Die Über­schrift – oder Head­line,– ist mit das Schwie­rigs­te am Tex­ten. Denn beim Über­schrif­ten fin­den musst du so viele Dinge beach­ten: Sie soll nicht nur das Thema benen­nen, um das es geht. Sie muss auch noch

  • einen Nutzen/ Vor­teil auf­zei­gen,
  • such­ma­schi­nen­op­ti­miert sein,
  • die Ziel­grup­pe tref­fen,
  • neu­gie­rig machen
  • und am bes­ten noch guten Kaf­fee kochen.

Die Über­schrift ist das erste, was deine Leser sehen, und hält sie im Ide­al­fall bei dei­nem Text.

Wie sieht’s bei dir aus: Fal­len dir Über­schrif­ten leicht oder ver­zwei­felst du manch­mal am auf­plop­pen­den Cur­ser auf dem Word-Doku­ment?

Viele fan­gen erst­mal mit dem Fließ­text an und schrei­ben die Head­line zum Schluss. Geht natür­lich auch. Aber mir gelingt das nie – die Über­schrif­ten muss ich zuerst fin­den, da kann ich irgend­wie nicht von abwei­chen.

So schreibst du eine gute Überschrift — konkretes Beispiel:

Neh­men wir mal an, du besitzt ein Hotel in den Ber­gen, das du für Hoch­zeits­events bewer­ben möch­test.

Schau­en wir zuerst auf SEO. Denn Goog­le scannt beson­ders die Über­schrif­ten, um Key­words zu fin­den. Die H1, genau genom­men. Sie wird auf jeder Seite nur ein­mal ver­wen­det. Die soll­test du unbe­dingt auf Key­words opti­mie­ren.

Deine Key­word-Recher­che mit ver­schie­de­nen SEO-Tools wie zum Bei­spiel dem KWFin­der hat nun erge­ben, dass du auf das Long­tail-Key­word

Hoch­zeit in den Ber­gen

opti­mie­ren willst.

Ein Tipp:

Tren­ne Über­schrif­ten, in denen du viel unter­brin­gen willst, am bes­ten in zwei Teile, z. B. mit Dop­pel­punkt oder Gedan­ken­strich. So kannst du auch Key­words gut ein­set­zen, die ja meis­tens Infi­ni­ti­ve sind. Achte mal auf die­sen Satz­bau bei Sei­ten, die gut ran­ken. Dort wirst du sol­che Über­schrif­ten­auch zuhauf­fin­den.

Wir haben also Hoch­zeit in den Ber­gen. Jetzt weiß der Leser schon mal grob, was das Thema ist. Aller­dings fühlt er sich nicht direkt ange­spro­chen. Es könn­te ja jetzt auch ein Bericht von Stef­fi fol­gen, die von ihrer Hoch­zeit in den Ber­gen erzäh­len will.

Ver­su­chen wir’s mal so:

Hoch­zeit in den Ber­gen: unser Ange­bot

Jetzt ist klar, dass es da einen Ver­an­stal­ter gibt und dass man prima bei ihm hei­ra­ten kann. Aber es geht nur um den Spre­cher, nicht um den Leser. Und es schwingt auch keine beson­de­re Wärme mit.

Du könn­test also schrei­ben:

Ihre Hoch­zeit in den Ber­gen

Zack, ein ein­zel­nes Wort schafft schon den Unter­schied. Aber der Charme fehlt lei­der immer noch.

Am bes­ten hilft jetzt ein Brain­stor­ming: Ver­such dich in deine Ziel­grup­pe hin­ein­zu­ver­set­zen. Und notie­re alles, was dir zu den Begrif­fen Hei­ra­ten und Berge ein­fällt. Wirk­lich alles. Rede­wen­dun­gen, Asso­zia­tio­nen — spin­ne rum, setz dei­ner Phan­ta­sie keine Gren­zen.

Dann kommst du viel­leicht auf sowas:

 Der Berg ruft, ihr sagt „Ja“: Eure Hoch­zeit in den Ber­gen

Hoch­zeit in den Ber­gen – Ihr Tag auf Wolke sie­ben

Eure Liebe, eure Loca­ti­on: Fei­ert Hoch­zeit in den Ber­gen!

Du siehst: Das Wort Ange­bot brau­chen wir jetzt gar nicht mehr, da auch so klar wird, dass es sich um eines han­delt.

Noch ein Rat: Stress dich bitte nicht, wenn nicht alle Kri­te­ri­en erfüllt sind. Wenn du mal kein pas­sen­des Key­word fin­dest oder die direk­te Anspra­che nicht rein­kriegst, ist das nicht schlimm.

Gute Überschriften finden bedeutet auch etwas finden, mit dem du dich wohlfühlst.

Und das du gerne liest.

Ich wün­sche dir viel Spaß beim Tüf­teln!

PS: Jetzt hab ich in die­sem Bei­trag so oft „Hoch­zeit in den Ber­gen“ geschrie­ben – viel­leicht ranke ich ja dem­nächst mit die­sem Key­word und führe ein paar ver­lieb­te Pär­chen in die Irre ;-).