tex­ter“ und „Copy­wri­ter“ beto­nen. Ich kann aller­dings kei­nen sehen. Oder habe es jemals erlebt, dass Kol­le­gen von mir Jobs abge­lehnt haben mit dem Ver­weis „Nee du, ich bin Tex­ter, das was du brauchst, das macht nur ein Copy­wri­ter.“

Deine Vorteile mit einem freiberuflichen Texter:

  • Direk­ter, per­sön­li­cher Kon­takt ohne Umwe­ge
  • Bringt oft Agen­tur-Know-how mit, aber güns­ti­ger
  • klei­ne­re Auf­trags­grö­ßen mög­lich
  • Schnel­le­re Reak­ti­ons­zei­ten und kurze Abstim­mungs­we­ge
  • Oft spe­zia­li­sier­tes Fach­wis­sen in bestimm­ten Berei­chen

Und die Nachteile:

  • Kein Rund­um-Ser­vice. Wenn er kein Netz­werk für Design und Tech­nik hat, musst du suchen gehen
  • Kapa­zi­täts­gren­zen bei sehr gro­ßen Pro­jek­ten
  • Keine umfas­sen­de Kam­pa­gnen­be­treu­ung

 

Was passt also zu dir: Texter oder Werbeagentur?

Um es zusam­men­zu­fas­sen: Hast du minds. ein KMU und das ent­spre­chen­de Bud­get, gönn dir eine Wer­be­agen­tur. Bist du Ein­zel­kämp­fer, such dir ein paar kom­pe­ten­te Free­lan­cer zusamm­men. Viele Unter­neh­men fah­ren auch gut mit einer Misch­stra­te­gie: Der frei­be­ruf­li­che Tex­ter lie­fert die Inhal­te, wäh­rend Sie Design und tech­ni­sche Umset­zung sepa­rat beauf­tra­gen. So bleibst du fle­xi­bel und zahlst nur für das, was du wirk­lich brauchst.

Texterin mit Netzwerk aus Freelancern

Weil ich im Lauf mei­ner Selbst­stän­dig­keit viele Free­lan­cer ken­nen­ge­lernt hab und ich mei­nen Kun­den bie­ten möch­te, was sie suchen, habe ich ein Netz­werk aus Exper­ten, die ich bei Bedarf mit ins Boot hole. Damit erhältst du quasi den Agen­tur-Ser­vice, aber ohne die Agen­tur-Kos­ten. Denn wir Free­lan­cer haben kei­nen teu­ren Pro­jekt­lei­ter, keine auf­ge­bläh­ten Struk­tu­ren und keine Sekre­tä­rin, die mit­fi­nan­ziert wer­den muss.

Du zahlst nur für die tat­säch­li­che Arbeit und hast trotz­dem einen zen­tra­len Ansprech­part­ner, der alles koor­di­niert. So bekommst du pro­fes­sio­nel­le Ergeb­nis­se zu fai­re­ren Prei­sen und mit direk­ter, unkom­pli­zier­ter Kom­mu­ni­ka­ti­on.

 

 

 

 

Kaltakquise im B2B kann tatsächlich funktionieren – mit diesen Tipps

Ciao, ChatGPT, ich habe jetzt eine bessere KI

Irgend­wann war‘s dann genug: Ich habe meine Text-KI gewech­selt und den Account bei ChatGPT gekün­digt.

 

Nach mona­te­lan­ger Nut­zung des unan­ge­foch­te­nen Markt­füh­rers habe ich eine Alter­na­ti­ve zu ChatGPT gefun­den, die ähn­lich funk­tio­niert, aber der bes­se­re Ersatz ist, und zwar Clau­de von Anthro­pic. Der Grund ist sim­pel: Ich brau­che ein Arbeits­werk­zeug, kei­nen digi­ta­len Cheer­lea­der.

Das Leben, all das Wis­sen, unse­re Fra­gen, der Fort­schritt: Frü­her löcher­ten mich meine Kin­der, was die Welt im Inne­ren zusam­men­hält, und im Ide­al­fall hatte ich eine Ant­wort parat. Manch­mal frag­ten sie etwas Kom­pli­zier­tes, und ich sagte, puh, weiß ich auch nicht, lass uns nach­her bei Goog­le schau­en. Noch spä­ter woll­ten sie wie­der etwas wis­sen, und ich mein­te dann, tja, keine Ahnung, gucken wir mal bei ChatGPT nach.

Ich sagte „ChatGPT“, nicht „KI“. So, wie Men­schen nach einem Tempo fra­gen, wenn sie ein Papier­ta­schen­tuch mei­nen, Tesa, wenn sie Kle­be­band suchen, und Label­lo, wenn sie Lip­pen­pfle­ge brau­chen.

Der Marktführer wird mit dem Produkt gleichgesetzt

Als der KI-Hype los­ging, bin ich wie die meis­ten ande­ren als ers­tes zu ChatGPT gegan­gen, weil ja alle davon spra­chen und ChatGPT mit über 82% Markt­an­teil bei KI-Chat­bots der abso­lu­te Mono­po­list ist. Ope­nAI war ein­fach früh dran und hat cle­ver Mar­ke­ting gemacht.

Ich hab dann dort sehr viel Zeit ver­bracht, sowohl für pri­va­te Anlie­gen als auch für meine Arbeit als SEO-Tex­te­rin. Für mei­nen Plus-Account zahl­te ich 23 Euro pro Monat.

Vor ein paar Wochen kam aller­dings der Punkt, wo ich keine Lust mehr auf ChatGPT hatte. Auf die immer glei­che Tona­li­tät (trotz indi­vi­du­el­ler Prompts), auf die Gedan­ken­stri­che und die schie­re Freu­de am Spaß, die sinn­los in allen Ant­wor­ten durch­schim­mer­te.

Rage against the machine

Denn ChatGPT ist so pro­gram­miert, dass dir bei jeder Anfra­ge Honig um den Mund geschmiert wird. Das ist mal okay, lang­fris­tig aber ner­vig und nicht glaub­wür­dig. Clau­de ist da ein­fach deut­lich sach­li­cher.

Ein simp­ler Ver­gleich:

Lena: „Ich möch­te mir ein Mar­me­la­den­brot machen und dazu Gewürz­gur­ken essen.“

Clau­de: „Das klingt nach einer inter­es­san­ten Geschmacks­kom­bi­na­ti­on.“

ChatGPT: „Was für eine herr­lich eigen­wil­li­ge Kombi!“

 

„Herr­lich“? Na ja….

Bei ChatGPT beginnt jede Ant­wort gefühlt mit „Groß­ar­ti­ge Frage!” oder „Das ist ein span­nen­des Thema!”, selbst wenn ich nur wis­sen will, wie man ein Komma setzt. Natür­lich ist mir klar, dass wir von einer Maschi­ne spre­chen und es mir im Grun­de egal sein könn­te, wie da jubi­liert wird. Trotz­dem ging mir diese auf­ge­setz­te Begeis­te­rung auf Dauer auf den Keks.

Clau­de dage­gen ant­wor­tet sach­lich, prä­zi­se und ohne unnö­ti­ges Bei­werk. Die Tona­li­tät ist erwach­sen, die Ant­wor­ten kom­men schnel­ler auf den Punkt. Hier nutze ich die Pro-Ver­si­on für 15 Euro monat­lich (das Klein­vieh, der Mist,…).

Und über das Thema Gedan­ken­stri­che bei ChatGPT habe ich mich ja sogar geson­dert aus­ge­las­sen.

Geheimnisse – talking about Datenschutz

Und dann war da noch diese Schlag­zei­le, die ich kürz­lich bei Spie­gel Online gele­sen habe:

„Hun­der­te Mil­lio­nen Men­schen nut­zen ChatGPT, man­che ver­trau­en dem Dienst Inti­mes an. Nicht jeder dürf­te wis­sen, dass man­che Chats von Mit­ar­bei­tern von Ope­nAI gele­sen wer­den. Und sogar von der Poli­zei.”

Als Tex­te­rin bear­bei­te ich oft sen­si­ble Kun­den­pro­jek­te, ver­trau­li­che Brie­fings und unver­öf­fent­lich­te Kon­zep­te. Und ich lasse mich bei der Tex­terstel­lung auch von KI unter­stüt­zen. Aber die Vor­stel­lung, dass diese Inhal­te von Ope­nAI-Mit­ar­bei­tern ein­ge­se­hen wer­den könn­ten, ist schlicht inak­zep­ta­bel. Auch wenn Ope­nAI beteu­ert, dass dies nur zu Qua­li­täts­si­che­rungs­zwe­cken gesche­he – das Risi­ko bleibt.

Bei Clau­de kann ich das letzt­end­lich auch nicht zu 100% wis­sen, aber ich habe ein bes­se­res Gefühl. Anthro­pic posi­tio­niert sich expli­zit als Unter­neh­men, das KI-Sicher­heit ernst nimmt. Tat­säch­lich haben die Grün­der von Clau­de mal bei Ope­nAI gear­bei­tet, dann aber das Unter­neh­men wegen Sicher­heits­be­den­ken ver­las­sen und Clau­de gegrün­det.

ChatGPT überschwemmt das Web

Mei­nen Wech­sel mit­ent­schie­den hat wahr­schein­lich auch ein biss­chen Koket­te­rie: Ich will nicht so wie alle ande­ren klin­gen. Seit KI wird ja jeder Online-Text poten­ti­ell auf ChatGPT ver­däch­tigt: Sind da Gedan­ken­stri­che? Klingt der Text glatt­ge­zo­gen, banal und steckt vol­ler Bul­lets? Fängt an mit „In einer Welt, die (…)“ oder hat diese typi­sche Auf­zäh­lung ( „Ob a, b oder c – nimm d!“)?

Wer sich viel mit ChatGPT beschäf­tigt, erkennt irgend­wann die typi­sche Aus­drucks­wei­se im Schlaf wie­der, oder glaubt das zumin­dest. Und es gibt ja sehr viele Nut­zer, die GTP-Texte 1:1 über­neh­men, statt sie noch­mal per­sön­lich anzu­pas­sen. Das Resul­tat ist Ein­heits­brei, der das Web über­zieht und alle gleich aus­se­hen lässt.

Clau­de hat eine ande­re Stim­me. Nicht so vor­her­seh­bar, weni­ger for­mel­haft. Die Texte klin­gen erwach­se­ner, weni­ger nach Moti­va­ti­ons­trai­ner auf Lin­ke­dIn. Das macht einen Unter­schied, nicht nur inhalt­lich, son­dern auch für die eige­ne Marke.

Noch besser als ChatGPT und Claude zusammen

Noch etwas habe ich mitt­ler­wei­le gelernt: mehr zu ver­glei­chen und nicht nur ein oder zwei Tools zu ver­trau­en. Clau­de ist nicht das Happy End. Die bes­ten und rea­li­täts­na­hen Ergeb­nis­se erhal­te ich, wenn ich meine Anfra­ge nicht nur bei Clau­de ein­ge­be, son­dern auch in der (kos­ten­lo­sen) Ver­si­on von ChatGPT UND der von Per­ple­xi­ty und Goog­le Gemi­ni.

Denn unter­schied­li­che KI haben unter­schied­li­che Stär­ken. Und durch den Abgleich meh­re­rer Quel­len erhal­te ich bes­se­re, ver­läss­li­che­re Ergeb­nis­se.

Per­ple­xi­ty ist her­vor­ra­gend für Fak­ten­re­cher­che und aktu­el­le Infor­ma­tio­nen. Gemi­ni hat seine Stär­ken bei der Ana­ly­se län­ge­rer Texte. Und Clau­de ist mein Haupt­werk­zeug für alles, was Text­ar­beit, Kon­zep­ti­on und struk­tu­rier­tes Den­ken erfor­dert.

Ein Bei­spiel aus mei­ner Pra­xis:

Vor ein paar Wochen bekam ich eine Job­an­fra­ge von einem gro­ßen Unter­neh­men, das eigent­lich außer­halb mei­ner Ziel­grup­pe liegt und sich auch locker eine Wer­be­agen­tur hätte leis­ten kön­nen. Dass ich da kein 0–8/15-Angebot hin­schi­cken konn­te, war klar. Aber wel­che Zah­len genau ich nen­nen soll­te, wuss­te ich auch nicht.

Nutze das KI-Schwarmwissen!

Also gab ich alle Para­me­ter, die ich zur Ver­fü­gung hatte, bei Clau­de, ChatGPT, Per­ple­xi­ty und Gemi­ni ein: Das ist das Unter­neh­men, das wol­len die von mir, wel­che Prei­se sind rea­lis­tisch, Hil­fe­eee, erstell mir ein Ange­bot. Und erhielt 4 ver­schie­de­ne Ant­wor­ten, die alle klug waren, aber unter­schied­li­che Aspek­te beleuch­te­ten; und natür­lich auch unter­schied­li­che Tipps zu mög­li­chen Prei­sen.

Ich konn­te mir dann aus allen Ergeb­nis­sen wun­der­bar einen für mich pas­sen­den Quer­schnitt bauen und ein Ange­bot erstel­len, das sowohl markt­ge­recht als auch selbst­be­wusst war. Hätte ich nur einer KI ver­traut, wäre mir diese Band­brei­te an Per­spek­ti­ven ent­gan­gen. So hatte ich das Gefühl, vier ver­schie­de­ne Bera­ter kon­sul­tiert zu haben.

Das ist für mich der eigent­li­che Game Chan­ger: Nicht die eine per­fek­te KI zu suchen, son­dern meh­re­re klug zu kom­bi­nie­ren. Jede hat ihre Nische, ihre Eigen­hei­ten, ihren blin­den Fleck. Zusam­men sind sie unschlag­bar.

Die Bekannteste ist nicht unbedingt die Beste

Wenn du Text-Unter­stüt­zung durch eine KI suchst, ver­lass dich bitte nicht blind auf den Markt­füh­rer. Nur weil alle ChatGPT ken­nen und nut­zen, ist das nicht auto­ma­tisch das beste Tool. Es lohnt sich, Alter­na­ti­ven zu ver­glei­chen und die KI zu neh­men, deren Text-Ergeb­nis­se dich am meis­ten anspre­chen.

Ich habe hier ja nicht mal alle genannt – es gibt ja auch noch Jas­per, Neu­ro­flash oder Deep AI und noch viel mehr. Pro­bier sie ein­fach mal aus. Deine Arbeit und deine Marke wer­den es dir dan­ken.

 

 

 

 

Smartphone mit Instragam Texten von Lena Instagram Account

Hat dir der Beitrag gefallen?

Hinterlasse mir gern eine Nachricht bei Instagram!

Text­bü­ro Block auf INSTAGRAM

Was macht eine gute Website aus? 5 Bausteine, ohne die’s nicht geht

Was macht eine gute Website aus? 5 Bausteine, ohne die’s nicht geht

Ich bin Web­site-Tex­te­rin und habe im Lauf der Jahre so viele Domains auf­ge­baut bzw über­ar­bei­tet, dass ich dir gern ver­ra­te, wel­che Ele­men­te mei­ner Mei­nung nach unver­zicht­bar sind. Denn, Spoi­ler: Was eine gute Web­site aus­macht, sind nicht nur die offen­sicht­li­chen Dinge.

                                                                          ***

 

Mit „offen­sicht­li­chen Din­gen“ meine ich Bau­stei­ne wie eine gute Domain oder ein CMS wie Word­Press – das weißt du sicher selbst oder hast es dir von den Web­site-Erstel­lern dei­nes Ver­trau­ens sagen las­sen. Mir geht es hier mehr darum, wel­che wei­chen, indi­rek­ten Fak­to­ren die Linie zie­hen zwi­schen einer Web­site, die nach 3 Sekun­den wie­der weg­ge­klickt wird und einer, die die­ses „Japp, hier bin ich goldrichtig“-Gefühl erzeugt.

Legen wir los: Wel­che 5 Bau­stei­ne machen eine gute Web­site aus?

 

1. Klarheit

Das klingt jetzt erst­mal sim­pel, aber tat­säch­lich ist Klar­heit etwas, das vie­len Web­sites fehlt. Viel­leicht kennst du das, wenn du auf eine Home­page klickst und Ewig­kei­ten brauchst, bis du ver­stan­den hast, worum es dort denn geht.

Okay, Coa­ching, aber wofür?

Aha, Immo­bi­li­en­ver­mitt­lung, aber für wel­che Regi­on denn?

Mal schau­en, Selbst­ver­tei­di­gung und Kick­bo­xen, aber von wem und für wel­che Ziel­grup­pe und in wel­chem Ort?

Viele Web­site-Inha­ber stel­len ihr Ange­bot nicht schnell und klar genug dar und mer­ken es nicht. Das liegt daran, dass sie selbst so in ihrer Exper­ti­se drin­ste­cken, dass sie den objek­ti­ven Blick von außen – also den ihrer Ziel­grup­pe – ver­lo­ren haben.

Dazu mal ein Bei­spiel aus mei­ner Pra­xis:

Bei einer Party vor eini­ger Zeit habe ich Small­talk gehal­ten mit einem ande­rem Gast, und es fiel die Frage, was ich beruf­lich mache. Ich ant­wor­te­te „SEO-Tex­te­rin“ und schob dann noch zwei, drei Sätze zu den Details hin­ter­her, als mich mein Gegen­über unter­brach und frag­te: „Ähm, noch­mal zurück zum Anfang, was ist denn die­ses Siho über­haupt?“

Nicht jeder weiß, was für dich selbst­ver­ständ­lich ist.

Stel­le des­halb auf jeder dei­ner Sei­ten, also Start, Über, Ange­bot usw. gleich am Anfang klar, um was es bei dir geht – was, wo, wer, wie, wes­halb und wozu man das buchen soll. Sonst ver­las­sen mög­li­che Kun­den deine Seite wie­der, noch bevor du „Das kommt doch gleich!“ sagen kannst.

 

2. Witz

Nein, damit meine ich keine Jokes à la „Tref­fen sich ein Deut­scher, ein Fran­zo­se und ein Schwei­zer“. Son­dern Witz im Sinne von Esprit. Ori­gi­na­li­tät. Schma­ckes. Kante. Pfiff. Denn nichts wirkt so ein­schlä­fernd wie lang­wei­li­ge Web­sites, die voll von Phra­sen sind und 10 km gegen den Wind nach ChatGPT rie­chen.

Was eine gute Web­site aus­macht, sind Texte jen­seits von „Will­kom­men auf unse­rer Home­page“ und „Wir sind der kom­pe­ten­ter Part­ner an Ihrer Seite.“ Lass statt­des­sen deine Per­sön­lich­keit, deine Mei­nung und deine sprach­li­chen Eigen­hei­ten ein­flie­ßen, um Leser für dich zu gewin­nen und dich nah­bar und unver­wech­sel­bar zu machen.

Wenn dich das Thema inter­es­siert, fin­dest du hier nähe­re Tipps:

„Will­kom­men auf unse­rer Web­site“? Nein, bitte nicht

Sto­rytel­ling für den Awww-Effekt

Bei­spie­le für Flos­keln

 

3. Vertrauen

Damit deine Ziel­grup­pe dein Ange­bot kauft, muss sie dir ver­trau­en. Und eine Web­site hat die Auf­ga­be, die­ses Ver­trau­en auf­zu­bau­en. Dazu gibt es die typi­schen Trust-Ele­men­te, die du beim Erstel­len mit ein­be­zie­hen soll­test:

 

Impres­sum & Daten­schutz

Ist Pflicht und selbst­re­dend. (Da gucken übri­gens mehr Men­schen drauf als du ver­mu­ten wür­dest)

 

Über-uns/­mich-Seite

mit ech­ten Namen, Gesich­tern, Hin­ter­grund­in­fos und Reason why, also warum du tust, was du tust

 

Kon­takt­mög­lich­kei­ten

E‑Mail ist Mini­mum; Tele­fon und Anschrift kön­nen, aber müs­sen nicht.

 

Prei­se

Viele Selbst­stän­di­ge hadern mit der Preis­nen­nung. Aber ich bin klar der Mei­nung, dass die Anga­be von Prei­sen eine gute Web­site aus­ma­chen, was ein­fach an der Trans­pa­renz und Fair­ness liegt. Und du gehst respekt­voll mit den Kapa­zi­tä­ten der Kun­den um (weil sie nicht erst Zeit inves­tie­ren müs­sen, um nach­zu­fra­gen, nur um dann fest­zu­stel­len, dass du gera­de zu teuer für sie bist).

 

Kun­den­stim­men / Tes­ti­mo­ni­als

Der Klas­si­ker zum Ver­trau­ens­auf­bau. Am bes­ten noch mit rich­ti­gem Namen, Foto und Ver­lin­kung, wenn mög­lich

 

Refe­ren­zen & Logos

von dei­nen Kunden/Partnern

 

Bewer­tun­gen

(Goog­le, Pro­ven­Ex­pert, Trust­pi­lot)

 

Case Stu­dies / Pro­jek­te / Port­fo­lio / Arbeits­pro­ben

mit beleg­ba­ren Ergeb­nis­sen

 

Blog­bei­trä­ge

Zeigt, dass du weißt, wovon du sprichst. Du liest ja auch grad einen 😉

 

Pro­fes­sio­nel­les Design

Ich weiß, selbst bauen ist güns­ti­ger. Aber es sieht dann eben auch selbst­ge­baut aus.

 

 

4. Mehr Seiten als Start, Über und Angebot

 

Kun­den­an­fra­gen kannst du ja über alle mög­li­chen Wege erhal­ten, die Web­site ist nur eine Opti­on von vie­len. Man­che Exper­ten erhal­ten zum Bei­spiel Pro­jek­te durch Wei­ter­emp­feh­lun­gen oder weil sie gut netz­wer­ken oder eh schon zwei, drei pro­fi­ta­ble Stamm­kun­den haben.

Des­halb sehen viele Dienst­leis­ter ihre Web­site eher nur als „Visi­ten­kar­te“, auf der man noch­mal kurz nach­le­sen kann, was denn so die wich­tigs­ten Para­me­ter für die Zusam­men­ar­beit sind. Ent­spre­chend schlank sind dann auch diese Web­sites: Start, Über und Ange­bot, oder gleich ein One­pager.

Die­ses Kal­kül kann auch auf­ge­hen, aber ehr­lich gesagt sind das lie­gen­ge­las­se­ne Chan­cen. Eine Web­site kann näm­lich viel mehr leis­ten: Gefüllt mit Infos, Sto­rytel­ling, Refe­ren­zen und Blog­bei­trä­gen, zieht sie Traf­fic für dich an und nimmt dir Über­zeu­gungs­ar­beit und Akqui­se­auf­wand ab. Was eine gute Web­site aus­macht, ist Volu­men.

Und: Wenn du außer­halb von Klein­kle­ckers­heim gefun­den wer­den willst, schaffst du das nur mit einer gro­ßen Web­site. Drei Sei­ten sind ein­fach zu wenig, um über­re­gio­nal gefun­den zu wer­den und mit­hal­ten zu kön­nen (es sei denn, du bist so spitz posi­tio­niert, dass du keine Kon­kur­renz hast, aber wer ist das schon).

Ich werde mit mei­ner Web­site über­re­gio­nal gefun­den, und zwar weil ich blog­ge. Mit den klas­si­schen Sei­ten allein würde man mich weder in Husum noch in Hei­del­berg ent­de­cken.

Außer­dem wirkt auch Umfang ver­trau­ens­bil­dend. Wer bei dir mehr zu lesen fin­det – Ant­wor­ten auf typi­sche Fra­gen, Ein­bli­cke in deine Arbeit, Bei­spie­le und Refe­ren­zen – hat das Gefühl, dich zu ken­nen, bevor er über­haupt Kon­takt auf­nimmt.

 

Mit wel­chen Sei­ten du deine Web­site sinn­voll erwei­tern kannst, liest du hier.

 

5. Aktualität

Web­site ein­mal erstel­len las­sen und dann nie wie­der anrüh­ren? Schön wär’s. Eine Web­site muss dau­er­haft aktua­li­siert und frisch gehal­ten wer­den. Man­che Web­sites wir­ken wie Zeit­kap­seln, mit noch so Hin­wei­sen, dass wegen Coro­na bis auf Wei­te­res nur tele­fo­nisch gear­bei­tet wird. Spoi­ler: Wir schrei­ben nicht mehr 2020 (eine Web­site von 2020 ist in Inter­net­jah­ren unge­fähr Mitte 30).

Ver­al­te­te Inhal­te schre­cken nicht nur Besu­cher ab, son­dern sind auch ein Signal an Goog­le, dass hier schon län­ger kei­ner mehr den digi­ta­len Besen geschwun­gen hat. Dabei bevor­zu­gen Such­ma­schi­nen fri­sche Inhal­te! Und Men­schen übri­gens auch.

Regel­mä­ßi­ge Updates, neue Refe­ren­zen oder ein aktu­el­ler Blog zei­gen, dass dein Ange­bot lebt und du im Geschäft bist. Das stei­gert nicht nur deine Chan­cen auf bes­se­re Ran­kings, son­dern auch das Ver­trau­en dei­ner Besu­cher.

 

Fazit

Was eine gute Web­site aus­macht, ist natür­lich noch mehr als die 5 Punk­te, die ich auf­ge­zählt habe. Aber:

Das hier sind die weni­ger offen­sicht­li­chen Fak­to­ren, bzw. die, die man schnell man ver­gisst oder gar nicht erst beach­tet. Wenn du dich also daran etwas ori­en­tierst, kann es nicht die schlech­tes­te Web­site der Welt wer­den 😉.

 

 

 

Landingpage, Homepage, Website, Webseite: Vorsicht Missverständnis

Zwischenüberschriften: nicht nice to have, sondern unentbehrlich

Zwi­schen­über­schrif­ten sind das Rück­grat jedes guten Tex­tes. Ohne wür­den deine Leser absprin­gen, noch bevor sie mer­ken, wie toll dein Inhalt ist. Warum das so ist und wie du wel­che baust, liest du hier.

 ***

 

Was sind Zwischenüberschriften?

Kurz gesagt: Anker im Lese­strom. Zwi­schen­über­schrif­ten fol­gen auf jeden Sinn­ab­schnitt oder Absatz und ste­chen optisch aus der Text­wüs­te her­aus. Sie bre­chen den Fließ­text auf, ord­nen Gedan­ken, fas­sen Gesag­tes zusam­men. Und eine gute Zwi­schen­über­schrift zeigt sofort, worum es im nächs­ten Absatz geht, aber ohne gleich alles zu ver­ra­ten.

Ohne Zwischenüberschriften wird dein Text nicht gelesen

Es lohnt, sich ein biss­chen mit Zwi­schen­über­schrif­ten aus­ein­an­der­zu­set­zen, auch wenn du viel­leicht nicht auf Anhieb weißt, wie du wel­che fin­den sollst. Stell dir vor, du scrollst durch einen Text­block ohne Pause, ohne Ori­en­tie­rung. Machst du frei­wil­lig nicht, oder? Zwi­schen­über­schrif­ten zwin­gen den Blick, dran­zu­blei­ben. Sie geben Halt, machen Lust, „mal eben“ wei­ter­zu­le­sen.

Mit ande­ren Wor­ten: Sie ver­hin­dern den Absprung.

Beispiel: der gleiche Text, einmal mit Zwischenüberschrift, einmal ohne

Ohne Zwi­schen­über­schrif­ten:

Wer online Texte ver­öf­fent­licht, möch­te gele­sen wer­den. Aber viele machen es den Lesern unnö­tig schwer, weil sie ihre Inhal­te als rie­si­gen Block prä­sen­tie­ren. Das kos­tet Zeit, Ner­ven und Lust, und am Ende auch Reich­wei­te. Denn die wenigs­ten kämp­fen sich tap­fer durch end­lo­se Absät­ze ohne Ori­en­tie­rung. Wer seine Texte nicht struk­tu­riert, ver­liert Leser schon nach den ers­ten Zei­len. Dabei wäre es so ein­fach: Abschnit­te klar glie­dern, Zwi­schen­über­schrif­ten ein­bau­en, wich­ti­ge Key­words plat­zie­ren und den Text dadurch auf­lo­ckern. Wer Zwi­schen­über­schrif­ten sinn­voll nutzt, sorgt nicht nur für bes­se­re Les­bar­keit, son­dern schickt auch klare Signa­le an Goog­le. Such­ma­schi­nen lie­ben Texte, die gut geglie­dert sind und rele­van­te Begrif­fe an den rich­ti­gen Stel­len ent­hal­ten. Des­halb gilt: Zwi­schen­über­schrif­ten sind kein net­tes Extra, son­dern unver­zicht­bar, wenn dein Con­tent per­for­men soll.

 

…na? Schon ein­ge­schla­fen?

Jetzt der glei­che Inhalt mit Zwi­schen­über­schrif­ten:

 

Wer online schreibt, will gele­sen wer­den

Wer online Texte ver­öf­fent­licht, möch­te gele­sen wer­den. Aber viele machen es den Lesern unnö­tig schwer, weil sie ihre Inhal­te als rie­si­gen Block prä­sen­tie­ren. Das kos­tet Zeit, Ner­ven und Lust, und am Ende auch Reich­wei­te.

Warum Leser sonst absprin­gen

Die wenigs­ten kämp­fen sich tap­fer durch end­lo­se Absät­ze ohne Ori­en­tie­rung. Wer seine Texte nicht struk­tu­riert, ver­liert Leser schon nach den ers­ten Zei­len. Dabei wäre es so ein­fach: Abschnit­te klar glie­dern, Zwi­schen­über­schrif­ten ein­bau­en, wich­ti­ge Key­words plat­zie­ren und den Text dadurch auf­lo­ckern.

Zwi­schen­über­schrif­ten: gut für Goog­le

Wer Zwi­schen­über­schrif­ten sinn­voll nutzt, sorgt nicht nur für bes­se­re Les­bar­keit, son­dern schickt auch klare Signa­le an Goog­le. Such­ma­schi­nen lie­ben Texte, die gut geglie­dert sind und rele­van­te Begrif­fe an den rich­ti­gen Stel­len ent­hal­ten. Des­halb gilt: Zwi­schen­über­schrif­ten sind kein net­tes Extra, son­dern unver­zicht­bar, wenn dein Con­tent per­for­men soll.

 

…das liest sich gleich ganz anders, oder?

 

Was Zwischenüberschriften mit SEO zu tun haben

Aber nicht nur wegen der Leser­lich­keit sind Zwi­schen­über­schrif­ten wich­tig, sie spie­len auch eine Rolle für die Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung. Denn inner­halb der Über­schrif­ten-Hier­ar­chie (h1 bis h6) sind Zwi­schen­über­schrif­ten meist eine h2 oder h3. Und diese Head­lines signa­li­sie­ren Goog­le:

Aha, eine h2, dann ist das hier das Haupt­the­ma des Tex­tes.

Wenn du also Key­words in diese h2 packst, ver­steht der Algo­rith­mus noch bes­ser, worum es in dei­nem Text geht. Gleich­zei­tig stärkt das deine Chan­cen, mit genau die­sen Begrif­fen gefun­den zu wer­den.

 

Und so findest du gute Zwischenüberschriften

Zwi­schen­über­schrif­ten zie­hen sich als Klick­kö­der durch den gan­zen Text, bis man nicht mehr wei­ter­scrol­len kann. Wenn du dei­nen Sei­ten­text fer­tig geschrie­ben, aber noch keine Zwi­schen­über­schrif­ten hast, teile ihn als ers­tes in Sinn­ab­schnit­te ein. Zwi­schen jedem Abschnitt machst du einen Absatz, der dir die the­ma­ti­sche Unter­tei­lung optisch leich­ter macht. Über­all dort gehö­ren Zwi­schen­über­schrif­ten hin.

Und in denen ver­suchst du jetzt, den nach­fol­gen­den Inhalt zusam­men­zu­fas­sen oder, noch bes­ser, anzu­teaserrn. Span­nung zu erzeu­gen. Also nicht:

Ich erstel­le dir ein per­sön­li­ches Fit­ness­pro­gramm

son­dern

Warum ich bes­ser bin als ande­re Fit­ness­coa­ches (…weil ich dir ein Pro­gramm erstel­le)

 

Mein persönlicher Tipp für Zwischenüberschriften:

Ich schrei­be immer erst­mal mei­nen gan­zen Text in einem run­ter und picke mir hin­ter­her Sätze aus dem Fließ­text raus, in denen inhalt­lich zen­tra­le Dinge ste­hen und die sich des­halb von ganz allei­ne als Zwi­schen­über­schrift eig­nen. Soll der Text für Goog­le opti­miert wer­den, schaue ich noch, dass ich Key­words unter­brin­ge.

Die Neben-Key­words zu die­sem Bei­trag sind „Zwi­schen­über­schrift fin­den“ und „Was sind Zwi­schen­über­schrif­ten“. Wie du hier sehen kannst, sind das Begrif­fe, die sich sowie­so als ZÜ anbie­ten. So habe ich also SEO und die h2 direkt mit­ein­an­der kom­bi­nie­ren kön­nen.

 

Also:

Wenn du deine Ziel­grup­pe bei der Stan­ge hal­ten willst, bau unbe­dingt Zwi­schen­über­schrif­ten ein. Sie erleich­tern das Lesen, das Fin­den rele­van­ter Infos und hel­fen gleich­zei­tig Goog­le, deine Inhal­te zu ver­ste­hen und rich­tig zu ran­ken.

Des­halb: Ran an die h2!

 

 

 

Smartphone mit Instragam Texten von Lena Instagram Account

Hat dir der Beitrag gefallen?

Hinterlasse mir gern eine Nachricht bei Instagram!

Text­bü­ro Block auf INSTAGRAM