Deine Web­site ist schon lange online, aber du weißt gar nicht rich­tig, mit wel­chen Key­words sie bei Googe rankt (oder ob über­haupt)? Ich erklä­re, wie du‘s raus­fin­dest und räume mit ein paar Miss­ver­ständ­nis­sen auf.

 

Die nahe­lie­gends­te Frage zuerst:

Warum kann ich das nicht einfach selbst mit Google prüfen?

Klingt ja erst­mal logisch: Ich gebe ein Key­word ein und schaue dann, auf wel­cher Posi­ti­on ich selbst mit mei­ner Seite lande. Das funk­tio­niert aber nicht. Warum?

Weil Google seine Pappenheimer kennt und Suchergebnisse personalisiert.

Jeder sieht etwas ande­res, abhän­gig von Stand­ort, Such­ver­lauf, ver­wen­de­tem Gerät und wei­te­ren Fak­to­ren. Wenn du also deine eige­ne Web­site regel­mä­ßig besuchst, zeigt Goog­le sie dir wei­ter oben an, als sie tat­säch­lich rankt. Ande­re Nut­zer sehen sie mög­li­cher­wei­se gar nicht auf der ers­ten Seite. Biss­chen hin­ter­häl­tig, oder? Du siehst also ein ver­zerr­tes Bild.

Die manu­el­le Goog­le-Suche ist kein ver­läss­li­ches Mess­in­stru­ment. Was du brauchst, ist ein Tool, das objek­ti­ve Daten lie­fert.

Welche Tools zeigen mir mein Google-Ranking?

Um zu sehen, mit wel­chen Key­words deine Web­site wirk­lich rankt, kommst du um pro­fes­sio­nel­le SEO-Tools nicht herum. Und ja, die meis­ten kos­ten Geld. Dafür lie­fern sie dir Daten, die Gold wert sind.

Kos­ten­lo­se Optio­nen (mit Ein­schrän­kun­gen):

  • Goog­le Search Con­so­le: Zeigt dir, für wel­che Such­be­grif­fe deine Seite Impres­sio­nen und Klicks bekommt. Aller­dings siehst du nur Key­words, für die du bereits Sicht­bar­keit hast.
  • Bing Web­mas­ter Tools: Ähn­lich wie die Search Con­so­le, aber für Bing. Oft unter­schätzt, aber durch­aus nütz­lich.

Bezahl-Tools (die sich loh­nen):

  • Uber­sug­gest: Das SEO-Tool mei­ner Wahl. Ein­steig­er­freund­lich, erschwing­li­cher Preis, lie­fert soli­de Daten zu Ran­kings, Key­words und Kon­kur­renz. Die beste Lösung für nor­mal große Web­sites für Slo-Selbst­stän­di­ge mit Blog.
  • SEM­rush, KWFin­der, Ahrefs, Sis­trix: Die Profi-Liga für grö­ße­re Unter­neh­men. Umfang­rei­che Funk­tio­nen, aber auch deut­lich teu­rer.

Warum du dafür zah­len musst? Weil diese Tools dir zei­gen, für wel­che Key­words du wirk­lich rankst, nicht für wel­che du glaubst zu ran­ken. Und der Clou ist:

Deine Seite rankt wahrscheinlich für mehr Keywords, als du denkst.

Wie funk­tio­niert Uber­sug­gest für die Ran­king-Ana­ly­se?

Uber­sug­gest ist eines der zugäng­lichs­ten Tools für Ein­stei­ger und trotz­dem ziem­lich mäch­tig. Du gibst ein­fach deine Web­site-URL in die Such­leis­te ein und Uber­sug­gest crawlt dann deine gesam­te Seite und zeigt dir eine Über­sicht, die fast alle Key­words abdeckt, für die du rankst – von Platz 1 bis Platz 99. Und glau­be mir: Das zu sehen kann ziem­lich beein­dru­cken und über­ra­schen!

Wich­tig sind erst­mal nur die vor­de­ren Plät­ze; die hin­te­ren zei­gen dir, wo noch Poten­ti­al steckt.

Du bekommst also Infos zu

  • Posi­ti­on in den Such­ergeb­nis­sen
  • Such­vo­lu­men (wie oft wird das Key­word gesucht?)
  • Geschätz­ter Traf­fic
  • Schwie­rig­keit des Key­words (ist das KW schon von ande­ren Web­sites belegt oder nicht)

Wenn du magst, kannst du nach Posi­ti­on fil­tern (z. B. nur Key­words auf Platz 1–10), nach Such­vo­lu­men sor­tie­ren oder gezielt nach bestimm­ten Begrif­fen suchen; je nach dem, was dich inter­es­siert.

Und Uber­sug­gest zeigt dir auch, ob sich deine Ran­kings ver­bes­sert oder ver­schlech­tert haben. So siehst du, ob deine SEO-Maß­nah­men wir­ken.

Ranke ich für mehr Keywords, als ich denke?

Fast immer ja. Und das ist eine der span­nends­ten Erkennt­nis­se, wenn du zum ers­ten Mal ein Ran­king-Tool ver­wen­dest.

Du hast viel­leicht deine Seite auf “SEO-Bera­tung Ham­burg” opti­miert und denkst jetzt, das isses. Also du rankst viel­leicht mit genau die­sem Wort und sonst nichts. Dann checkst du mit Uber­sug­gest und stellst fest: Du rankst auch für “SEO Agen­tur Ham­burg”, “Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung Ham­burg Kos­ten”, “SEO-Exper­te Ham­burg” und zwan­zig wei­te­re Vari­an­ten, an die du nie gedacht hast.

Wie kommt das?

Das liegt daran, dass Goog­le Zusam­men­hän­ge ver­steht. Wenn du über SEO-Bera­tung schreibst, erkennt die Such­ma­schi­ne, dass dein Inhalt auch für ver­wand­te Begrif­fe rele­vant ist. “Web­sei­te”, “Web­site”, “Home­page” – Goog­le behan­delt das oft ähn­lich. Deine Ran­kings streu­en über ver­schie­de­ne Schreib­wei­sen.

Außer­dem ran­ken spe­zi­fi­sche, län­ge­re Such­an­fra­gen wie “wie finde ich einen guten SEO-Bera­ter in Ham­burg” oft, ohne dass du gezielt dar­auf opti­miert hast. Ein­fach weil dein Con­tent die Frage beant­wor­tet.

Das ist auch der Grund, warum guter Con­tent oft bes­ser per­formt als tech­nisch per­fekt opti­mier­te, aber inhalt­lich dünne Sei­ten. Biete ech­ten Mehr­wert mit per­sön­li­cher Exper­ti­se und eige­ner Mei­nung und Goog­le wird das mit Ran­kings beloh­nen, die du gar nicht auf dem Schirm hat­test.

Wie oft sollte ich meine Rankings überprüfen?

Nicht täg­lich, das macht dich nur kirre und in der Zeit tut sich auch nicht viel. Und:  Ran­kings schwan­ken. Goog­le tes­tet stän­dig, wel­che Sei­ten am bes­ten per­for­men. Mal rutschst du zwei Plät­ze run­ter, dann wie­der drei hoch. Das ist nor­mal und kein Grund zur Panik.

Meine Emp­feh­lung:

  • Ein­mal pro Woche für wich­ti­ge Key­words einen Blick ins Tool wer­fen
  • Ein­mal im Monat eine aus­führ­li­che­re Ana­ly­se machen
  • Bei grö­ße­ren Con­tent-Updates nach 2–4 Wochen che­cken, ob sich was tut

 

Wo ich jetzt meine Ranking-Daten habe: Was mach ich damit?

 

Stär­ken aus­bau­en

Rankst du schon für ein Key­word auf Posi­ti­on 8 oder 9? Sehr gut, dann ist das noch aus­bau­fä­hig.  Mit ein biss­chen Con­tent-Opti­mie­rung kommst du viel­leicht auf Seite 1. Gera­de diese “knapp daneben”-Keywords sind nied­rig hän­gen­de Früch­te.

Neue Chan­cen ent­de­cken

Siehst du Key­words, für die du rankst, aber die gar nicht zu dei­nem Haupt­the­ma pas­sen? Viel­leicht steckt da ein neuer Con­tent-Bereich, den du aus­bau­en kannst.

Kon­kur­renz ana­ly­sie­ren

Tools wie Uber­sug­gest zei­gen dir auch, für wel­che Key­words deine Wett­be­wer­ber ran­ken. Da fin­dest du oft Inspi­ra­ti­on für neuen Con­tent.

Rea­lis­ti­sche Erwar­tun­gen set­zen

Es bringt nichts, für 50 Key­words zu ran­ken, die kein Such­vo­lu­men haben. Denn auch das wird dir von den Tools ange­zeigt. Dann musst du anfan­gen, nach ech­ten Key­words zu suchen.

Muss ich wirklich ein kostenpflichtiges Tool nutzen?

Wenn du dar­auf ange­wie­sen bist, über deine Web­site Leads zu gene­rie­ren, dann ja. Wenn sie aber nur eins von vie­len Kanä­len ist, über die Kun­den zu dir fin­den, reicht wahr­schein­lich die Search Con­so­le. Sie ist kos­ten­los, direkt von Goog­le und zeigt dir die wich­tigs­ten Daten: Für wel­che Begrif­fe bekommst du Impres­sio­nen und Klicks? Wel­che Sei­ten per­for­men gut?

Wenn du aber ernst­haft SEO betrei­ben willst, kommst du um ein bezahl­tes Tool nicht herum. Du siehst nur einen klei­nen Aus­schnitt in der Search Con­so­le. Bezahl-Tools geben dir das kom­plet­te Bild: Kon­kur­renz­ana­ly­se, Key­word-Recher­che, Back­link-Über­wa­chung, Con­tent-Ideen.

Uber­sug­gest kos­tet etwa 30 Euro im Monat (ich selbst hab den Life­time-Deal, ich habe ein­mal einen Bat­zen bezahlt und seit­dem nie wie­der). Das ist über­schau­bar, und du gewinnst so viel Klar­heit über deine SEO-Per­for­mance, dass sich die Inves­ti­ti­on schnell amor­ti­siert.

 

Fazit: Deine Website kann mehr, als du denkst

Die Frage “Für wel­che Key­words rankt meine Seite?” lässt sich nicht mit einer schnel­len Goog­le-Suche beant­wor­ten. Du brauchst objek­ti­ve Daten, und die lie­fern dir SEO-Tools wie Uber­sug­gest, die Search Con­so­le oder pro­fes­sio­nel­le Platt­for­men.

Was du dabei fast immer ent­deckst: Du rankst für deut­lich mehr Key­words, als du ver­mu­test. Viele davon sind Long­tail-Vari­an­ten oder seman­tisch ver­wand­te Begrif­fe, die du nie gezielt opti­miert hast. Das ist gut so und zeigt, dass dein Con­tent funk­tio­niert.

Mein Rat:

Inves­tie­re ein biss­chen Zeit (und viel­leicht ein paar Euro) in ein ver­nünf­ti­ges Tool. Check deine Ran­kings regel­mä­ßig, aber nicht zwang­haft. Und dann opti­mie­re gezielt dort, wo du mit wenig Auf­wand große Sprün­ge machen kannst.

Deine Web­site hat mehr Poten­zi­al, als du denkst. Du musst nur wis­sen, wo du gucken musst.

Und was ist mit KI?

Viel­leicht über­legst du, ob ChatGPT oder Clau­de dir nicht ein­fach sagen kön­nen, für wel­che Key­words du rankst.

Nee.

KI-Tools wie ChatGPT haben kei­nen Zugriff auf aktu­el­le Goog­le-Ran­kings. Sie wis­sen nicht, auf wel­cher Posi­ti­on deine Web­site steht, weil sie schlicht keine Live-Daten aus Such­ma­schi­nen abru­fen kön­nen.

Und dann ist da noch die ande­re Seite der KI-Medail­le: Goog­le AI Over­views. Goo­gles eige­ne KI lie­fert bei immer mehr Such­an­fra­gen direk­te Ant­wor­ten, noch bevor die ers­ten orga­ni­schen Such­ergeb­nis­se kom­men. Das heißt: Selbst wenn du für ein Key­word auf Platz 1 rankst, siehst du mög­li­cher­wei­se kaum noch Traf­fic, weil die Leute ihre Ant­wort schon in der AI Over­view bekom­men und gar nicht mehr wei­ter­kli­cken.

Was bedeu­tet das für deine Key­word-Stra­te­gie? Klas­si­sche Infor­ma­ti­ons-Key­words (“Was ist SEO?”, “Wie funk­tio­niert…”) wer­den ten­den­zi­ell schwie­ri­ger, weil die AI Over­view die Frage direkt beant­wor­tet. Trans­ak­tio­na­le Key­words (“SEO-Bera­tung buchen”, “Anwalt für Miet­recht Ham­burg”) und sehr spe­zi­fi­sche Long­tail-Anfra­gen blei­ben dage­gen rele­vant; da will Goog­le den User zu ech­ten Web­sites schi­cken.

Ran­kings zu tra­cken bleibt also wich­tig. Aber du musst zusätz­lich im Blick haben, wel­che Art von Key­words du trackst. Denn nicht jedes Ran­king ist in Zei­ten von AI Over­views noch gleich viel wert.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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