Hervorhebungen in Texten: fette Sache!

Hervorhebungen in Texten: fette Sache!

Weil deine Ziel­grup­pe deine Texte sel­ten Wort für Wort durch­liest, son­dern aufs Wich­tigs­te abscannt, hel­fen Her­vor­he­bun­gen durch fett mar­kier­te Satz­tei­le. Ich erklä­re dir, wor­auf du dabei ach­ten soll­test.

 

But­ter bei die Fische: Liest du die­sen Arti­kel gera­de wirk­lich kom­plett von Anfang bis Ende? Wenn ja, dann fühle ich mich sehr geehrt und freue mich, deine Auf­merk­sam­keit gewon­nen zu haben.

Wahr­schein­lich ist es aber anders. Wahr­schein­lich springt dein Auge von Über­schrift zu Über­schrift und bleibt an Begrif­fen hän­gen, die optisch her­aus­ste­chen. Ist okay, ich bin nicht belei­digt. Denn:

Im Internet lesen wir nicht linear, wir “scannen”.

Und des­halb ist es im Online-Mar­ke­ting gän­gig, ein­zel­ne Wör­ter oder Satz­tei­le her­vor­zu­he­ben, indem man sie fett mar­kiert. So näm­lich.

Genau­so wie Zwi­schen­über­schrif­ten oder Bullets/Aufzählungen die­nen sie als visu­el­le Anker, die ver­hin­dern, dass deine Leser gelang­weilt absprin­gen, weil sie die gesuch­te Infor­ma­ti­on nicht schnell genug fin­den. Denn wir haben ja alle keine Zeit.

Warum Begriffe hervorgeboben werden sollten

Ich bin ehr­lich: Ich finde gefet­te­te Her­vor­he­bun­gen in Tex­ten häss­lich, daher lass ich’s oft ein­fach. Aber das mensch­li­che Gehirn ist nun mal faul. Also sucht es nach dem Weg des gerings­ten Wider­stands, um Infor­ma­tio­nen auf­zu­neh­men:

Stu­di­en im Bereich der User Expe­ri­ence (UX) zei­gen immer wie­der, dass Texte online nur über­flo­gen (“Skim­ming” bzw. “Scan­ning”) wer­den.

Fett mar­kier­te Wör­ter wir­ken dabei wie ein Magnet. Sie signa­li­sie­ren Rele­vanz. Wenn du wich­ti­ge Schlüs­sel­wör­ter oder kurze Phra­sen durch Her­vor­he­bun­gen mar­kierst, hilfst du dei­nem Leser dabei, den Kern dei­ner Aus­sa­ge in Sekun­den­schnel­le zu erfas­sen.

Das hat zwei ent­schei­den­de Vor­tei­le:

Gerin­ge­re Absprungra­te: Die Leser fin­den schnel­ler, was sie suchen, und blei­ben eher auf der Seite

Bes­se­res Text­ver­ständ­nis: Selbst beim flüch­ti­gen Über­flie­gen bleibt die Haupt­bot­schaft hän­gen

Richtig dosieren: Die Dos and Don’ts bei Hervorhebungen

Aha, denkst du jetzt viel­leicht, ist ja super, dann mar­kie­re ich jetzt in jedem zwei­ten Satz ein Wort fett. Das wäre aber zuviel des Guten und würde das Ganze wie­der ad absur­dum füh­ren.

Hier mal 2 Ver­glei­che:

Ein Text völ­lig ohne Fet­tun­gen:

Spä­tes­tens mit ihrem Mei­len­stein-Album „Auf einem Auge blöd“ (1995) avan­cier­te der Slang von Fet­tes Brot end­gül­tig zum gesamt­deut­schen Kul­tur­gut. Das Trio lie­fer­te damit den ent­schei­den­den Gegen­ent­wurf zum damals auf­kom­men­den, oft düs­te­ren Stra­ßen-Rap: Sie bewie­sen mit spie­le­ri­scher Leich­tig­keit, dass man im deut­schen Hip-Hop weder ein har­tes Image noch eine kri­mi­nel­le Vita benö­tig­te, um „fett“ – also in höchs­tem Maße rele­vant und cool – zu sein.

Diese Mischung aus han­sea­ti­scher Gelas­sen­heit und Humor präg­te eine ganze Gene­ra­ti­on. Für Jugend­li­che wurde das Wort zum uni­ver­sel­len Güte­sie­gel: Alles, was zuvor schlicht „geil“ war, wurde nun als „fett“ dekla­riert. Heute ist der Begriff so fest in der All­tags­spra­che ver­wur­zelt, dass viele gar nicht mehr wis­sen, wie sehr die Ham­bur­ger Hip-Hop-Welle der 90er die­sen Pro­zess beschleu­nigt hat.

…..so anstren­gend.

Jetzt der glei­che Text mit sinn­vol­len Her­vor­he­bun­gen:

Spä­tes­tens mit ihrem Mei­len­stein-Album „Auf einem Auge blöd“ (1995) avan­cier­te der Slang von Fet­tes Brot end­gül­tig zum gesamt­deut­schen Kul­tur­gut. Das Trio lie­fer­te damit den ent­schei­den­den Gegen­ent­wurf zum damals auf­kom­men­den, oft düs­te­ren Stra­ßen-Rap: Sie bewie­sen mit spie­le­ri­scher Leich­tig­keit, dass man im deut­schen Hip-Hop weder ein har­tes Image noch eine kri­mi­nel­le Vita benö­tig­te, um „fett“ – also in höchs­tem Maße rele­vant und cool – zu sein.

Diese Mischung aus han­sea­ti­scher Gelas­sen­heit und Humor präg­te eine ganze Gene­ra­ti­on. Für Jugend­li­che wurde das Wort zum uni­ver­sel­len Güte­sie­gel: Alles, was zuvor schlicht „geil“ war, wurde nun als „fett“ dekla­riert. Heute ist der Begriff so fest in der All­tags­spra­che ver­wur­zelt, dass viele gar nicht mehr wis­sen, wie sehr die Ham­bur­ger Hip-Hop-Welle der 90er die­sen Pro­zess beschleu­nigt hat.

 

…wenn du jetzt nur die gefet­te­ten Her­vor­he­bun­gen liest, weißt du, dass Fet­tes Brot das Wort fett in den täg­li­chen Sprach­ge­brauch kata­pul­tiert haben. Das ist die Essenz des gan­zen Tex­tes.

Und so fettest du korrekt:

  • Fokus­sie­re dich auf Key­words: Über­le­ge dir vor dem Fett­mar­kie­ren, was die abso­lu­ten Kern­be­grif­fe dei­nes Absat­zes sind.
  • Mar­kie­re ganze Sinn­ein­hei­ten (manch­mal): Statt nur eines ein­zel­nen Wor­tes kann es sinn­voll sein, eine kurze Phra­se, wie z. B. “stra­te­gi­sche For­ma­tie­rung”, her­vor­zu­he­ben, wenn dies den Kern der Aus­sa­ge bes­ser trifft. Aber halte es kurz.
  • Mach’s wie im Fet­tes-Brot-Text: Ein guter Trick ist es, die Kern­aus­sa­ge eines lan­gen Absat­zes durch geziel­te Her­vor­he­bun­gen so zu gestal­ten, dass man den Absatz ver­steht, wenn man nur die fett­ge­druck­ten Teile liest.

So lieber nicht:

  • Ganze Sätze fett mar­kie­ren: Urrgh, too much. Stört den Lese­fluss  und wirkt auf­dring­lich. Es ist das visu­el­le Äqui­va­lent zum Ange­brüllt wer­den.
  • Zusätz­li­che Unter­strei­chun­gen: Unter­stri­che­ner Text wird im Web fast immer als Hyper­link inter­pre­tiert. Wenn du einen Text­teil fett mar­kiert UND unter­streichst, ver­wirrst du deine Leser, die ver­geb­lich ver­su­chen, dar­auf zu kli­cken.
  • Zu viele ver­schie­de­ne For­ma­te: Nutze Fet­tung als dein pri­mä­res Werk­zeug. Kur­siv­schrei­bung (Ita­lic) eig­net sich eher für Zita­te, Pro­dukt­na­men oder fremd­spra­chi­ge Begrif­fe, ist aber schlech­ter les­bar als fette Schrift.

So! Das war die Defi­ni­ti­on von Fett (und alle Fet­tes-Brot-Fans ver­ste­hen die Anspie­lung 😉).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Die Kunden gendern, ja oder nein? Mein Rat als Texterin

Die Kunden gendern, ja oder nein? Mein Rat als Texterin

Die Kun­den, für die ich texte, fra­gen mich oft, ob sie in ihrer Unter­neh­mens­kom­mu­ni­ka­ti­on gen­dern soll­ten. Weil wir dar­über so oft spre­chen, habe ich mir dazu mal ein fik­ti­ves Gespräch aus­ge­dacht, das den Quer­schnitt aller Gen­der-Dis­kus­sio­nen mit mei­nen Kun­den abbil­det und dir Ant­wor­ten lie­fert.

 

Lena: „…das wären dann soweit alle Rück­fra­gen zum Fra­ge­bo­gen, außer noch beim Gen­dern, da hast du ange­kreuzt, dass du da gern noch Bera­tung zu hät­test.“

Kunde: „Ja genau. Da bin ich mir ein­fach noch unsi­cher.“

L.: „Hast du denn bis­her deine Kun­den gegen­dert?“

K.: „Nein.“

L.: „Aber du bist dem Gen­dern gegen­über gene­rell nicht abge­neigt?“

K.: „Also ich würde ja schon gern alle mit ein­be­zie­hen, die Idee finde ich grund­sätz­lich gut.“

L.: „Okay. Also. Gen­dern ist ja Teil der Posi­tio­nie­rung und der Cor­po­ra­te Lan­guage. Ich sage immer, dass man zwei Aspek­te bei der Ent­schei­dung beach­ten soll­te: Ein­mal, wie du als Absen­der dazu stehst, und dann natür­lich, ob deine Ziel­grup­pe gen­der-affin ist.“

K.: „Ist denn nicht ent­schei­dend, was die Ziel­grup­pe gut fin­det?“

L.: „Ja, schon, aber du musst dich ja auch damit iden­ti­fi­zie­ren kön­nen.“

K.: „Hm.“

L.: „Als Per­so­nal­ver­mitt­ler hast du ja auch viel mit CEO’s zu tun, die du im Fra­ge­bo­gen als über­wie­gend 50+ und männ­lich beschrie­ben hast.“

K.: „Stimmt, die machen den Groß­teil aus.“

L.: „Wie hast du die bis­her ken­nen­ge­lernt? Gen­dern die?“

K.: (lacht) „Nein.“

L.: „Siehst du, das ist ja schon mal ein wich­ti­ges Indiz. Wür­den die dir den Rücken keh­ren, wenn du anfan­gen wür­dest zu gen­dern?“

K.: „Das jetzt viel­leicht nicht direkt, aber ent­zü­cken würde es sie auch nicht.“

L.: „Bleibt die Frage nach dem, was du willst. Du musst dich ja auch mit dei­nen Tex­ten wohl­füh­len.“

K.: „Wie machst du selbst das denn als Tex­te­rin?“

L.: „Ich gen­de­re nicht, aber meine eige­nen Beweg­grün­de lasse ich außen vor, wenn ich Kun­den dazu bera­te.“

K.: „Also ich finde Gen­dern eigent­lich rich­tig.“

L.: „Also nicht nur in den Tex­ten, son­dern gene­rell auch beim Spre­chen?“

K.: „Ähm…“

L.: „Weil, wenn deine Kun­den erst deine Web­site lesen und dann aber mit dir direkt spre­chen am Tele­fon oder bei Teams, und mer­ken, huch, der gen­dert ja münd­lich gar nicht, das ist dann natür­lich nicht authen­tisch.“

K.: „Stimmt auch wie­der.“

L.: „Und du müss­test das Gen­dern auch über­all in der Kom­mu­ni­ka­ti­on durch­zie­hen, also nicht nur auf der Web­site, son­dern auch im News­let­ter, im Ange­bot,…“

K.: „Ich hab mal gele­sen, dass die meis­ten Deut­schen das Gen­dern ableh­nen.“

L: „Ja, das stimmt, da gibt es aktu­el­le Stu­di­en zu. Ich ver­mu­te, da steckt eine Art Trotz hin­ter, nicht erzo­gen wer­den zu wol­len. Aber ich würde das wirk­lich immer von der Ziel­grup­pe abhän­gig machen. Gibt auch Berei­che, zum Bei­spiel Start-ups oder im Sozia­len, da ist Nicht-Gen­dern fast schon ein Aus­schluss­kri­te­ri­um. Aber wie­der­um Hand­wer­ker, Finan­zen oder der klas­si­sche Mit­tel­stand, da ist es nicht üblich.“

K.: „Wenn ich aber sagen würde, ich will jetzt in den Tex­ten für meine Kun­den gen­dern, dann wür­dest du das machen?“

L.: „Ja, du müss­test dann halt noch ent­schei­den, auf wel­che Art.“

K.: „Art?“

L.: „Also ob mit Stern­chen, Unter­strich, gro­ßem Binnen‑I, Dop­pel­punkt…“

K.: „Ah ja, stimmt. Ist das dann auf­wän­di­ger für dich zu tex­ten?“

L.: „Ja, ist es, aber da rich­te ich mich wirk­lich nach mei­nen Kun­den und nehme das dann in Kauf. Und tat­säch­lich unter­stützt mich da auch KI ganz gut. Also ich texte nicht mit KI, aber sie kann am Schluss gut kon­trol­lie­ren, ob ich irgend­wo noch ein Gen­der­stern­chen ver­ges­sen habe.“

K.: „Aber die Leser­lich­keit würde ja wahr­schein­lich schon etwas lei­den.“

L.: „Den Lese­fluss erleich­tert hat das Gen­dern noch nie. Aber man kann das schon so tex­ten, dass du vom Lesen kei­nen Kno­ten im Gehirn bekommst.“

K.: „Ah okay. Gut! Das war jetzt doch ziem­lich auf­schluss­reich.“

L.: „Letzt­lich ist Gen­dern keine Frage von rich­tig oder falsch, son­dern von was passt zu dir, und wel­che Kun­den willst du damit errei­chen. Wenn du das weißt, ist die Ent­schei­dung eigent­lich nicht so schwer.”

K.: „Ja, klingt sinn­voll. Ich glau­be, ich muss da noch­mal drü­ber schla­fen.”

L.: „Völ­lig okay. Wenn du dich ent­schie­den hast, sagst du mir ein­fach Bescheid, und ich fange dann mit dem Aus­tex­ten an.“

K.: „Super, danke. Das hat mir echt gehol­fen.”

 

 

 

 

 

 

 

 

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Kaltakquise im B2B kann tatsächlich funktionieren – mit diesen Tipps

Kaltakquise im B2B kann tatsächlich funktionieren – mit diesen Tipps

Als SEO-Tex­te­rin lasse ich mich eigent­lich online von Kun­den fin­den. Trotz­dem habe ich vor ein paar Mona­ten ein klei­nes B2B-Kalt­ak­qui­se-Pro­jekt aus­pro­biert. Wie es lief, wann Kalt­ak­qui­se lohnt und wor­auf du ach­ten musst, erzäh­le ich hier.

 

Was bedeutet Kaltakquise überhaupt?

Kalt­ak­qui­se ist die Kon­takt­auf­nah­me mit poten­zi­el­len Kun­den, die bis­her noch keine Geschäfts­be­zie­hung zu dir hat­ten und dich auch nicht darum gebe­ten haben. Du mel­dest dich also unauf­ge­for­dert – per Tele­fon, E‑Mail oder Brief – um dein Ange­bot vor­zu­stel­len. Der Begriff “kalt” beschreibt genau das: Dein Wunsch­kun­de kennt dich nicht, hat mög­li­cher­wei­se noch nie von dir gehört und wird von dir über­rascht.

Klingt unsym­pa­thisch, fin­dest du? Aller­dings. Viele füh­len sich mit Kalt­ak­qui­se nicht wohl oder machen erst gar keine, wenn sie ande­re Wege fin­den, Kun­den zu akqui­rie­ren.

Ist Kaltakquise nicht sogar verboten?

Nein, im B2B ist Kalt­ak­qui­se in Deutsch­land nicht grund­sätz­lich ver­bo­ten, im Gegen­satz zur Kon­takt­auf­nah­me mit Pri­vat­kun­den.

Kalt­ak­qui­se am Tele­fon ist zum Bei­spiel erlaubt, solan­ge ein „mut­maß­li­ches Inter­es­se“ des Ange­ru­fe­nen an dei­nem Ange­bot besteht. Trotz­dem finde ich diese Art zu wer­ben super unan­ge­nehm, für beide Sei­ten. Des­halb war das auch nicht mein Weg.

Bei der E‑Mail-Kalt­ak­qui­se wird‘s etwas kniff­li­ger, hier strei­ten sich die Juris­ten noch über die Details. Ich bin mit mei­ner Akti­on auf Num­mer sicher gegan­gen und habe pos­ta­lisch Brie­fe ver­schickt – ja wirk­lich, ganz old school, zum Anfas­sen und unglaub­lich off­line :-D.

B2B-Kaltakquise in Agenturen: meine Texter-Vergangenheit

Bevor ich mich als Tex­te­rin selbst­stän­dig gemacht habe, war ich ange­stellt in Wer­be­agen­tu­ren. Und dort hatte ich jeden Tag mit Kalt­ak­qui­se zu tun: auf­wän­di­ge, teure Kalt­ak­qui­se-Aktio­nen für bestimm­te B2B-Ent­schei­der; Mas­sen-Kalt­ak­qui­se für B2C-Kun­den mit hohen Streu­ver­lus­ten. Und dazu immer die pas­sen­den Texte, Direct-Mai­lings rauf und run­ter. Sogar krea­tiv wer­den konn­te man dabei. Ein­mal haben wir zum Bei­spiel klei­ne Zen-Gär­ten mit Sand und Harke an weni­ge aus­ge­wähl­te CEO’s ver­schickt. Auf­hän­ger: Sie wol­len sich in Ruhe auf Ihr Tages­ge­schäft kon­zen­trie­ren, dann sourcen Sie doch [läs­ti­ge Dienst­leis­tung] an uns aus.

Als Tex­te­rin fand ich das span­nend, und ich habe eine Menge dabei gelernt. Trotz­dem war für mich klar, dass damit Schluss sein würde, als ich dann den Schwer­punkt auf Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung gelegt habe.

SEO versus Kaltakquise

Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung ist im Grun­de die ange­nehms­te und nach­hal­tigs­te Art, Kun­den zu gewin­nen: Du opti­mierst deine Web­site so für Goog­le, dass du dort für Inter­es­sen­ten sicht­bar bist und sie von ganz allein auf dich zukom­men, weil sie deine Web­site ent­deckt haben und diese über­zeu­gend fin­den.

Wenn sie dich dann kon­tak­tie­ren, kannst du sicher sein, dass sie sich schon über dich infor­miert haben, dass sie dein Ange­bot ken­nen und rela­tiv sicher sind, dass du die Rich­ti­ge für sie bist. Du musst wei­ter gar nichts machen, außer regel­mä­ßig deine Web­site pfle­gen und schau­en, dass du wei­ter­hin gut rankst. Einen mei­ner Blog­bei­trä­ge habe ich 2021 geschrie­ben. Er rankt immer noch auf Seite 1 und spült mir regel­mä­ßig Anfra­gen rein.

Du siehst:

SEO ist so ziem­lich das Gegen­teil von Kalt­ak­qui­se. Warum habe ich das dann gemacht?

Letz­tes Jahr, also 2025, war für die Tex­terbran­che ein Jahr des abso­lu­ten Umbruchs: KI war nun end­gül­tig im Busi­ness­all­tag poten­ti­el­ler Kun­den ange­kom­men, und das haben alle gespürt. Ich habe zwar wei­ter­hin Anfra­gen bekom­men, aber wie das pas­sier­te, war unschön: Kun­den schick­ten ChatGPT-Texte und schrie­ben dazu „Mach da mal SEO rein“. Oder sie lie­fer­ten die Kor­rek­tur­schlei­fen mit KI, sag­ten „Gemi­ni schreibt das aber so und so“ oder ghos­te­ten schlicht­weg, was das Zeug hielt. Ohne ins Detail zu gehen, kann ich sagen: So ein Jahr wie das letz­te habe ich noch nicht erlebt.

Als dann auch noch meine Lieb­lings-Tex­ter-Kol­le­gin ihren Laden dicht­mach­te, weil sie keine Anfra­gen mehr bekam, fing ich an zu über­le­gen:

Was, wenn SEO einfach nicht alles abdecken kann?

Was, wenn ich doch mal wie­der auf ande­ren Wegen auf Wunsch­kun­den zuge­he?

Wie kann ich mich brei­ter auf­stel­len?

Ich sehe online immer noch so viele schlech­te Web­sites, die viel mehr Umsatz rein­spü­len wür­den, wenn man sie ein biss­chen lie­be­vol­ler behan­deln würde. Aber immer noch unter­schät­zen wahn­sin­nig viele Unter­neh­mer, was die Online­prä­senz eigent­lich für sie tun könn­te. Allen voran eine spe­zi­el­le Bran­che: die Immo­bi­li­en­mak­ler.

Ich habe dar­über hier schon mal was geschrie­ben:

Immobilienmakler machen so einen tollen Job (weiß ich aus eigener Erfahrung), kümmern sich aber null um empathische, reichweitenstarke Websites.

Der Part­ner an Ihrer Seite. Seit 20 Jah­ren in Mus­ter­stadt. Ist es unser obers­tes Ziel, mit Kom­pe­tenz und Verlässlichkeit…blablabla.

Und damit stand meine Idee: Ich würde eine pos­ta­li­sche Kalt­ak­qui­se-Akti­on für Immo­bi­li­en­mak­ler tes­ten, in der Hoff­nung, Auf­trä­ge zu erhal­ten.

Ich fing damit an, dass ich Mak­ler-Web­sites recher­chier­te. Und zwar von Mak­lern, die nicht zu weit von mei­ner Hei­mat­stadt leben. Ich hatte nicht vor, mich per­sön­lich mit irgend­wem zu tref­fen, aber das ist ein psy­cho­lo­gi­scher Effekt: Kun­den suchen gern Dienst­leis­ter aus der Nähe, auch wenn man sich dann nur am Bild­schirm sieht.

Das zwei­te Kri­te­ri­um war ein offen­sicht­li­ches:

Ich such­te nach Web­sites, die ver­nach­läs­sigt wur­den.

Die auf Seite 2 oder 3 bei Goog­le ver­sau­er­ten, vor Flos­keln strotz­ten und merk­lich seit Jah­ren nicht mehr ange­fasst wor­den waren. Also Web­sites, bei denen ich würde hel­fen kön­nen.

Dann such­te ich im Impres­sum oder auf der Team-Seite die Geschäfts­in­ha­ber raus und notier­te die Namen. So kamen ins­ge­samt 40 Wunsch­kun­den zusam­men.

Das Anschreiben für die Kaltakquise

Das ist natür­lich das wich­tigs­te an der B2B-Kalt­ak­qui­se: ein Anschrei­ben zu for­mu­lie­ren, das deine Wunsch­kun­den über­zeugt. Du hast auf einer DIN A 4‑Seite Platz zu sagen, wer du bist, was du kannst und warum du gold­rich­tig bist, um bei Her­aus­for­de­rung sound­so zu unter­stüt­zen.

Das Ganze mit per­sön­li­cher Anspra­che, gut struk­tu­riert und mit Lese-Hel­fer­chen wie Bul­lets, Fet­tun­gen, Hand­lungs­auf­for­de­run­gen und vie­len luf­ti­gen Absät­zen. Frü­her habe ich diese Anschrei­ben immer für die Kalt­ak­qui­se ande­rer Unter­neh­men getex­tet; jetzt konn­te ich mein Wis­sen auch mal auf mich selbst anwen­den.

Ganz wich­tig: Ich habe natür­lich nicht geschrie­ben „Hier, ne, deine Web­site taugt nichts“. Son­dern ich bin im Ton wert­schät­zend geblie­ben und habe den Fokus auf das gelegt, was noch opti­miert wer­den kann.

Zum Schluss habe ich den Text noch bei ChatGPT, Clau­de, Gemi­ni und Per­ple­xi­ty durch­lau­fen las­sen, um zu schau­en, ob KI noch was Schlau­es dazu bei­zu­steu­ern hat. Tat­säch­lich kam da auch der ein oder ande­re gute Tipp bei rum. Zu 95% blieb der Inhalt aber mei­ner.

Aufwand, Equipment und Kosten

Als nächs­tes kauf­te ich bei Ama­zon einen Packen Brief­um­schlä­ge in einer mei­ner Bran­ding­far­ben, oran­ge. Wenn du in dei­nen Brief­kas­ten guckst, mit dei­nen Gedan­ken eigent­lich woan­ders bist, du 5 Umschlä­ge raus­fischt und 4 sind weiß und einer knallt in oran­ge – wel­cher zieht die Auf­merk­sam­keit auf sich? Genau.

Ein Stan­dard­brief kos­tet 0,95 € Porto pro Stück. Bei 40 Brie­fen macht das 38 €.

Die Umschlä­ge kos­te­ten mich 22 €.

Hinzu kommt, dass ich alle Anschrei­ben im Copy­shop habe aus­dru­cken las­sen.

In Summe habe ich also für die ganze Akti­on ca. 100 EUR aus­ge­ge­ben.

Alle 40 Umschlä­ge habe ich direkt bei der Post­fi­lia­le auf­ge­ge­ben.

Und dann hieß es: war­ten.

Ein Umschlag kam zu mir zurück, weil „Emp­fän­ger ver­zo­gen“. Da hatte jemand also sein Impres­sum nicht aktu­ell gehal­ten. Aber so etwas gehört sta­tis­tisch gese­hen dazu.

Die ers­ten zwei Wochen nach dem Ver­sand pas­sier­te nichts.

Zu diesem Zeitpunkt hätte ich jetzt etwas im Marketing Übliches machen müssen: Nachfassen.

Nach­fas­sen ist einer der soge­nann­ten Touch Points, also Berüh­rungs­punk­te mit poten­zi­el­len Kun­den. Die Sta­tis­tik zeigt: Die meis­ten Men­schen reagie­ren nicht beim ers­ten Kon­takt. Oft braucht es fünf bis sie­ben Touch Points, bis jemand über­haupt auf ein Ange­bot reagiert. Das erste Mai­ling lan­det im Sta­pel, wird zur Seite gelegt und ver­ges­sen. Beim zwei­ten oder drit­ten Kon­takt erin­nert man sich viel­leicht dun­kel.

Erst beim vier­ten Mal denkt der Emp­fän­ger: “Ach ja, die Tex­te­rin, die hatte da was geschrie­ben.” Die Wahr­schein­lich­keit einer posi­ti­ven Reak­ti­on steigt mit jedem stra­te­gi­schen Nach­fas­sen deut­lich an, vor­aus­ge­setzt, man nervt nicht, son­dern bringt jedes Mal einen neuen Auf­hän­ger oder Mehr­wert.

Ich muss aber ehr­lich sagen, dass ich das ein­fach nicht woll­te. Die Brie­fe zu ver­sen­den hat mich schon etwas Über­win­dung gekos­tet. Es hat ja durch­aus etwas Ner­vi­ges, Unter­wür­fi­ges, wenn man kalt akqui­riert: das Macht­ver­hält­nis, das dadurch ent­steht, ist keine gute Aus­gangs­la­ge. Ich signa­li­sie­re ja mit mei­ner Wer­bung: „Ja, ich kon­tak­tie­re dich gera­de, obwohl dich das viel­leicht stört, und bitte enga­gie­re mich.“ Man bet­telt quasi. Das ist nicht jeder­manns Sache.

Ich kann das ja selbst auch nicht ab, wenn ich mit unter­drück­ter Num­mer ange­ru­fen und dann zuge­la­bert werde oder wenn mir einer unge­fragt auf Lin­ke­dIn schreibt.

Für mein Bauch­ge­fühl ging meine Akti­on gera­de noch durch, aber tele­fo­nisch nach­fas­sen und sagen, ich hab dir vor zwei Wochen geschrie­ben, und jetzt ter­ro­ri­sie­re ich dich schon wie­der, das muss­te wirk­lich nicht sein. Auch wenn ich mir dadurch viel­leicht eine Chan­ce ver­baut habe.

Aber um mal auf den Punkt zu kom­men: Seit ich vor 4 Mona­ten die Brie­fe ver­sen­det habe, kamen ins­ge­samt zwei Rück­mel­dun­gen.

Was für eine Enttäuschung, findest du? Ganz und gar nicht.

Im Direct Mar­ke­ting gilt eine Respon­se-Rate von 1 bis 3 Pro­zent als völ­lig nor­mal und durch­aus erfolg­reich. Das bedeu­tet: Wenn du 100 Brie­fe ver­schickst und zwei bis drei Leute ant­wor­ten, läuft es gut. Bei mei­nen 40 Brie­fen ent­spre­chen zwei Rück­mel­dun­gen also einer Erfolgs­quo­te von 5 Pro­zent – das ist für Kalt­ak­qui­se super.

Ent­schei­dend ist nicht die Anzahl der Rück­mel­dun­gen, son­dern der Umsatz, der dabei her­aus­kommt. Für den einen Kun­den durf­te ich die Web­site über­ar­bei­ten und habe mit SEO, Bera­tung und meh­re­ren neuen Sei­ten­tex­ten den Invest im Hand­um­dre­hen um ein Viel­fa­ches wie­der rein­ge­holt.

Der ande­re Wunsch­kun­de kam erst vor ein paar Tagen auf mich zu und wir haben einen Ken­nen­lern­call aus­ge­macht. Mal schau­en, was dar­aus wird.

Hier also nochmal die wichtigsten Tipps für Kaltakquise-Aktionen:

  • Ziel­grup­pe ken­nen und ein­gren­zen: Ver­schwen­de keine Ener­gie auf Streu­ver­lus­te. Recher­chie­re gezielt Unter­neh­men, denen du wirk­lich hel­fen kannst.
  • Per­sön­lich wer­den: Sprich die rich­ti­gen Ansprech­part­ner mit Namen an und zeige, dass du dich mit ihrem Busi­ness beschäf­tigt hast.
  • Auf­fal­len, aber seri­ös blei­ben: Ein bun­ter Umschlag oder ein ori­gi­nel­ler Auf­hän­ger kann hel­fen, solan­ge es nicht ins Bil­li­ge abdrif­tet.
  • Rech­ne rea­lis­tisch: 1–3% Respon­se-Rate sind nor­mal. Es geht nicht um Masse, son­dern um den Umsatz, der hin­ten raus­fällt.
  • Nach­fas­sen lohnt sich. Theo­re­tisch. Meh­re­re Touch­points erhö­hen die Erfolgs­chan­cen mas­siv. Aber nur, wenn du dich damit wohl­fühlst.
  • Invest­ment klein hal­ten: Teste erst mal mit einer über­schau­ba­ren Anzahl, bevor du in die Vol­len gehst.

Mein Fazit: B2B-Kaltakquise ist nicht tot, sondern funktioniert

Was soll ich sagen: Ich woll­te es ein­fach mal aus­pro­bie­ren, und es hat wun­der­bar funk­tio­niert. So gut, dass ich über­le­ge, das Ganze noch­mal für eine ande­re Ziel­grup­pe zu wie­der­ho­len. Klar bleibt SEO für mich der ange­neh­me­re Weg, weil Kun­den von selbst kom­men und ich nicht das Gefühl habe, jeman­dem auf die Ner­ven zu gehen.

Aber: Wenn du eine klare Ziel­grup­pe hast, ein gutes Ange­bot und keine Scheu vor dem ers­ten Schritt, probier’s aus. Mit dem rich­ti­gen Leit­fa­den kann Kalt­ak­qui­se im B2B tat­säch­lich funk­tio­nie­ren.

Für wen lohnt sich Kaltakquise?

B2B-Kalt­ak­qui­se ist nicht für jeden und nicht für jedes Geschäfts­mo­dell sinn­voll. Am bes­ten funk­tio­niert sie für Selbst­stän­di­ge und Unter­neh­men, die eine klar defi­nier­te Ziel­grup­pe haben, wie in mei­nem Fall Immo­bi­li­en­mak­ler in einer bestimm­ten Regi­on. Auch für alle, die höher­prei­si­ge Dienst­leis­tun­gen oder Pro­duk­te anbie­ten, rech­net sich der Auf­wand eher: Wenn ein ein­zi­ger Auf­trag vier- oder fünf­stel­lig ist, loh­nen sich auch 100 Euro Inves­ti­ti­on für 40 Brie­fe.

Kalt­ak­qui­se macht außer­dem Sinn, wenn deine Ziel­grup­pe nicht aktiv nach Lösun­gen sucht oder gar nicht weiß, dass es dein Ange­bot über­haupt gibt. Dann kann pro­ak­ti­ves Zuge­hen der ein­zi­ge Weg sein, auf den Radar zu kom­men.

Brauchst du Unter­stüt­zung bei dei­ner Kalt­ak­qui­se? Ich bin gern für dich da.

 

 

 

 

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Kaltakquise im B2B kann tatsächlich funktionieren – mit diesen Tipps

Die Startseite deiner Website aufbauen: Häppchen, Baby!

Die Start­sei­te ist oft die erste Seite dei­ner Web­site, auf der deine Ziel­grup­pe lan­det. Des­halb ist es so wich­tig, sie stra­te­gisch auf­zu­bau­en – näm­lich mit inhalt­li­chen Häpp­chen. Ich bin Web-Tex­te­rin und erklä­re dir hier, wor­auf du ach­ten musst.

Zwei Hin­wei­se vor­weg:

Ich werde ab und zu den Begriff Home­page ver­wen­den. Als Syn­onym für Start­sei­te. Home­page wird oft mit der gan­zen Website/Internetseite ver­wech­selt, ist aber nichts ande­res als „nur“ deine Start­sei­te, und um deren Auf­bau soll’s hier ja gehen.

Und SEO?

Ja, eine Start­sei­te gehört such­ma­schi­nen­op­ti­miert. Aber in die­sem Bei­trag kon­zen­trie­re ich mich nur auf den inhalt­li­chen Auf­bau.

 Mehr Infos zu SEO fin­dest du hier und hier.

Am Anfang war die Startseite.

Du bist solo-selbst­stän­dig bzw. Unter­neh­mer und willst (musst?) gera­de die Start­sei­te dei­ner Web­site auf­bau­en. Mit Text und Sinn, mög­lichst.

Bitte schrei­be jetzt nicht „Will­kom­men auf unse­rer Web­site“ oder sowas wie „Seit 2003 sind wir Ihr ver­läss­li­cher Part­ner“. Das machen zwar viele, was aber nicht heißt, dass es auch eine gute Idee ist.

Ein weit ver­brei­te­ter Feh­ler ist außer­dem, die Start­sei­te mit zu viel Text und zu vie­len Ele­men­ten zu über­la­den. Tat­säch­lich ist weni­ger Inhalt bes­ser für die Start­sei­te (in die Länge gehen kannst du auf den ande­ren Sei­ten).

Die Start­sei­te hat eine bestimm­te Funk­ti­on inner­halb der Web­site.

Und zwar ist sie sowas wie das Schau­fens­ter zu dei­nem „Laden“, also zu dei­nem Busi­ness. Sie gibt dei­ner Ziel­grup­pe einen schnel­len Ein­druck davon, was du machst, was sie bei dir bekommt und wel­che Inhal­te sie sonst noch auf dei­ner Web­site fin­den kann.

Die Home­page besteht also aus meh­re­ren the­ma­ti­schen Blö­cken, die auf­ein­an­der­fol­gen. Von der Start­sei­te aus lei­test du Inter­es­sen­ten durch diese Text-Häpp­chen zu den wei­te­ren Web­site-Inhal­ten und baust gleich­zei­tig durch bestimm­te Ele­men­te Ver­trau­en auf.

Des­halb liste ich im Fol­gen­den Schritt für Schritt alle wich­ti­gen Bestand­tei­le der Home­page auf und was du beim Tex­ten beach­ten musst.

 

Abschnitt 1: die Headline

Wenn deine Start­sei­te die erste Seite ist, die deine Leser von der gan­zen Web­site sehen, ist die h1-Head­line wie­der­um der aller­ers­te Satz, der von der Start­sei­te gele­sen wird. Uff! Druck? Ja. Muss sie doch sofort ver­mit­teln, was dein Unter­neh­men oder deine Marke aus­macht. Kein Will­kom­mens-Bla­Bla, son­dern eine klare Bot­schaft.

Kon­zen­trie­re dich dabei auf das, was du anbie­test, für wen und wer was davon hat.

Ein paar Bei­spie­le:

“Pro­fes­sio­nel­le IT-Lösun­gen für KMU: sicher, effi­zi­ent, zukunfts­si­cher.”

“Unter­neh­mens­na­me — wir machen Online-Mar­ke­ting kin­der­leicht!“

“Nach­hal­ti­ge Bau­pro­jek­te für Mus­ter­stadt & die Regi­on“

Abschnitt 2: Einleitung

Direkt unter der Head­line folgt eine kurze Ein­lei­tung, in der du in ein paar Sät­zen auf das ein­gehst, was du in der Über­schrift schon ange­ris­sen hast. Sie gibt den Besu­chern Ori­en­tie­rung und soll Lust machen, wei­ter­zu­le­sen. Bring dabei die wich­tigs­ten Para­me­ter auf den Punkt.

Zum Bei­spiel:

“Sind Sie auch genervt vom stän­di­gen WLAN-Aus­fall und stot­tern­der IT? Wir sind sound­so und haben die Lösung: In der Regi­on xy hel­fen wir klei­nen und mitt­le­ren Unter­neh­men dabei, ihre IT-Infra­struk­tur effi­zi­ent und sicher zu gestal­ten. Und zwar auf Dauer.“

Abschnitt 3: Leistungsübersicht

Jetzt geht es darum, deine Kern­leis­tun­gen in einer über­sicht­li­chen und leicht ver­ständ­li­chen Weise dar­zu­stel­len, sodass Inter­es­sen­ten direkt dar­auf kli­cken und zur Leis­tungs­sei­te kom­men. Dafür eig­nen sich Zwi­schen-Über­schrif­ten mit kur­zen Absät­zen, um die Vor­tei­le dei­ner Dienst­leis­tun­gen her­vor­zu­he­ben. So ver­mei­dest du ermü­den­de Text­wüs­ten und ermög­lichst einen schnel­len Über­blick.

Bei mei­ner eige­nen Start­sei­te sind das z. B. die 3 Ange­bo­te Web­site-Texte, Web­site-Check und Print bis Post.

Für Pro­duk­te gilt übri­gens das Glei­che wie für Dienst­leis­tun­gen: Wenn du einen Web­shop hast, ist hier der Platz, um deine bes­ten Ange­bo­te anzu­prei­sen.

Abschnitt 4: Teaser zur About-Seite

Auf den meis­ten Web­sites ist die Seite namens Über mich, Über uns, About oder Por­trät Stan­dard, und das ist auch gut so. Schließ­lich sind wir von Natur aus neu­gie­rig und wol­len was erfah­ren über die Leute hin­ter den Pro­duk­ten oder den Dienst­leis­tern, mit denen wir viel­leicht 1:1 zusam­men­ar­bei­ten wer­den. Feh­len darf diese Seite also auf kei­nen Fall.

Und mehr noch, die Start­sei­te muss die About-Seite im Auf­bau berück­sich­ti­gen und zu ihr hin­lei­ten. Und zwar mit einem Foto plus Teaser, der anreißt, was auf der About-Seite dann aus­führ­lich dar­ge­stellt wird.

Das dient dem Ver­trau­ens­auf­bau. Stel­le dich (und dein Team) in weni­gen Sät­zen vor und erklär kurz, was dich oder euch aus­macht. Wie gesagt: Men­schen kau­fen von Men­schen, also gib ihnen einen klei­nen Vor­ge­schmack in deine Story.

Abschnitt 5: Social Proof

Poten­ti­el­le Kun­den wol­len mög­lichst gleich ein­schät­zen kön­nen, ob ihr digi­ta­les Gegen­über etwas taugt. Des­halb sind soge­nann­te Social Pro­ofs ein unver­zicht­ba­rer Bau­stein auf der Start­sei­te. Diese „sozia­len Bewei­se“ kön­nen ande­re Unter­neh­men sein, für die du erfolg­reich arbei­test, oder bekann­te Medi­en, in denen du vor­ge­stellt wurde(st).

Dazu plat­zierst du deren Logos in einer über­sicht­li­chen Leis­te oder einem gut sicht­ba­ren Bereich. Das schafft Ver­trau­en und signa­li­siert Pro­fes­sio­na­li­tät. Die Logos kannst du auch ver­lin­ken, falls sich Leser für deren Back­round inter­es­sie­ren.

Vor­aus­ge­gan­gen ist hier natür­lich, dass du die Unter­neh­men um die Logos gebe­ten hast mit dem Hin­weis, sie in die Start­sei­te dei­ner Web­site ein­zu­bau­en. Für diese Unter­neh­men bedeu­tet das übri­gens einen Back­link mehr – somit pro­fi­tie­ren sie auch davon (als Argu­men­ta­ti­ons­un­ter­stüt­zung).

Abschnitt 6: Kundenstimmen

Auch eine Art Social Proof: Baue auf der Start­sei­te dei­ner Web­site unbe­dingt auf authen­ti­sche Bewer­tun­gen von zufrie­de­nen Kun­den. Wähle dafür min­des­tens 3 oder mehr aus­sa­ge­kräf­ti­ge Tes­ti­mo­ni­als aus, die die Stär­ken dei­ner Dienst­leis­tun­gen her­vor­he­ben. Je per­sön­li­cher, desto bes­ser. Frag auch gern nach Fotos der Per­so­nen und ver­lin­ke sie, falls sie eine eige­ne Web­site haben (funk­tio­niert natür­lich nur im B2B).

Abschnitt 7: Blog- oder Podcast-Teaser

Hast du einen Blog auf dei­ner Web­site inte­griert oder willst auf dei­nen Pod­cast hin­wei­sen? Wenn ja, tease das auf dei­ner Start­sei­te an. Die Head­lines der ein­zel­nen Blogs soll­ten Lesern direkt ins Auge fal­len und zum Drauf­kli­cken ver­lei­ten.

Abschnitt 8: der Footer

Fast geschafft! Nun sind wir ganz unten auf der Start­sei­te ange­kom­men, und zwar beim Foo­ter. Der Foo­ter ist der Abschluss dei­ner Start­sei­te – und oft ein unter­schätz­ter Bereich. Hier soll­ten sich alle wich­ti­gen Infor­ma­tio­nen befin­den, die Nut­zer benö­ti­gen, ohne lange suchen zu müs­sen.

Was soll­te in den Foo­ter?

  • Kon­takt­in­for­ma­tio­nen: Tele­fon­num­mer, E‑Mail-Adres­se, phy­si­sche Adres­se (falls rele­vant)
  • Wich­ti­ge Links: Impres­sum, Daten­schutz, AGB
  • Navi­ga­ti­on: Schnell­zu­griff auf Haupt­sei­ten wie Leis­tun­gen, Über uns, Blog
  • Social Media Icons: Ver­lin­kun­gen zu dei­nen Social-Media-Pro­fi­len
  • News­let­ter-Anmel­dung: Falls du einen News­let­ter anbie­test, ist hier ein guter Platz für eine Anmel­dung.

Auf diese Weise sorgst du für Ori­en­tie­rung und unter­stützt die Nut­zer­freund­lich­keit dei­ner Web­site. Außer­dem ver­bes­sert er die Auf­find­bar­keit wich­ti­ger Infos und hält die Seite struk­tu­riert.

Zum Schluss möchte ich alles wieder relativieren

Die­ser Auf­bau dei­ner Web­site-Start­sei­te, wie ich ihn beschrie­ben habe, ist eine Emp­feh­lung und nur exem­pla­risch. Du musst dich nicht skla­visch daran hal­ten.

Es macht nichts, wenn du keine Logo-Leis­te hast. Es macht auch nichts, wenn du auf den About-Teaser ver­zich­ten oder die Rei­hen­fol­ge von Kun­den­stim­men und Social Proof aus­tau­schen möch­test. Oder wenn du oben noch dein Free­bie ein­bau­en möch­test oder eine Port­fo­lio-Seite hast und zusätz­lich die Vor­her-nach­her-Bil­der anteasern möch­test.

Passe die Struk­tur fle­xi­bel an deine Bedürf­nis­se an – das Wich­tigs­te ist ein kla­rer roter Faden.

Die Haupt­sa­che ist, dass der erste Ein­druck stimmt, Navi­ga­ti­on und Ori­en­tie­rung klar sind, du deine Kern­bot­schaf­ten kom­mu­ni­zierst und die Nut­zer gezielt zu Hand­lun­gen moti­vie­ren wer­den. Denn dafür ist die Start­sei­te da.

 

 

 

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Website-Überschriften — 65 Ideen & Vorlagen

Website-Überschriften — 65 Ideen & Vorlagen

Du bist Dienst­leis­ter und erstellst gera­de deine Web­site, hast aber keine Ideen für gute Über­schrif­ten? Macht nix. Hier kom­men 65 Über­schrif­ten-Vor­la­gen für die 4 Stan­dard-Sei­ten Start, Leis­tung, Über und Kon­takt.

Sie hel­fen dir, anfäng­li­che Schreib­blo­cka­den zu über­win­den und in den Text-Flow zu kom­men. Denn wenn du erst­mal erfolg­reich über die Hürde Head­line gesprun­gen bist, schreibt sich der Rest viel leich­ter.

Das Schö­ne an sol­chen Über­schrif­ten-Vor­la­gen ist, dass du sie als Scha­blo­ne ver­wen­den und auf dich und deine Exper­ti­se anpas­sen kannst. Die Sprech­per­spek­ti­ve („Wir“, „Ich“) und die Anspra­che („Sie, „Du“) sind dabei natür­lich aus­tausch­bar.

Noch ein wich­ti­ger Hin­weis zu SEO:

Die Start- und Leis­tungs­sei­te sind eigent­lich Sei­ten, die du für Goog­le opti­mie­ren musst, damit deine Web­site gefun­den wird. Das heißt, in den Head­lines soll­ten sorg­sam recher­chier­te Key­words vor­kom­men.

Dafür sind die Über­schrif­ten-Ideen hier natür­lich zu unspe­zi­fisch. Aber sie kön­nen dich inspi­rie­ren und hel­fen, über­haupt erst­mal mit dei­ner Web­site in die Gänge zu kom­men, bevor du gar nicht online gehst.

Viel Erfolg!

 

Überschriften-Ideen für Startseiten

  1. Lösun­gen für [Haupt­pro­blem der Ziel­grup­pe]
  2. [Unter­neh­mens­na­me] – Ihr Part­ner für [Branche/Dienstleistung]
  3. Wir brin­gen [Wunsch­ziel] auf den Weg
  4. [Ziel/Keyword] leicht gemacht
  5. Alles, was Sie für [Ziel] brau­chen
  6. Dein [Thema/Produkt/Dienstleistung], neu gedacht
  7. [Dienst­leis­tung] ein­fach mal bes­ser.
  8. Von [Problem/Herausforderung] zu [Erfolg] – mit uns
  9. Gut, bes­ser, [Unter­neh­mens­na­me]
  10. Ihr [Bran­chen­ex­per­te] in [Regi­on]
  11. Wenn [Ziel, Exper­ti­se], dann mit [Unter­neh­mens­na­me]!
  12. Wir machen [Komplexität/Herausforderung] ein­fach
  13. Schluss mit [Pro­blem]!
  14. [Ziel oder Ergeb­nis] – gemein­sam mit [Unter­neh­mens­na­me]
  15. Ihr Exper­te für [Dienst­leis­tung]
  16. End­lich [Ergebnis/Wunschziel]

 

Überschriften-Ideen für Leistungsseiten

  1. Von [Leis­tung 1] bis [Leis­tung 2]: alles aus einer Hand
  2. So unter­stüt­zen wir Sie bei [Thema oder Ziel]
  3. Ihre Vor­tei­le mit [Unter­neh­mens­na­me]: [Leis­tungs­ver­spre­chen]
  4. [Anzahl] Wege, wie wir [Pro­blem] lösen
  5. Unse­re Exper­ti­se für [Ziel­grup­pe oder Thema]
  6. Was wir für Sie tun
  7. Ihr Pro­jekt, unse­re Lösun­gen: [Dienst­leis­tung]
  8. [Leis­tungs­be­reich]: Ein­fach, effi­zi­ent, erfolg­reich
  9. So brin­gen wir dich von [Pro­blem] zu [Ergeb­nis].
  10. Ent­de­cken Sie unser Ange­bot für [Ziel­grup­pe]
  11. [Leis­tung 1], [Leis­tung 2] und [Leis­tung 3] – unser Ange­bot
  12. Unse­re Lösun­gen für [Pro­blem oder Ziel­grup­pe]
  13. Wir machen [Thema] ein­fach für Sie
  14. Ihr Exper­te für [Thema oder Bran­che]
  15. [Pro­blem]? Das lösen wir.
  16. Wir über­neh­men, damit Sie sich auf [Ihr Kern­ge­schäft] kon­zen­trie­ren kön­nen.
  17. Von der Idee bis zur Umset­zung: Ihr Part­ner für [Thema]
  18. [Zielgruppe]-Probleme? Wir haben die Lösun­gen.
  19. [Ergeb­nis], das bleibt: Unse­re Leis­tun­gen

 

Überschriften für Über-mich- / Über-uns-Seiten

  1. Das sind wir: [Unter­neh­mens­na­me]
  2. Ler­nen Sie [Unter­neh­mens­na­me] ken­nen
  3. Was uns aus­macht: [USP oder Werte]
  4. [Name] – Ihre Ansprech­part­ne­rin für [Leis­tung]
  5. Warum wir tun, was wir tun
  6. Unser Weg: Von [Anfang] bis heute
  7. Die Men­schen hin­ter [Unter­neh­mens­na­me]  / Das Gesicht hin­ter (…)
  8.  [Ziel oder Werte] – das treibt uns an
  9. [Unter­neh­mens­na­me]  — wir machen das für Sie.
  10. Wer wir sind und wofür wir ste­hen
  11. Ein Blick hin­ter die Kulis­sen von [Unter­neh­mens­na­me] 
  12. Warum ich [Dienst­leis­tung]? Weil ich selbst [Erfah­rung].
  13. Unse­re Geschich­te beginnt mit [Wert/Idee/Ereignis].
  14. Was mich antreibt: [kur­zer per­sön­li­cher Fakt]
  15. Von [Anfangs­ge­schich­te] zu [heu­ti­gem Sta­tus]

Überschriften-Ideen für Kontaktseiten

  1. Und wie kön­nen wir Ihnen hel­fen?
  2. Zeit für ein Gespräch, das dich wei­ter­bringt!
  3. Dein nächs­ter Schritt zu [Ergeb­nis] beginnt hier.
  4. Neh­men Sie Kon­takt auf, wir freu­en uns auf Sie!
  5. So kom­men wir zusam­men
  6. Sag Hallo – wir freu­en uns auf dich.
  7. Kon­tak­tie­ren Sie uns für [Leis­tung oder Ange­bot]
  8. Wir sind für Sie da – rufen Sie an oder schrei­ben Sie uns
  9. Haben Sie Fra­gen? Schrei­ben Sie uns!
  10. Direkt und unkom­pli­ziert: So errei­chen Sie uns
  11. Jetzt Kon­takt auf­neh­men: Wir bera­ten Sie gerne
  12. Fra­gen, Ideen oder Pro­jek­te? Sagen Sie‘s uns!
  13. Wir sind nur einen Anruf ent­fernt
  14. Sie möch­ten mehr erfah­ren? Kon­tak­tie­ren Sie uns!
  15. [Unter­neh­mens­na­me]: Ihr Draht zu uns

 

 

 

 

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