Benötigst du für dein Unternehmen professionelle Werbung und Texte für Website, Social-Media oder ganz old school: Print? Dann kannst du entweder eine Werbeagentur engagieren oder einzeln Freelancer wie Webdesigner, Texter, Programmierer buchen. Was davon besser zu dir passt, hängt von Projekt, Budget und Anforderungen ab. Schauen wir uns mal den Unterschied an.
Was ist eine Werbeagentur?
Ich war selbst mal als Texterin in verschiedenen Werbeagenturen angestellt und habe daher einen guten Einblick: Eine Werbeagentur unterstützt Unternehmen bei der Planung, Gestaltung und Umsetzung von ganzen Werbemaßnahmen. Dabei arbeitet sie meist mit mehreren Spezialisten unter einem Dach zusammen: Grafiker, Texter, Webdesigner, Social-Media-Manager und Strategieberater bilden ein Team, das komplexe Projekte koordiniert und umsetzen kann. Deshalb findest du bei Agenturen auch häufig den Zusatz „360°“, also quasi Rundum-Service, alles aus einer Hand.
Was macht eine Werbeagentur?
Das Leistungsspektrum einer Werbeagentur ist breit gefächert, sodass sie dir alles abnimmt: Sie entwickelt Marketingstrategien, erstellt Corporate Designs, konzipiert und schaltet Werbekampagnen, gestaltet Printmedien wie Flyer und Broschüren und kümmert sich um digitale Kanäle. Viele Agenturen bieten auch Webdesign, Suchmaschinenoptimierung und Content-Marketing aus einer Hand an. Der große Vorteil: Du erhältst ein Rundum-Paket mit aufeinander abgestimmten Maßnahmen.
Häufig gibt es auch reine Design-Agenturen, die sich bei Bedarf Texter als freiberufliche Externe dazuholen.
Alle deine Aufträge werden für dich zusammengehalten durch einen Account Manager, also Projektleiter, der dein Ansprechpartner ist. Zu meinen Zeiten in der Agentur hatte ich z. B. überhaupt keinen Kundenkontakt, weil ich in den Bereich „Kreation“ gehörte. Die Kreation – Designer, Texter, Fotografen, Illustratoren – war abgeschirmt von den Kunden. Das handhabt allerdings jede Agentur für sich individuell.
Ich wurde vom Account Manager gebrieft, was ich texten soll, und dann habe ich dem Designer ein Word-Doc in den Ordner gelegt. Was danach mit meinem Text passierte, lag dann nicht mehr in meiner Hand: Ich habe ihn nicht eingesetzt, formatiert, an den Kunden geschickt und mich dann um Freigabe, Lektorat, Druck oder Veröffentlichung gekümmert. Dafür waren andere zuständig.
Deine Vorteile mit einer Werbeagentur:
- Umfassendes Leistungsspektrum unter einem Dach
- Ein Ansprechpartner für alles
- Zugriff auf verschiedene Fachbereiche (Design, Text, Strategie)
- Langjährige Erfahrung mit größeren Projekten
Die Nachteile einer Werbeagentur:
- Teurer als Freelancer
- Längere Abstimmungswege und Entscheidungsprozesse
- Oft höhere Mindestbudgets erforderlich
- Weniger Flexibilität bei kleineren Projekten
Darüber müssen wir nicht diskutieren: Als Solo-Selbständiger gehst du wahrscheinlich eher nicht zu einer Werbeagentur, denn die erwarten größere Kunden. Aber als Unternehmer ist es eine Überlegung wert.
Was ist ein Texter?
That’s me! Ein Texter ist ein Spezialist für Headlines, Slogans, kreative Texte, längere Fließtexte oder aufmerksamkeitsstarke Anzeigen. Was er textet, kommt, wie so oft, drauf an. Als Freiberufler oder in Festanstellung ist er z. B. Kreativtexter für Agenturen oder SEO-Spezialist oder nur auf Social Media fokussiert. Kernkompetenz: überzeugende, frische Inhalte schaffen, die nicht nach KI klingen, sondern die Zielgruppe aktivieren und ihre Botschaft klar transportieren.
Was macht ein Texter?
Er macht aus Website-Texten, Blogartikeln, Newslettern und Produktbeschreibungen etwas, das man bis zum Ende durchliest. Er recherchiert Themen, entwickelt passende Tonalitäten für Marken und optimiert Texte für Suchmaschinen.
Und was macht dann ein „Copywriter“?
Der Begriff Copywriter kommt aus dem Englischen und bezeichnet — ach was! — einen Werbetexter. Ganz ehrlich: Es gibt Marketingexperten, die gern den Unterschied zwischen „Texter“ und „Copywriter“ betonen. Ich kann allerdings keinen sehen. Oder habe es jemals erlebt, dass Kollegen von mir Jobs abgelehnt haben mit dem Verweis „Nee du, ich bin Texter, das was du brauchst, das macht nur ein Copywriter.“
Deine Vorteile mit einem freiberuflichen Texter:
- Direkter, persönlicher Kontakt ohne Umwege
- Bringt oft Agentur-Know-how mit, aber günstiger
- kleinere Auftragsgrößen möglich
- Schnellere Reaktionszeiten und kurze Abstimmungswege
- Oft spezialisiertes Fachwissen in bestimmten Bereichen
Und die Nachteile:
- Kein Rundum-Service. Wenn er kein Netzwerk für Design und Technik hat, musst du suchen gehen
- Kapazitätsgrenzen bei sehr großen Projekten
- Keine umfassende Kampagnenbetreuung
Was passt also zu dir: Texter oder Werbeagentur?
Um es zusammenzufassen: Hast du minds. ein KMU und das entsprechende Budget, gönn dir eine Werbeagentur. Bist du Einzelkämpfer, such dir ein paar kompetente Freelancer zusammmen. Viele Unternehmen fahren auch gut mit einer Mischstrategie: Der freiberufliche Texter liefert die Inhalte, während Sie Design und technische Umsetzung separat beauftragen. So bleibst du flexibel und zahlst nur für das, was du wirklich brauchst.
Texterin mit Netzwerk aus Freelancern
Weil ich im Lauf meiner Selbstständigkeit viele Freelancer kennengelernt hab und ich meinen Kunden bieten möchte, was sie suchen, habe ich ein Netzwerk aus Experten, die ich bei Bedarf mit ins Boot hole. Damit erhältst du quasi den Agentur-Service, aber ohne die Agentur-Kosten. Denn wir Freelancer haben keinen teuren Projektleiter, keine aufgeblähten Strukturen und keine Sekretärin, die mitfinanziert werden muss.
Du zahlst nur für die tatsächliche Arbeit und hast trotzdem einen zentralen Ansprechpartner, der alles koordiniert. So bekommst du professionelle Ergebnisse zu faireren Preisen und mit direkter, unkomplizierter Kommunikation.
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